Ehrenamtliches Engagement lässt Senioren aufleben
Talk und Torten bringen Freude ins Heimleben

Auch Bürgermeister Markus Zwick (dritter von rechts) fühlte sich im „Outdoor Quatsch Café“ des AWO-Seniorenhauses „Johanna Stein“ wohl. Rechts im Bild stehend Einrichtungsleiterin Babro Walle.  Foto: Kling
  • Auch Bürgermeister Markus Zwick (dritter von rechts) fühlte sich im „Outdoor Quatsch Café“ des AWO-Seniorenhauses „Johanna Stein“ wohl. Rechts im Bild stehend Einrichtungsleiterin Babro Walle. Foto: Kling
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von andrea kling

Pirmasens. Die „Schwarzwälder Kirschtorte“ hat allen gemundet. Nur eine der älteren Damen bemängelt, dass zu wenig Alkohol verwendet wurde: „Da müsste man doch einen kleinen Schwips bekommen, aber nix war“. Leider konnte sie ihre Kritik nicht an den Mann bringen, denn der einstige Konditormeister Peter Hartl, der jede Woche ins AWO-Seniorenheim „Johanna Stein“ kommt und Obstkuchen oder Torten für das „Quatsch Café“ zaubert, war an diesem Nachmittag abwesend.

Da ist es wieder, dieses berühmte Wort „Ehrenamtlichkeit“. Es sind Frauen und Männer wie Peter Hartl, die sich seit Jahren freiwillig und unentgeltlich um die betagten Bewohner der Einrichtung kümmern. Ein „harter Kern“ von rund 20 Personen organisiert in Abstimmung mit Einrichtungsleiterin Babro Walle Freizeitangebote wie die Bastelgruppe montags, in der Günther Hohlweg, ein ehemaliger Schreiner, und Schiffsmodellbauer Achim Wölfel fachliches Wissen beisteuern. Dritte im Bunde ist Christiane Klein, die ganz begeistert ist: „Wir haben sehr viel Spaß bei unseren Treffen.“ Das beflügelt die ehrenamtlichen Helfer, die Freude ins Heimleben der alten Menschen bringen möchten.
Mittwochs sowie einmal im Monat auch samstags wird gesungen und musiziert. Donnerstags dann öffnet das „Quatsch Café“, zu dem auch Besucher von außerhalb eingeladen sind - bei schönem Wetter auf der Terrasse vor dem Haus. Damit möchte man dazu beitragen, eine Begegnungsstätte zu schaffen, wo Heimbewohner und Pirmasenser ins Gespräch kommen können, „das war uns sehr wichtig“, erklärt Christiane Klein. Die Idee von Peter Hartl kommt sowohl bei den Senioren, als auch den Kaffeegästen von außen gut an. Über die steigende Resonanz freut sich Babro Walle riesig und die fleißigen „Heinzelmännchen“ sind stolz auf ihren Konditormeister, dessen Kreationen 44 Jahre lang im Café Schwarz in der Zweibrücker Straße die Gäste anlockten. Die Räumlichkeiten im Seniorenhaus werden angesichts der vielen Besucher bald zu eng: „Wir platzen fast aus allen Nähten“, stöhnen Christiane Klein und ihre Mitstreiterinnen, die als „Bedienungen“ für einen reibungslosen Ablauf sorgen.
Viele Bewohner fiebern heute schon der Adventszeit entgegen, denn dann dürfen sie gemeinsam mit Peter Hartl Weihnachtsplätzchen backen. Zu Gast sind dann auch die Kita-Kinder, die öfter mal zu den Bastelstunden der älteren Herrschaften kommen.
Es sind die verschiedenen Aktivitäten des „harten Kerns“ der Freiwilligen, die Freude ins Dasein der Heimbewohner bringen. Das würdigte auch Bürgermeister Markus Zwick, der sich letzte Woche beim „Quatsch Café“ die Sorgen und Nöte der Senioren sowie der ehrenamtlich Tätigen anhörte. ak

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