Sieg der TSG Hoffenheim im DFB-Pokal: Trainer Ilzer sieht noch Baustellen
- Trainer Christian Ilzer von der TSG Hoffenheim sieht einen souveränen Auftritt seines Teams in Aue
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Hoffenheim. Fans der TSG Hoffenheim gehen nach dem 4:0 im DFB-Pokal mit einem klaren Erfolg, aber auch mit offenen Defensivfragen in die Woche vor dem Bundesliga-Auftakt. Die Mannschaft von Trainer Christian Ilzer löste ihre Aufgabe beim Drittliga-Absteiger FC Erzgebirge Aue souverän und zog ohne größere Mühe in die nächste Runde ein.
Ilzer sprach nach der Partie von einem „sehr souveränen Sieg“. Zugleich machte der Cheftrainer deutlich, dass bis zum Bundesliga-Start am Samstag, 29. August, um 15.30 Uhr beim 1. FC Köln noch Arbeit bleibt. Im Detail sehe das Trainerteam „sehr viel“, sagte Ilzer. Dabei gehe es vor allem um das Verteidigen, das schnelle Schließen von Räumen und den Druck auf den Ball.
Wimmer trifft früh und nimmt Aue den Mut
Patrick Wimmer brachte Hoffenheim bereits in der 6. Minute in Führung. Eine Minute zuvor hatte Aues Torwart Martin Männel seinen ersten Abschluss pariert. Nach dem frühen 1:0 blieb die TSG effizient: Wouter Burger erhöhte in der 17. Minute nach einem Steilpass von Wimmer auf 2:0.
Aue hatte gleich zu Beginn eine knifflige Szene, als Willi Kamm den Hoffenheimer Neuzugang Mats Rots anschoss und die Gastgeber Elfmeter forderten. Der Pfiff blieb aus. Ilzer räumte später ein: „Es hätte durchaus einen Elfmeterpfiff geben können, da hatten wir Glück gehabt.“ Zugleich lobte er Aue als „sehr mutigen und engagierten Gegner“.
Baumann sitzt nicht im Tor
Die Hoffenheimer traten ohne Kapitän Oliver Baumann im Tor an. Für den Fußball-Nationaltorhüter stand Luca Philipp zwischen den Pfosten. Stürmer Fisnik Asllani fehlte wegen Aufbautrainings.
Für den Spielverlauf waren vor allem diese Punkte entscheidend:
- Wimmer traf zum 1:0 und zum 3:0.
- Burger nutzte Wimmers Steilpass zum 2:0.
- Tim Lemperle verpasste vor der Pause eine weitere große Chance.
- Max Moerstedt erzielte kurz nach seiner Einwechslung den Endstand.
Ilzer bleibt vor Köln kritisch
Wimmer zeigte sich nach seinem Doppelpack zufrieden. Das frühe 1:0 habe geholfen, „damit die Fans nicht ins Spiel kommen“. Über das gesamte Spiel habe Hoffenheim nichts anbrennen lassen, sagte der Österreicher.
Ilzer sah dennoch Ansatzpunkte. Ein Erstrundenauftritt im Pokal berge „durchaus Gefahr“, sagte der Trainer. In der Pause habe er „ein paar Dinge nachkorrigiert“. Offensiv war er mit vielen Abläufen zufrieden, defensiv sieht er weiter Themen. Das 4:0 erzielte Moerstedt in der 63. Minute kurz nach seiner Einwechslung. Für Hoffenheim bleibt damit ein gelungener Pokalstart, den Ilzer trotz klaren Ergebnisses als Arbeitsetappe vor Köln einordnet. dpa/red
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |