Heidelberg will soziale Angebote trotz Sparkurs weiter absichern
- Fördermittel sollen soziale Angebote und Hilfen in Heidelberg vorerst absichern.
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Heidelberg. Viele soziale Angebote in Heidelberg sollen auch im kommenden Haushalt vorerst weiterlaufen. Die Stadt will Träger in den Bereichen Soziales, Kinder- und Jugendhilfe sowie Antidiskriminierung und Chancengleichheit trotz angespannter Finanzlage frühzeitig absichern.
Wie die Stadtverwaltung mitteilt, sollen Einrichtungen, die 2026 institutionelle Zuwendungen erhalten haben, 2027 überwiegend weiter auf gleichbleibendem Niveau gefördert werden. Damit will die Stadt nach eigenen Angaben Planungssicherheit schaffen und wichtige Unterstützungsangebote für die Menschen in Heidelberg schützen.
Für das erste Halbjahr sollen die Träger zunächst vorläufige Bewilligungsbescheide erhalten. Außerdem will die Stadt bis zu 40 Prozent des für 2027 vorläufig bewilligten Zuschusses auszahlen, damit die Einrichtungen handlungsfähig bleiben.
Entscheidungen im Herbst
Über das Vorgehen berät der Haupt- und Finanzausschuss am Mittwoch, 30. September. Abschließend entscheidet der Gemeinderat am Donnerstag, 15. Oktober.
Die restliche Fördersumme soll nach der Genehmigung des Haushalts 2027/28 folgen. Die Verabschiedung des Doppelhaushalts ist im ersten Halbjahr geplant.
Die Stadt befindet sich wie viele Kommunen bundesweit in einer Konsolidierungsphase, um den Haushalt zu verbessern. Dieses Verfahren hatte Heidelberg bereits für das Haushaltsjahr 2025 genutzt.
Schon am Donnerstag, 23. Juli, hatte der Gemeinderat Zuwendungsverträge mit freien Trägern beschlossen, die Pflichtaufgaben der Kommune übernehmen. Dazu gehören soziale Hilfen, Angebote der Kinder- und Jugendhilfe sowie Aufgaben des Gewalt- und Diskriminierungsschutzes. Diese Beschlüsse sichern die Leistungen für die Jahre 2027 und 2028.
Die bisherigen Verträge hatte die Stadt im Zuge der Haushaltskonsolidierung zum 31. Dezember gekündigt oder sie waren bereits zuvor ausgelaufen. Für die meisten Empfänger der sozialen Infrastruktur hat Heidelberg die Zuschüsse seit 2025 eingefroren.
Autor:Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen |