Mainz 05 vor Gladbach-Spiel: Fischer fordert mehr Basics
- Mainz 05 will im Auswärtsspiel in Mönchengladbach weniger Fehler machen.
- Foto: Anouar Touir
- hochgeladen von Wochenblatt Redaktion
Mainz. Mainz 05 geht mit der Forderung nach einer Reaktion in das Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach. Nach der Niederlage im Rhein-Main-Duell erwartet Trainer Urs Fischer von seiner Mannschaft vor allem weniger Fehler und mehr Grundtugenden. „Man muss Fußball in erster Linie arbeiten“, sagte Fischer in der Pressekonferenz am 17. September.
Das Spiel im ista-Borussia Park beginnt um 15.30 Uhr. Für Mainz kommt es dabei auch zu Wiedersehen mit früheren Verantwortlichen: Jan-Moritz Lichte, einst Co-Trainer und für wenige Monate Cheftrainer des FSV, sitzt bei den Gastgebern interimsweise auf der Bank. Er übernimmt nach der Freistellung von Eugen Polanski. Auch Sportvorstand Rouven Schröder, früher bei Mainz tätig, steht nach dem Saisonstart mit drei Niederlagen unter Druck.
Fischer sieht soliden Saisonstart
Die Mainzer sind auswärts seit Februar ungeschlagen. Fischer ordnete den bisherigen Saisonstart als „solide“ ein. Gegen Paderborn habe es ordentliche Phasen gegeben, das Spiel in Hamburg sei „sehr gut“ gewesen. Auch gegen Frankfurt sei nicht alles schlecht gewesen, sagte der Trainer. Entscheidend sei aber gewesen, dass die Basics gefehlt hätten.
Zur Niederlage im Rhein-Main-Duell sagte Fischer, die Eintracht habe es sehr gut gemacht. Man habe das Gefühl gehabt, Frankfurt gewinne jeden Zweikampf und jeder zweite Ball lande beim Gegner. „Sowas muss man sich erarbeiten“, sagte Fischer. Individuelle Fehler wolle er nicht überbewerten, erwartet aber, dass seine Spieler daraus lernen. Bestimmte Fehler sollten sich nicht wiederholen.
Mehrere Spieler fehlen Mainz 05
Personell muss Mainz 05 in Mönchengladbach auf mehrere Spieler verzichten. Kohr, Silas, Nebel, Widmer und Zentner stehen nicht zur Verfügung. Martel ist nach einer komplett absolvierten Trainingswoche wieder ein Kandidat für den Kader. Für die Startelf komme ein Einsatz laut Fischer aber noch zu früh.
Auf den Trainerwechsel in Mönchengladbach bereitet sich Mainz nach Fischers Angaben so gut wie möglich vor. Entscheidend sei aber vor allem die eigene Leistung. „Es liegt in erster Linie an uns, es besser auf den Platz zu bekommen als gegen Frankfurt“, sagte der Trainer.
Pause nach dem Spiel
Nach der Partie folgt für Mainz eine dreiwöchige Pause. Fischer bezeichnete die Konstellation mitten in der Saison als ungewöhnlich. In der ersten Woche werde die Mannschaft nicht trainieren, ab der zweiten Woche beginne die Vorbereitung auf Leverkusen. Man habe lange diskutiert und sich für diesen Weg entschieden.
Fischer sprach außerdem über die Nominierung von Nadiem Amiri für den DFB und darüber, dass vier weitere Mainzer Eigengewächse im Kader von Jürgen Klopp stehen. „Wir freuen uns hier alle für Nadiem“, sagte Fischer. Die Arbeit im Nachwuchsleistungszentrum trage immer wieder Früchte. „Der Verein muss vieles richtig machen, das braucht viele Hände, die ihren Teil beitragen.“
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |