Sicherheit in der Endoprothetik: Informationsveranstaltung im Klinikum

Die Klinik für Unfall- und Orthopädische Chirurgie am Klinikum Idar-Oberstein lädt zur Infoveranstaltung ein | Foto: bongkarn/stock.adobe.com
  • Die Klinik für Unfall- und Orthopädische Chirurgie am Klinikum Idar-Oberstein lädt zur Infoveranstaltung ein
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Idar-Oberstein. Die Klinik für Unfall- und Orthopädische Chirurgie am Klinikum Idar-Oberstein lädt am Mittwoch, 15. Juli 2026, zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung ein. Beginn ist um 18 Uhr im Hörsaal des Klinikums. Unter dem Titel „Komplikationen in der Endoprothetik – Es gibt immer einen Plan B“ informiert Chefarzt Dr. med. Michael Fehringer über mögliche Risiken beim
Einsatz künstlicher Gelenke und darüber, wie diesen vorgebeugt werden kann.
Jedes Jahr erhalten in Deutschland rund 200.000 Menschen eine Hüftprothese und etwa 175.000 Menschen eine Knieprothese. Ziel dieser Eingriffe ist es, die Lebensqualität der Betroffenen durch die Linderung von Schmerzen und die Wiederherstellung der Mobilität deutlich zu verbessern.

Moderne Operationsverfahren und kontinuierliche Fortschritte in der Endoprothetik tragen maßgeblich dazu bei, dass Hüft- und Knieprothesen heute zu den erfolgreichsten Behandlungen der modernen Medizin zählen. In seinem Vortrag erläutert Dr. Fehringer zunächst die Ursachen und Symptome von Gelenkerkrankungen, die zu einer dauerhaften Beeinträchtigung der Gelenkfunktion führen können und den Einsatz einer Endoprothese notwendig machen. Darüber hinaus informiert er über mögliche Komplikationen während und nach der Operation sowie über Maßnahmen, mit denen Patientinnen und Patienten selbst zu einem erfolgreichen Behandlungsergebnis beitragen können.
Zu den möglichen Komplikationen zählen unter anderem Thrombosen, Gelenksteife, Prothesenlockerungen sowie in seltenen Fällen Knochenbrüche oder Nervenschäden. Als besonders schwerwiegend gelten Wund- und Protheseninfektionen. Sie können auch Jahre nach der Implantation auftreten und oftmals langwierige Behandlungen mit mehreren operativen Eingriffen erforderlich machen.

Die Deutsche Gesellschaft für Endoprothetik empfiehlt daher Trägerinnen und Trägern von Gelenkprothesen, Infektionen und Entzündungen stets ernst zu nehmen und sich bei Unsicherheiten ärztlich beraten zu lassen. Auch kleine Wunden sollten fachgerecht desinfiziert und während des Heilungsverlaufs aufmerksam beobachtet werden. Beschwerden wie Rötungen, Schwellungen des Gelenks oder anhaltende Belastungsschmerzen sollten zeitnah medizinisch abgeklärt werden.
„Durch moderne Operationsverfahren, hohe Hygienestandards und eine sorgfältige Nachsorge lassen sich viele Risiken deutlich reduzieren. Gleichzeitig ist es wichtig, mögliche Warnzeichen frühzeitig zu erkennen und ernst zu nehmen“, betont Dr. Fehringer.
Die Klinik für Unfall- und Orthopädische Chirurgie des Klinikums Idar-Oberstein ist als EndoProthetikZentrum zertifiziert. Damit erfüllt sie die hohen Anforderungen der Zertifizierungsgesellschaft EndoCert hinsichtlich Qualitätssicherung, Behandlungsstandards und
Patientensicherheit.
Die Veranstaltung richtet sich an Patientinnen und Patienten, Angehörige, medizinisch Interessierte sowie alle, die mehr über die Möglichkeiten und Herausforderungen der modernen Endoprothetik erfahren möchten. Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit, Fragen an den Referenten zu stellen und mit ihm ins Gespräch zu kommen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. red

Autor:

Anja Stemler aus Kusel-Altenglan

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