Homburg: 1800 Euro für die Neuropädiatrie
Spendenaktion der Klinikseelsorge

Von links nach rechts: Esther Massar, Peter Vatter, Petra Kappel (kniend), Brigitte Elgaß, Dr. Viola Horneff, Güler Osman (kniend) und Dr. Sandra Kalefack.  Foto: UKS
  • Von links nach rechts: Esther Massar, Peter Vatter, Petra Kappel (kniend), Brigitte Elgaß, Dr. Viola Horneff, Güler Osman (kniend) und Dr. Sandra Kalefack. Foto: UKS
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Durch Kollekten in den Gottesdiensten haben die Katholische und die Evangelische Klinikseelsorge am Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) in Homburg insgesamt 1.800 Euro gesammelt. Der Betrag wurde in vollem Umfang an die Abteilung für Neuropädiatrie in der UKS-Kinderklinik gespendet und hilft damit einem wichtigen Bereich, der nur selten im Blick der Öffentlichkeit steht

. Bereits seit einigen Jahren veranstalten die Katholische und Evangelische Klinikseelsorge am UKS gemeinsam Spendenaktionen. „Uns ist es dabei wichtig, besonders die Bereiche des Klinikums zu bedenken, die sonst nicht so intensiv vom öffentlichen Interesse wahrgenommen werden“, erklären Pfarrerin Esther Massar von der Evangelischen und Pfarrer Peter Vatter von der Katholischen Klinikseelsorge. In diesem Jahr hat sich die Seelsorge für die neuropädiatrische Abteilung der Klinik für Allgemeine Pädiatrie und Neonatologie (Klinikleitung: Prof. Dr. Michael Zemlin) entschieden. Insgesamt 1.800 Euro wurden mit Kollekten in den Gottesdiensten gesammelt und nun an den Bereich übergeben.
„Das ist ein beachtlicher Betrag, wenn man bedenkt, dass zu Pandemiezeiten nur wenige Personen zu den Gottesdiensten in der Klinikkirche zugelassen sind“, stimmen Massar und Vatter überein, die zusammen mit ihren Kolleginnen und Kollegen die Spendenaktion durchgeführt haben. „Wir danken den Besucherinnen und Besuchern unserer Gottesdienste für die großartige Beteiligung.“
„Die Neuropädiatrie des UKS behandelt Kinder und Jugendliche mit neurologischen Schäden, also bei Störungen und Erkrankungen von Gehirn, Rückenmark, Nerven aber auch der Muskeln. Die Behandlungsmöglichkeiten haben sich in den letzten Jahren bei vielen Erkrankungen erheblich verbessert“, erklärt Dr. Marina Flotats-Bastardas, Oberärztin und Neuropädiaterin. Die Bandbreite von Erkrankungen ist dabei vielfältig, behandelt werden beispielsweise junge Patientinnen und Patienten mit Krampfanfällen und Entwicklungsstörungen. Auch die Spina bifida, also eine Spaltung der Wirbelsäule, die im Volksmund als offener Rücken bezeichnet wird, oder die umgangssprachlich als Wasserkopf bekannte Erkrankung Hydrocephalus sind Teil des Behandlungsspektrums. Ebenso ist die Abteilung auf neuromuskuläre Erkrankungen spezialisiert. Hinter diesem Sammelbegriff verbergen sich unterschiedliche Krankheitsbilder, bei denen Muskelzellen oder die für die Aktivierung der Muskeln zuständigen Nerven erkrankt sind – oftmals sind dies seltene Erkrankungen.
Die Neuropädiatrie arbeitet regelmäßig und eng mit anderen Fachdisziplinen zusammen. Eine anspruchsvolle Aufgabe, die die Klinikseelsorge mit der Spendenaktion gerne unterstützt.
Massar und Vatter ließen es sich nicht nehmen, die Spende persönlich an das Personal der Neuropädiatrie zu überreichen. Das sorgte für große Freude bei Stationsleiterin Brigitte Elgaß und ihren Kolleginnen. Die Gelder werden für die Dinge eingesetzt, die im normalen Klinikbetrieb nicht abgebildet sind. Beispielsweise kleine Geschenke, die bei den jungen Patientinnen und Patienten für lächelnde Gesichter sorgen, wenn sie eine Untersuchung tapfer durchgestanden haben und dann diese „Belohnung“ in ihren Händen halten. Aber auch zusätzliche Ausstattung wie beispielsweise spezielle Lagerungskissen können von der Spende angeschafft werden. Das Personal auf Station bedankt sich herzlich im Namen der erkrankten Kinder und Jugendlichen bei allen Besucherinnen und Besuchern der Gottesdienste und bei der Klinikseelsorge des Uni-Klinikums. (red)

Autor:

Daniel Heintz aus Bexbach

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