Diebstahl im Mainzer Hauptbahnhof eskaliert: Ladendetektiv setzt Pfefferspray ein
- Im Hauptbahnhof Mainz eskalierte ein Diebstahl von Kopfhörern in einem Drogeriemarkt. Bei der Rangelei setzte ein Ladendetektiv Pfefferspray ein, die Bundespolizei ermittelt wegen räuberischen Diebstahls und sucht Zeugen.
- Foto: Bundespolizeiinspektion Kaiserslautern
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Mainz. Ein mutmaßlicher Ladendiebstahl im Mainzer Hauptbahnhof hat am Donnerstagnachmittag, 9. Juli, einen größeren Einsatz ausgelöst. Zwei Jugendliche sollen in einem Drogeriemarkt Kopfhörer gestohlen haben. Als ein Ladendetektiv eingriff, eskalierte die Situation.
Nach Angaben der Bundespolizei beobachtete der 26-jährige Detektiv den Diebstahl und sprach die beiden Jugendlichen an. Einer der Verdächtigen soll sich daraufhin körperlich gewehrt haben. Während der Rangelei mischten sich zwei unbeteiligte Personen ein, die die Situation offenbar missverstanden und dem augenscheinlich minderjährigen Jugendlichen helfen wollten.
Rangelei endet mit Pfefferspray-Einsatz
Die Auseinandersetzung verlagerte sich schließlich vor das Geschäft. Der Ladendetektiv setzte Pfefferspray gegen die beiden eingreifenden Personen ein. Beide erlitten leichte Atemwegsreizungen. Die mutmaßlichen Diebe nutzten das Durcheinander zur Flucht und rannten in unterschiedliche Richtungen aus dem Bahnhofsgebäude. Kurz darauf traf eine Streife der Bundespolizei am Einsatzort ein.
Ermittlungen laufen – Täter weiter auf der Flucht
Rettungsdienst und Feuerwehr wurden vorsorglich alarmiert. Medizinische Maßnahmen waren laut Polizei jedoch nicht erforderlich. Die Fahndung nach den beiden Jugendlichen verlief bislang ohne Erfolg. Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen räuberischen Diebstahls gegen Unbekannt ein.
Zudem erstattete eine vom Pfefferspray betroffene Person Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung gegen den Ladendetektiv. Die Bundespolizei bittet Zeugen des Vorfalls um Hinweise. Diese können bei der Bundespolizeiinspektion Kaiserslautern oder jeder anderen Polizeidienststelle gemeldet werden.
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |