Wegen sinkender Kinderzahlen: Zwei Heidelberger Kitas machen dicht
- Die Stadt schließt Einrichtungen in Kirchheim und der Weststadt. Betroffene Kinder sollen in andere Kitas wechseln. / Symbolfoto Kita
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Heidelberg. Für Familien in der Weststadt und in Kirchheim steht eine große Veränderung an. Die Stadt Heidelberg schließt zum 30. September zwei städtische Kindertageseinrichtungen, die Kita Philipp-Reis-Straße in der Weststadt und die Kita Adolf-Engelhardt-Straße in Kirchheim.
Die Stadt begründet den Schritt mit sinkenden Kinderzahlen. In Kirchheim kommt außerdem der schlechte bauliche Zustand der Einrichtung hinzu. Eine notwendige Sanierung wäre nach Angaben der Stadt angesichts freier Plätze in neueren Einrichtungen wirtschaftlich nicht zu rechtfertigen gewesen.
Der Wechsel betrifft ab September voraussichtlich jeweils 15 Kinder aus beiden Einrichtungen, die dann noch nicht eingeschult werden. Kinder, die im September in die Schule wechseln, betreut die Stadt bis zur Einschulung wie gewohnt weiter.
So geht es für betroffene Familien weiter
Das Kinder- und Jugendamt unterstützt die Familien bei der Suche nach einem passenden Betreuungsplatz. Die Stadt kündigt an, die Kinder pädagogisch auf den Übergang vorzubereiten und eng zu begleiten. Für die betroffenen Kinder stehen laut Stadt ausreichend Plätze in anderen Einrichtungen zur Verfügung.
In Kirchheim nennt die Stadt die städtischen Kindertageseinrichtungen Schwetzinger Straße, Hegenichstraße und Im Hüttenbühl sowie weitere Angebote freier Träger im näheren Umfeld. In der Weststadt stehen in unmittelbarer Nähe die städtischen Kindertageseinrichtungen Blumenstraße und Gaisbergstraße sowie die Kita Am Paradeplatz in der angrenzenden Südstadt zur Verfügung.
Bürgermeisterin Stefanie Jansen, Dezernentin für Soziales, Bildung, Familie und Chancengleichheit der Stadt Heidelberg, sagt: „Die Schließung ist ein Schritt, der uns nicht leichtfällt“. Jansen sagt weiter: „Die demografische Entwicklung und rückläufige Kinderzahlen erfordern auch in Heidelberg, dass wir das Angebot an Betreuungsplätzen schrittweise auf den sinkenden Bedarf anpassen müssen.“
In der Kita Philipp-Reis-Straße betreut die Stadt derzeit noch eine altersgemischte Gruppe. In der Kita Adolf-Engelhardt-Straße sind es zwei Gruppen. In Heidelberg gibt es aktuell 134 Kindertageseinrichtungen. Bei 24 Einrichtungen ist die Stadt selbst Trägerin.
Für die Beschäftigten kündigt die Stadt keine betriebsbedingten Kündigungen an. Für alle betroffenen Fachkräfte bestehen Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten innerhalb der städtischen Kindertageseinrichtungen.
Die Eltern hat die Stadt am Dienstag, 6. Oktober, per elektronischem Elternbrief informiert. Am Dienstag, 13. Oktober, und am Mittwoch, 14. Oktober, gibt es in den beiden Einrichtungen Elternabende für Information und Austausch. Kontakt zur Stadt: 06221 58-10580 oder stadt@heidelberg.de.
Autor:Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen |