Ersatzrennen am Hockenheimring: Formel 1 nur mit Perspektive
- Die Formel 1 gastierte letztmals im Juli 2019 auf dem Hockenheimring
- Foto: Sebastian Gollnow/dpa
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Hockenheim. Formel-1-Fans können auf ein kurzfristiges Ersatzrennen am Hockenheimring nur hoffen, wenn daraus eine dauerhafte Rückkehr der Rennserie in die Region entstehen könnte. Die Geschäftsführung der Hockenheim-Ring GmbH knüpft ein mögliches Einspringen bei weiteren Ausfällen im Kalender an die Aussicht auf einen Mehrjahresvertrag.
„Wenn diese Möglichkeit, ein Ausfallrennen zu übernehmen, die Tür deutlich weiter aufmacht für einen Mehrjahresvertrag, für eine gesicherte Formel-1-Zukunft, dann ist das sicher ein Gedankenspiel, mit dem wir uns extrem beschäftigen werden“, sagte Geschäftsführer Jorn Teske dem Fachportal „Formel.1“. Für ein einmaliges Rennen sei der Aufwand nach seiner Einschätzung finanziell nicht sinnvoll.
Keine schnelle Zusage für ein Ausfallrennen
Co-Geschäftsführer Jochen Nerpel dämpfte Erwartungen an eine kurzfristige Lösung. „Ich kann es mir nicht vorstellen, dass wir mal eben einspringen“, sagte er.
Anfang Oktober war Sepang in Malaysia kurzfristig für Bahrain eingesprungen, weil die Sicherheit für das Rennen in Sakhir wegen des Iran-Kriegs nicht gewährleistet werden konnte.
Interesse an dauerhafter Formel-1-Rückkehr
Grundsätzlich bleibt die Formel 1 für die Traditionsstrecke in Nordbaden ein Thema. Der bislang letzte Große Preis von Deutschland in Hockenheim fand vor sieben Jahren statt. Das jüngste Formel-1-Rennen in Deutschland wurde vor sechs Jahren während der Corona-Zeit als Großer Preis der Eifel auf dem Nürburgring ausgetragen.
Nerpel bezeichnete eine Rückkehr der Formel 1 nach Hockenheim als seinen „absoluten Wunsch“ und sagte, es wäre „schon geil, wenn die Formel 1 hier zu Gast wäre“. Konkrete Gespräche oder Planungen gebe es nach Angaben der beiden Geschäftsführer derzeit aber nicht. [dpa/red]
Autor:Ralf Vester aus Kaiserslautern |