Streit um Kinderkrankengeld in Mainz: Hoch warnt Familien

«Wenn wir wollen, dass Menschen Familie und Beruf miteinander vereinbaren können, dann müssen wir auch dafür sorgen, dass sie bei der Betreuung ihrer kranken Kinder nicht vor unlösbare Probleme gestellt werden», sagt Hoch. (Archivfoto)  | Foto: Helmut Fricke/dpa
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Mainz. Für gesetzlich versicherte Eltern in Rheinland-Pfalz könnte es beim Kinderkrankengeld wieder enger werden: Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) spricht sich dafür aus, den derzeit längeren Anspruch beizubehalten.

Der SPD-Politiker widerspricht damit Aussagen aus der Bundesregierung zum weiteren Vorgehen. CDU-Politiker Carsten Linnemann hatte sich zuletzt gegen eine erneute Verlängerung der Bezugsdauer ausgesprochen. Im Kern geht es um die Frage, wie viele Tage Eltern zu Hause bleiben können, wenn ein Kind krank ist und sie deshalb nicht arbeiten können.

Derzeit gelten 15 Tage pro Kind und Elternteil

Aktuell haben Eltern pro Kind und Elternteil Anspruch auf 15 Kinderkrankentage. Für Alleinerziehende sind es 30 Tage. Vor der Ausweitung waren es 10 Tage pro Jahr und Elternteil. Die längere Spanne war nach dem Ende der Corona-Sonderregeln gesetzlich fortgeschrieben worden.

Hoch warnt vor einer Rückkehr auf 10 Tage. Das würde für Familien eine spürbare Gefährdung der Absicherung bedeuten, sagte er auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Besonders Alleinerziehende könnten dadurch stärker unter Druck geraten.

„Ein krankes Kind darf kein Risiko darstellen für Arbeitsplatz und Einkommen", betonte Hoch. Wer Familie und Beruf vereinbaren solle, dürfe bei der Betreuung kranker Kinder nicht vor unlösbare Probleme gestellt werden.

Was das Kinderkrankengeld für Familien bedeutet

Gesetzlich versicherte Eltern können Kinderkrankengeld beantragen, wenn ein Kind unter zwölf Jahren krank ist und sie deshalb nicht zur Arbeit gehen können. Die Krankenkasse übernimmt dann einen Großteil des Verdienstausfalls. In der Regel sind es 90 Prozent des Nettoverdienstes.

Bundesweit ist die weitere Regelung noch politisch umstritten. Für Familien in Rheinland-Pfalz ist die Debatte wichtig, weil jeder zusätzliche Tag bei Krankheit eines Kindes Planungssicherheit bringen kann. [dpa/red]

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dpa content aus Ludwigshafen

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