Demenztag im Klinikum Idar-Oberstein gibt Orientierung bei Vergesslichkeit
- Chefärztin Dr. med. Ulrike von der Osten-Sacken lädt zum ersten Demenztag ins Klinikum Idar-Oberstein ein.
- Foto: SHG/Antonio de Moraes Barros Filho
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Idar-Oberstein. Wenn das Gedächtnis nachlässt, stellen sich viele Betroffene und Angehörige dieselbe Frage. Was ist noch normal und wann sollte man Beschwerden medizinisch abklären lassen? Antworten darauf gibt der erste Demenztag im Klinikum Idar-Oberstein am Mittwoch, 28. Oktober, ab 17 Uhr im Hörsaal des Klinikums.
Die Klinik für Neurologie und Stroke Unit lädt zu einer Informationsveranstaltung ein, die sich an Betroffene, Angehörige und alle Interessierten richtet. Wie das Klinikum mitteilt, informieren drei Referentinnen über erste Anzeichen einer Demenzerkrankung, diagnostische Möglichkeiten sowie Fragen der Vorsorge und Unterstützung im Alltag. Eine Voranmeldung ist nicht nötig.
Vergesslichkeit gehört zwar bis zu einem gewissen Grad zum normalen Alterungsprozess. Das Klinikum weist aber darauf hin, dass hinter Gedächtnisstörungen auch eine ernsthafte Erkrankung stecken kann. Nicht jede Gedächtnisstörung bedeutet jedoch automatisch Demenz. Auch Stress, Schlafmangel, Depressionen oder bestimmte körperliche Erkrankungen können die geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigen.
Worum es bei der Veranstaltung geht
Chefärztin Dr. med. Ulrike von der Osten-Sacken, Leiterin der Klinik für Neurologie und Stroke Unit, spricht in ihrem Vortrag Sind meine Gedächtnisstörungen noch normal oder bin ich erkrankt? Und was kann ich dagegen machen? über die Unterschiede zwischen altersbedingter Vergesslichkeit und krankhaften Veränderungen der Gedächtnisleistung. Außerdem erklärt sie Behandlungsmöglichkeiten und Maßnahmen, die die geistige Leistungsfähigkeit erhalten können.
Teona Kanashvili, Ärztin in der Klinik für Neurologie und Stroke Unit, stellt anschließend unter dem Titel Wie kann ich mit einer Testung eine Demenz erkennen? diagnostische Testverfahren vor. Sie erläutert, wie gezielte Untersuchungen mögliche Einschränkungen der Gedächtnisleistung feststellen und beurteilen können.
Heidrun Koch, Leiterin des Sozialdienstes des Klinikums, informiert danach in ihrem Vortrag Gemeinsam Hand in Hand: Vorsorge verständlich erklärt über persönliche und rechtliche Vorsorge. Dabei geht es unter anderem um Vorsorgevollmachten, Betreuungsverfügungen und Unterstützungsangebote für Betroffene und Angehörige.
Im Anschluss an die Vorträge beantworten die drei Referentinnen Fragen aus dem Publikum.
Dr. med. Ulrike von der Osten-Sacken erklärt: „Viele Menschen sind verunsichert, wenn sie bei sich selbst oder bei Angehörigen eine zunehmende Vergesslichkeit feststellen. Nicht hinter jeder Gedächtnisstörung steckt eine Demenzerkrankung. Wichtig ist deshalb, Veränderungen ernst zu nehmen und frühzeitig medizinisch abklären zu lassen. Auch wenn eine Alzheimer-Erkrankung bislang nicht heilbar ist, stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, die den Krankheitsverlauf unter bestimmten Voraussetzungen positiv beeinflussen und die Lebensqualität der Betroffenen unterstützen können“. red/anjs
Autor:Anja Stemler aus Kusel-Altenglan |