Klare Ansage bei Mainz 05: Fischer duldet keine Egos
- Urs Fischer und die Mainzer sind auf Kurs.
- Foto: Uwe Anspach/dpa
- hochgeladen von Cornelia Bauer
Mainz. Beim Bundesligisten FSV Mainz 05 setzt Trainer Urs Fischer auf klare Regeln im Abstiegskampf. Gleich zu Beginn seiner Amtszeit machte der 60 Jahre alte Coach deutlich, dass persönliche Befindlichkeiten im Saisonendspurt keinen Platz haben.
„Als ich in Mainz begonnen habe, haben wir uns als Gruppe auf etwas geeinigt. Wir haben keine Zeit für Befindlichkeiten und Diskussionen darüber, dass einer zu wenig Spielminuten bekommt oder was auch immer“, sagte Fischer in einem Interview dem Fachmagazin „Kicker“.
„Es geht um die Arbeitsplätze“
Der Schweizer hatte die Mainzer im Dezember auf dem letzten Tabellenplatz übernommen. Die Mannschaft steckte tief im Abstiegskampf. Seine Botschaft an Profis wie Paul Nebel und Nadiem Amiri war deutlich. „Im nächsten halben Jahr geht es um die Zukunft und die Arbeitsplätze bei Mainz 05. Da ist kein Spielraum für Befindlichkeiten.“ Seit dem Trainerwechsel hat sich die Lage spürbar verbessert. Mainz sammelte Punkte wie ein Team aus dem oberen Tabellendrittel und arbeitete sich aus dem Tabellenkeller heraus.
Am Samstag, 4. April, gelang der Mannschaft ein überraschender 2 zu 1 Auswärtssieg bei der TSG 1899 Hoffenheim. Selbst Platz sieben und damit eine mögliche Teilnahme an der Conference League ist nur noch sechs Punkte entfernt. Fischer blickt auch deshalb positiv auf seine Entscheidung zurück, den Job in Mainz anzunehmen. „Die Ausgangslage konnte kaum schlimmer sein. Wenn man nur auf die Tabelle schaut, fragt man sich. Wieso machst du das.“ Sein Bauchgefühl habe bei der Anfrage jedoch gestimmt. dpa/red
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |