Neues KI-Modell aus Heidelberg: Aleph Alpha setzt auf Kontrolle
- «Kolibri» wurde von Aleph Alpha entwickelt. Das Unternehmen hat kürzlich eine Vereinbarung mit
Cohere zum Aufbau eines transatlantischen Unternehmens für souveräne KI bekannt gegeben. (Archivbild) - Foto: Michael Kappeler/dpa
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Heidelberg. Für Behörden und Unternehmen soll ein neues Sprachmodell KI-Anwendungen erleichtern, die auf selbst kontrollierter Infrastruktur laufen. Das Heidelberger KI-Unternehmen Aleph Alpha hat dafür nach eigenen Angaben das Modell „Kolibri“ veröffentlicht.
Das Angebot richtet sich an öffentliche Verwaltung und Industrie. Gerade dort sind Datenschutz, nachvollziehbare Ergebnisse und die Kontrolle über die technische Umgebung wichtige Voraussetzungen für den Einsatz künstlicher Intelligenz.
Modell für deutschsprachige Anwendungen
Aleph Alpha zufolge ist „Kolibri“ auf deutschsprachige Anwendungen zugeschnitten und kann auf Deutsch argumentieren. Mitgründer Samuel Weinbach sieht darin einen Schritt, KI in alltäglichen Arbeitsabläufen nutzbar zu machen.
Vorstandschef Ilhan Scheer sagte, das Modell zeige, dass in Deutschland Talent und Expertise für wettbewerbsfähige KI-Modelle vorhanden seien. KI-Souveränität bedeute für das Unternehmen, die Technologie selbst weiterzuentwickeln und Kunden die Entscheidung darüber zu lassen, wie sie sie einsetzen.
Aleph Alpha hat seinen Hauptsitz in Heidelberg und beschäftigt nach eigenen Angaben rund 200 Fachleute an vier Standorten in Deutschland.
Kooperation mit Cohere und STACKIT
Die Heidelberger positionieren sich seit Jahren als europäischer Anbieter sogenannter souveräner KI für Verwaltung und Industrie. Ende April kündigten Aleph Alpha und das kanadische KI-Unternehmen Cohere eine „transatlantische Fusion“ an. De facto handelt es sich um eine Übernahme von Aleph Alpha durch Cohere.
Das Gemeinschaftsunternehmen will souveräne KI-Angebote unter anderem für Verwaltung, Finanzen, Verteidigung, Energie, Telekommunikation und Gesundheitswesen entwickeln. Gemeinsam mit der Schwarz Gruppe sollen zudem Angebote auf deren Cloud-Plattform STACKIT entstehen. [dpa/red]
Autor:dpa content aus Ludwigshafen |