Sexismus-Debatte bei Mainz 05: Fischer kritisiert Online-Kommentare

Mainz-Coach Urs Fischer hat mit Unverständnis auf die sexistischen Kommentare in den sozialen Netzwerken zu der Beförderung von Marie-Louise Eta als Cheftrainerin des 1. FC Union Berlin reagiert. (Archivbild) | Foto: Thomas Frey/dpa
  • Mainz-Coach Urs Fischer hat mit Unverständnis auf die sexistischen Kommentare in den sozialen Netzwerken zu der Beförderung von Marie-Louise Eta als Cheftrainerin des 1. FC Union Berlin reagiert. (Archivbild)
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Mainz. Beim FSV Mainz 05 sorgt vor dem nächsten Bundesliga-Spiel eine Debatte über Sexismus im Fußball für Aufmerksamkeit. Trainer Urs Fischer hat die Kommentare in sozialen Netzwerken zur Beförderung von Marie-Louise Eta beim 1. FC Union Berlin deutlich kritisiert.

Die Reaktionen im Internet seien „völlig überflüssig“, sagte der Schweizer vor dem Heimspiel gegen seinen früheren Club aus Berlin am Sonntag, 10. Mai um 19.30 Uhr. Viele der Beiträge richteten sich gegen Eta, die bei Union Berlin als Cheftrainerin befördert wurde.

Fischer zeigte dafür kein Verständnis. „Ich verstehe es nicht“, erklärte der Trainer. Die Entscheidung der Verantwortlichen bei Union sei mutig gewesen. Gleichzeitig sei es aus seiner Sicht ein positives Signal gewesen, diesen Schritt zu gehen.

Sportlich hat das Duell am Ende des 33. Spieltags nur geringe Bedeutung. Sowohl Mainz als auch Union Berlin sicherten sich bereits am vergangenen Wochenende den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga. Abschenken will der FSV die verbleibenden Partien dennoch nicht. Fischer betonte, dass sowohl das Spiel gegen Union als auch das abschließende Saisonspiel beim 1. FC Heidenheim ernst genommen werden.

Kaufpflicht für Angreifer Becker greift

Parallel laufen beim Bundesligisten aus Rheinhessen bereits die Planungen für die kommende Saison. Sheraldo Becker wird auch künftig für den FSV Mainz 05 spielen. Durch den vorzeitigen Klassenerhalt greift eine im Vertrag festgelegte Kaufpflicht, wie der Verein mitteilte. Angaben zur Vertragsdauer machte der Club nicht.

Der Offensivspieler war im Winter vom spanischen Erstligisten CA Osasuna ausgeliehen worden. Seit Beginn des Jahres arbeitete sich Mainz vom Tabellenkeller bis auf Rang zehn vor. Damit wurden die Bedingungen für eine feste Verpflichtung erfüllt.

Becker sieht Perspektive in Mainz

Becker selbst äußerte sich in einem Video des Vereins optimistisch über die Zukunft. „Hallo Mainzer. Ich freue mich auf nächste Saison“, sagte der Angreifer mit einem Lächeln. Die Stadt und der Verein fühlten sich bereits vertraut an. „Wer weiß, wohin unser gemeinsamer Weg noch führen kann.“

Sportdirektor Niko Bungert hob vor allem die Offensivqualitäten des Spielers hervor. Becker habe mit mehreren Torbeteiligungen geholfen, wichtige Punkte zu holen. In zwölf Pflichtspielen für Mainz erzielte der Stürmer zwei Treffer und bereitete drei weitere vor. dpa/red

Autor:

Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern

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