SV Waldhof verlangt Eintracht Frankfurt alles ab - Rebic der Matchwinner
Ein Pokalfight der Extraklasse

Er brachte das ausverkaufte Carl-Benz-Stadion in den ersten zehn Minuten zum Erbeben: Der zweifache Torschütze Valmir Sulejmani.
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  • Er brachte das ausverkaufte Carl-Benz-Stadion in den ersten zehn Minuten zum Erbeben: Der zweifache Torschütze Valmir Sulejmani.
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von Peter Engelhardt

Fußball. Der SV Waldhof hat sich am vergangenen Sonntag eindrücklich auf der Landkarte des deutschen Profifußballs zurückgemeldet. Über 24.000 Zuschauer sahen in der ersten Runde des DFB-Pokals einen packenden und torreichen Pokalfight zwischen dem Neuling in Liga 3 und dem Bundesligisten Eintracht Frankfurt. Zur großen Sensation hat es am Ende nicht ganz gereicht, die Hessen gingen nach neunzig Minuten mit einem 5:3 (2:2)-Sieg vom Platz, aber die Blau-Schwarzen lieferten dem Erstligisten 75 Minuten ein Duell auf Augenhöhe.

Adi Hütter, der österreichische Trainer der Frankfurter Eintracht, war beileibe nicht der einzige , der sich nach elf Minuten im Carl-Benz-Stadion verwundert die Augen rieb. Von der prächtigen Gesamtkulisse zusätzlich befeuert, legte der SV Waldhof einen Traumstart hin. Valmir Sulejmani behielt zweimal vor Eintracht-Torhüter und Rückkehrer Kevin Trapp die Nerven und brachte seine Farben mit 2:0 in Führung. Auf den Rängen der Waldhof-Anhänger spielten sich unbeschreibliche Freudenszenen ab. Es war eine Stimmung wie zu besten Bundesligazeiten.
Doch wie formulierte Adi Hütter seinen Gemütszustand in diesem Moment in der Pressekonferenz nach Spielende: „ Ich war wütend, war verärgert. Positiv war wiederum die Tatsache, dass noch achtzig Minuten zu spielen waren.“ Nach der ersten „Überrumpelung“ begann sich die Eintracht allmählich zu sortieren und so gelangen dem Japaner Daichi Kamada nach zwanzig Minuten und Filip Kostic quasi mit dem Halbzeitpfiff die Anschlusstreffer. „Diese Tore, besonders der Ausgleich sind zu einfach gefallen und haben wehgetan,“ so der Kommentar von Waldhof-Trainer Bernhard Trares. Auch in Hälfte zwei hielt der SVW bravourös dagegen, doch mit zunehmender Spieldauer machte sich der Klassenunterschied vornehmlich konditionell immer stärker bemerkbar. Das zwischenzeitlich 3:2 durch Jan Hendrik Marx in der 76 Minute ließ die Waldhof-Fans noch einmal kurzfristig träumen. Doch dann kam die Viertelstunde des Ante Rebic. Mit einem lupenreinen Hattrick machte der Kroate einmal mehr deutlich, welch sportlicher schmerzhafter Verlust er wäre, sollte er Eintracht Frankfurt verlassen. Lob und Anerkennung für einen aufopferungsvoll kämpfenden SV Waldhof gab es nicht nur vom Gegner. Auch Bernhard Trares machte seiner Mannschaft ein großes Kompliment: „Wir hatten einen tollen Start, die Mannschaft hat alles gegeben. Wir haben den Fans ein großartiges Pokalspiel geboten. Wir haben leider zu viele Bälle verloren und am Ende haben uns die Körner gefehlt, konditionell waren wir am Limit.“ Und was nimmt der Coach mit aus diesem denkwürdigen Nachmittag? „Jedes Spiel auf diesem Niveau bringt dich als Fußballer weiter." 
Mit den beiden beeindruckenden Vorstellungen – dem 4:0 in der Liga gegen 1860 München sowie dem Kräftemessen im DFB-Pokal kann sich der SV Waldhof mit Zuversicht und Selbstbewusstsein wieder auf den Liga-Alltag fokussieren. Am kommenden Sonntag beim Schlusslicht Carl-Zeiss Jena kann man den gegenwärtig neunten Tabellenplatz durchaus noch optimieren. pete

Autor:

Peter Engelhardt aus Mannheim

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