Nur noch bis 2029 nutzbar: Ziegelhäuser Brücke wird jetzt genau geprüft
- Derzeit wird der Pfeiler auf Ziegelhäuser Seite untersucht. Die Pfeiler sollen
möglichst erhalten bleiben. (Foto: Stadt Heidelberg) - Foto: Stadt Heidelberg
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Heidelberg. An der Ziegelhäuser Brücke laufen derzeit umfangreiche Untersuchungen für den geplanten Ersatzneubau. Für Pendler und Anwohner bleibt die wichtige Neckarquerung damit weiter im Fokus der Stadtplanung.
Seit Ende Juni untersucht eine Spezialfirma den Pfeiler der Brücke auf der Ziegelhäuser Seite. Dafür liegt eine schwimmende Plattform direkt am Bauwerk im Neckar. Wie die Stadt Heidelberg mitteilt, soll geprüft werden, ob die beiden rund 70 Jahre alten Pfeiler auch künftig den neuen Brückenüberbau tragen können.
Bohrungen reichen bis zu 20 Meter tief
Die Fachleute entnehmen Bohrkerne aus dem Beton und untersuchen den Zustand des Pfeilers sowie des Fundaments. Acht waagerechte Bohrlöcher mit etwa 1,50 Metern Tiefe wurden bereits in den Pfeiler eingebracht.
Zusätzlich laufen Tiefenuntersuchungen im Neckarboden. Rund um den Pfeiler werden mehrere senkrechte Bohrungen gesetzt, die bis zu 20 Meter tief reichen. Dabei kommt eine sogenannte Cross-Hole-Messung zum Einsatz. Eine Sonde sendet Signale durch den Untergrund, um unter anderem die Dichte des Bodens und die Lage des Fundaments zu prüfen.
Die Ergebnisse sollen zeigen, ob der Untergrund stabil genug ist, um die Lasten einer neuen Brücke dauerhaft aufzunehmen.
Ergebnisse werden Ende des Jahres erwartet
Die entnommenen Proben werden anschließend im Labor analysiert. Da beide Pfeiler baugleich sind, lassen sich die Erkenntnisse laut Stadt auch auf die Schlierbacher Seite übertragen. Mit ersten Ergebnissen rechnet die Stadtverwaltung bis Ende des Jahres.
Die Ziegelhäuser Brücke verbindet die Stadtteile Ziegelhausen und Schlierbach über den Neckar. Nach Angaben der Stadt kann die Spannbetonbrücke nur noch bis Ende 2029 genutzt werden. Danach soll sie abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.
Brücke wird dauerhaft überwacht
Wegen des schlechten baulichen Zustands gelten bereits seit Freitag, 13. März Einschränkungen auf der Brücke. Fahrzeuge über 3,5 Tonnen dürfen die Verbindung nicht nutzen. Ausnahmen gelten für Busse und Rettungsfahrzeuge. Zudem gilt Tempo 30.
Die Stadt überwacht das Bauwerk dauerhaft mit Sensoren. Dazu gehören ein Rissmonitoring seit 2020 sowie ein Schallemissionsmonitoring, das seit April installiert ist und mögliche Spanndrahtbrüche erkennen soll.
Autor:Cornelia Bauer aus Speyer |
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