Apple wird 50: Diese TV-Doku fragt, was die iPhone-Welt aus uns macht

Die Apple-Story – Eine Vision verführt die Welt. | Foto: SWR - Das Erste
  • Die Apple-Story – Eine Vision verführt die Welt.
  • Foto: SWR - Das Erste
  • hochgeladen von Wochenblatt Redaktion

TV-Tipp. Apple hat mal in einer Garage angefangen und am Ende den Alltag umgekrempelt, inklusive der Frage, ob das alles wirklich nur Freiheit bedeutet.

Genau an diesem Punkt setzt die dreiteilige SWR-Dokuserie Die Apple-Story – Eine Vision verführt die Welt an: vom rebellischen Start-up bis zum Weltkonzern, verbunden mit persönlichen Geschichten und gesellschaftlichen Reibungen. In der ARD Mediathek startet die Reihe ab Mittwoch, 26. März, im Ersten läuft die erste Folge am Sonntag, 30. März, um 23:30 Uhr.

Vom „Fahrrad für den Geist“ bis zur iPhone-Revolution

Los geht es mit dem Moment, als Steve Jobs und Steve Wozniak 1976 den ersten Apple-Computer bauen und Jobs den Computer nicht als Technikspielzeug versteht, sondern als Alltagswerkzeug. Seine berühmte Formel fällt dabei ganz direkt: „ein Fahrrad für den Geist“. Später spannt die Doku den Bogen über den Macintosh-Launch, Jobs’ Entlassung, die Stationen bei NeXT und Pixar bis zur Rückkehr zu Apple und zur iPhone-Revolution, die laut Zukunftsforscher Tristan Horx „die Menschheit fundamental verändert“ hat.

Deutsche Spuren: Design, Schriften und Stimmen aus dem Team

Spannend ist auch der Blick auf deutsche Bezüge: Designer Hartmut Esslinger aus dem Schwarzwald prägt Apples „Snow White“-Designsprache, Typograf Erik Spiekermann entwickelt Schriften. Dazu kommen Einblicke aus den USA, unter anderem von Andy Cunningham, einer frühen Wegbegleiterin von Jobs, Andy Hertzfeld, Hauptentwickler des ersten Macintosh, sowie Daniel Kottke, ehemaliger Mitbewohner und enger Mitarbeiter von Steve Jobs.

Junge Perspektive: Befreiung oder Kontrollinstrument?

Die Reihe springt aber nicht nur durch Tech-Ikonen, sondern auch in die Gegenwart: Alicia Joe, die als Beauty-Youtuberin mit Schminktipps startete, macht heute Videos über Social-Media-Sucht. Politikerin Marina Weisband nutzt digitale Tools für demokratische Bildung und nennt zugleich Gefahren wie Suchtpotenzial, ständige Erreichbarkeit und den Zwang zur permanenten Kommunikation.

Tristan Horx ordnet diese Ambivalenz historisch ein: „Die Digitalisierung hat auf die Zivilisation denselben Impact gehabt wie der Buchdruck. Nur sollten wir nicht vergessen: Der Buchdruck brachte als erstes keine Aufklärung, sondern religiöse Kriege. Jetzt geht es darum, Kulturtechniken zu finden, um mit dieser neuen Technik umzugehen.“ Am Ende steht damit genau die Frage, die die Doku offen auf den Tisch legt: Wurde aus dem Werkzeug der Befreiung ein Kontrollinstrument, gerade jetzt, wo die Reihe pünktlich zum 50. Jubiläum der Apple-Gründung am 1. April 1976 in der ARD Mediathek landet. [red]

Autor:

Jens Vollmer aus Wochenblatt Kaiserslautern

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

47 folgen diesem Profil
Kommentare sind deaktiviert.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.