Public Viewing in Mainz und Region: WM meist in Kneipen
- So kann Public Viewing der Fußballfans aussehen (Archivbild)
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Rheinland-Pfalz. Große Fanmeilen sind zur kommenden Fußball Weltmeisterschaft in vielen Städten des Landes nicht geplant. Stattdessen setzen Gastronomen in Rheinland Pfalz vor allem auf Übertragungen in Kneipen, Restaurants und Biergärten.
Die deutsche Nationalmannschaft startet am Sonntag, 14. Juni um 19 Uhr ins Turnier. Die weiteren Vorrundenspiele mit deutscher Beteiligung folgen am Samstag, 20. Juni und am Donnerstag, 25. Juni jeweils um 22 Uhr. Kurz vor dem Start zeigt sich jedoch. Das große WM Fieber ist vielerorts noch verhalten.
Der Präsident des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga in Rheinland Pfalz, Gereon Haumann, ruft die Branche deshalb zum Mitmachen auf. Viele Betriebe könnten auch kurzfristig noch kleinere Public Viewing Angebote organisieren. „Wir ermuntern unsere Betriebe, jetzt auch last minute doch noch in Mini Stadien zu zelebrieren und in dieses Gemeinschaftserlebnis zu investieren“, sagt Haumann.
Gemeinsames Mitfiebern in Kneipen oder Biergärten lasse sich kaum ersetzen. Allerdings erschweren die späten Anstoßzeiten vieler Spiele die Planung. Begegnungen der WM in Kanada, Mexiko und den USA beginnen wegen der Zeitverschiebung häufig erst um 22 Uhr oder später.
Kaum große Fanmeilen geplant
In Mainz ist aktuell kein großes öffentliches Public Viewing vorgesehen. Solche Fanmeilen gab es zuletzt während der Weltmeisterschaft 2006, als Deutschland Gastgeber war. Seitdem hätten sich die hohen Kosten für solche Veranstaltungen als Hindernis erwiesen, teilt die Stadt mit.
Dennoch soll es zahlreiche Orte geben, an denen Fans Spiele gemeinsam verfolgen können. Dazu gehören unter anderem
- die Halle 45 mit einer großen Leinwand
- der Biergarten des Favorite Parkhotels
- der Kulturclub „Schon schön“
- mehrere Fußballkneipen in der Innenstadt
Nach Angaben der Stadt wird es daher „keinen Mangel an Kneipen und Lokalitäten“ geben, die Spiele übertragen.
Bis Sonntag, 28. Juni dürfen in Mainz Partien mit Anstoßzeiten bis 22 Uhr im Außenbereich gezeigt werden. In den K.o. Runden gilt dies für Spiele mit Anstoß bis 21 Uhr. Später beginnende Begegnungen sind draußen grundsätzlich nicht erlaubt.
Großbild Leinwand an der Mosel geplant
In Trier ist bislang eine größere Veranstaltung angekündigt. Am Moselufer beim Lokal „Flieten Franz“ soll auf einer Nachbarwiese eine LED Großbildleinwand für rund 1000 bis 2000 Gäste aufgebaut werden. Für Spiele mit späterem Anstoß ist jedoch eine zusätzliche Genehmigung erforderlich.
Auch in Koblenz ist ein Public Viewing geplant. Im Biergarten am Deutschen Eck sollen bis zu 4500 Menschen Platz finden. Gezeigt werden nach Angaben der Betreiber Spiele ungefähr bis Mitternacht. Viele Fans hätten bereits Interesse gezeigt, Reservierungen seien bei dieser Größe aber nicht möglich.
Finanzielles Risiko für Veranstalter
In anderen Städten wie Ludwigshafen wird es keine große zentrale Veranstaltung geben. Einzelne Gastronomen planen dennoch Übertragungen. Auch in der Pfalz wollen einige Betriebe Deutschland Spiele gemeinsam mit Gästen verfolgen.
Für viele Betreiber bleibt Public Viewing ein wirtschaftliches Risiko. Laut Veranstaltern können allein Technik, Personal und Sicherheit pro Spieltag mehrere tausend Euro kosten. Schlechte Wetterbedingungen könnten zudem Besucher fernhalten.
Der Dehoga hofft dennoch auf steigendes Interesse, wenn die deutsche Mannschaft erfolgreich ins Turnier startet. Eine gute Stimmung rund um das Turnier könne auch der Gastronomie und dem Konsum insgesamt Auftrieb geben. dpa/red
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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