Festnahmen bei Razzien in NRW: Verdacht auf Menschenhandel

Die Täter sollen gezielt Transpersonen aus Brasilien zur Prostitution gezwúngen haben. (Symbolbild) | Foto: Sven Hoppe/dpa
  • Die Täter sollen gezielt Transpersonen aus Brasilien zur Prostitution gezwúngen haben. (Symbolbild)
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  • hochgeladen von Cornelia Bauer

Mainz. Zwei Männer sitzen nach Durchsuchungen im Zusammenhang mit einem Ermittlungsverfahren wegen mutmaßlichen Menschenhandels in Untersuchungshaft. Die Festnahmen erfolgten in Köln, Düsseldorf und im Raum Siegen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Gießen und der Polizei Mainz wurden die Männer in der vergangenen Woche festgenommen. Das Amtsgericht Gießen vollzog anschließend Haftbefehle gegen die beiden Tatverdächtigen.

Verdacht gegen bundesweit agierende Gruppe

Hintergrund der Ermittlungen ist der Verdacht, dass über mehrere Jahre hinweg Transpersonen aus Brasilien nach Deutschland geschleust wurden. Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft sollen sie zur Prostitution gezwungen und finanziell ausgebeutet worden sein.

Die Kriminaldirektion Mainz führt unter Leitung der Staatsanwaltschaft Gießen seit September ein verdecktes Ermittlungsverfahren gegen eine bundesweit agierende Tätergruppe brasilianischer Herkunft. Im Raum stehen die Vorwürfe des Menschenhandels, des gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern und der Geldwäsche.

Auch Ermittlungen in Brasilien

Im Januar wurde bei Europol eine Task Force eingerichtet, an der auch Brasilien beteiligt ist. Neben den Durchsuchungen und Festnahmen in Nordrhein-Westfalen wurden in Brasilien 13 mutmaßliche Briefkastenfirmen durchsucht. Die Ermittlungen dauern an. dpa/red

Autor:

Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern

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