Mainz 05 beteiligt sich an Young-Coach-Projekt in Uganda
- Mainz-05-Mitarbeiterin Greta Meyer war an einer Young-Coach-Ausbildung der Football Club Social Alliance in Uganda beteiligt.
- Foto: Anouar Touir
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Mainz. Der 1. FSV Mainz 05 beteiligt sich über die Football Club Social Alliance (FCSA) an einer neuen Young-Coach-Ausbildung im Norden Ugandas. Nach Angaben des Vereins haben 48 junge Erwachsene im ersten Ausbildungsmodul Grundlagen des Kinderfußballs und des Kinderschutzes vermittelt bekommen.
Die Schulung begann am 19. Mai in Arua. Unter den Teilnehmenden waren laut Mainz 05 vor allem Geflüchtete aus dem Südsudan und der Demokratischen Republik Kongo. Ziel des Programms ist es, in ihren Communities Sportangebote für Kinder und Jugendliche aufzubauen.
Erstes Modul trotz Ebola-Gesundheitsnotstand durchgeführt
An der Ausbildung beteiligt war auch Greta Meyer von Mainz 05. Weitere Instruktoren kamen vom FC Basel, SV Werder Bremen und FK Austria Wien. Zeitgleich zur Anreise wurde wegen eines Ebola-Ausbruchs in der benachbarten Demokratischen Republik Kongo ein Gesundheitsnotstand ausgerufen. Nach Vereinsangaben konnte das erste Modul dennoch unter Sicherheits- und Gesundheitsmaßnahmen stattfinden.
Im Mittelpunkt standen neben sportlichen Grundlagen vor allem Themen wie Kinderschutz, Gleichberechtigung, friedliches Zusammenleben und der Umgang mit Konflikten. Die jungen Coaches sollen lernen, für Kinder Vertrauenspersonen zu sein und Sport mit Bildungsinhalten zu verbinden.
Projekt wird in weiteren Flüchtlingssiedlungen ausgeweitet
Die FCSA weitet das Programm in Uganda nach Vereinsangaben auf die Flüchtlingssiedlungen Bidibidi und Lobule aus. Hintergrund sei der hohe Bedarf an Schutz- und Unterstützungsangeboten für Kinder, auch wegen gekürzter Hilfsgelder seit Anfang 2025.
Bereits ausgebildete Young Coaches aus dem Vorjahr bieten laut Mainz 05 gemeinsam mit anderen Aktiven regelmäßige Sportangebote für mehr als 4.200 Kinder und Jugendliche an. In den kommenden Monaten sollen die neuen Teilnehmenden das Gelernte in ihren Communities anwenden. Ein weiteres hybrides Modul sowie ein abschließender Ausbildungsblock in Arua sind bis August geplant.
Für Mainz 05 ist das Projekt Teil seines sozialen Engagements außerhalb des sportlichen Kerngeschäfts.
Autor:Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern |