„Föhrenwald, das vergessene Schtetl“
Lesung mit Alois Berger
- Foto: Freundeskreis
- hochgeladen von Freundeskreis ehemalige Deidesheimer Synagoge e.V.
Samstag, 08. November 2025 um 19 Uhr, Ehemalige Synagoge, Bahnhofstraße 19, Deidesheim
Von 1945 bis 1957 lebten im bayerischen Wolfratshausen im Ortsteil Föhrenwald zeitweise mehr als
5.000 Juden, Überlebende des Holocausts. Föhrenwald, die letzte jüdische Siedlung in Europa, hatte eigene Synagogen, Religionsschulen und eine eigene Universität für Rabbiner, eine jüdische Selbstverwaltung, eine jiddische Zeitung und eine jüdische Polizei.
1957 wurde Föhrenwald aufgelöst, die Bewohner auf deutsche Großstädte verteilt. Der Ort wurde umbenannt und aus dem kollektiven Gedächtnis gelöscht. Nun steht er exemplarisch für einen weitgehend unbekannten Teil der deutschen Geschichte. In die Häuser zogen katholische Familien ein, die Hauptsynagoge wurde zur Kirche und die koscheren Speiseräume wurden zur einer Priesterschule umgewandelt.
Alois Berger ist dort aufgewachsen, er hat das Schweigen erlebt. In seinem Buch verwebt er die Spurensuche in seiner Heimat mit den Geschichten der Überlebenden - denen, die nach Israel gingen, und denen, die aus dem Land der Täter nicht fort konnten
Alois Berger, Jahrgang 1957 studierte Philosophie und Politik, war viele Jahre EU Korrespondent der TAZ in Brüssel sowie Radio und Fernsehreporter für den DLF und den WDR sowie Dokumentarfilmer für
ARTE. Er lebt als freier Journalist in Berlin
Wir freuen uns über Ihren Besuch bei der Lesung mit Alois Berger! Der Vorstand des Freundeskreises
Autor:Freundeskreis ehemalige Deidesheimer Synagoge e.V. aus Deidesheim |
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