Ministerpräsidentin Dreyer empfängt Sternsinger aus Kaiserslautern-Erfenbach
Segen bringen, Segen sein

Die Sternsinger zusammen mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer  Foto: PS
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Erfenbach. Eine Gruppe von Sternsingern aus den Bistümern Speyer, Mainz und Limburg war am 10. Januar zu Besuch in der Staatskanzlei in Mainz, um der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) den Segen zu überbringen. Für das Bistum Speyer waren Sternsinger aus Kaiserslautern-Erfenbach vertreten.
Die Sternsinger hatten in den ersten Januartagen in ganz Deutschland Gottes Segen in die Häuser gebracht und Geld für Kinder in Peru gesammelt, die unter einer Behinderung leiden.
Luis (8 Jahre) wurde während der Sternsingeraktion klar, dass manche Menschen nicht so viel Geld ausgeben sollten, weil sonst gerade arme Kinder oft arm bleiben und ihnen nicht geholfen wird. Für Leonie (8 Jahre) gab es auch ein lustiges Erlebnis: „Ich war erstaunt, dass ein Haus gar keine Klingel hatte, sondern einen Ring, an dem man klopfen musste. Dann bellte ein kleiner Hund und der Mann in dem Haus öffnete die Tür. Das war einfach schön, weil beide, der Hund und der Mann, so nett waren“. Jana (14 Jahre) wurde während der Aktion bewusst, wie viele schlimme Geschichten es auf der Welt gibt. Als Sternsingerin unterwegs zu sein, findet sie deshalb sehr wichtig.
Als die Ministerpräsidentin ganz unvorbereitet gefragt wurde, was sie selbst nicht so gut könne, antwortete sie: „Da gibt es vieles. Wie ihr seht, kann ich nicht so gut laufen und habe damit selbst eine körperliche Behinderung, so wie das Kind aus Peru, das im Rollstuhl sitzt. Ich habe sogar selber einen Rollstuhl, wenn ich weitere Strecken zurückzulegen habe. Ich hatte diese chronische Erkrankung als Kind noch nicht. Aber ich glaube, ich kann ganz gut nachvollziehen, was es schon für Kinder bedeutet, wenn sie ein Handicap haben“.

Sternsinger an der Seite von Kindern mit Behinderung

„Segen bringen, Segen sein. Wir gehören zusammen – in Peru und weltweit!“ heißt das Leitwort der 61. Aktion Dreikönigssingen, bei der in allen 27 deutschen Bistümern wieder 300.000 Sternsinger von Tür zu Tür gezogen sind.
Die Sternsinger stellen sich in diesem Jahr an die Seite von Kindern mit Behinderung. „Das ist besonders wichtig, denn es ist trauriger Alltag in vielen Ländern der Welt, dass Kinder mit Behinderung oftmals von ihren eigenen Familien versteckt werden und keinerlei medizinische, soziale oder psychologisch angemessene Begleitung erfahren“, so Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“. „Es ist entscheidend, dass bestehende Ängste und Vorurteile vor dem Unbekannten in Gesellschaften abgebaut werden und dass wir die Potenziale der Kinder entfalten und fördern. Und dazu tragen auch die Sternsinger mit ihrer aktuellen Aktion bei.“

Sternsinger haben starke Partner

Hinter den 300.000 engagierten Mädchen und Jungen, die bundesweit von Tür zu Tür gehen, stehen zwei starke Partner: Das Hilfswerk der Sternsinger und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Gemeinsam blicken beide Akteure auf eine erfolgreiche Geschichte zurück, denn seit ihrem Start im Jahr 1959 hat sich die Aktion zur weltweit größten Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder entwickelt. Insgesamt haben die Sternsinger bisher über eine Milliarde Euro gesammelt. Weltweit konnten dadurch mehr als 73.000 Projekte und Hilfsprogramme für Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa gefördert werden. ps

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