Mit dem Nachtwächter wieder auf Patrouille:
Auf den Spuren von Hexen, Kobolden und dem Wiesentaler Glöckner

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Waghäusel-Wiesental. Aufgrund der nach wie vor starken Nachfragen kommt es in der zweiten Jahreshälfte 2019 zu weiteren sechs Nachtwächterrundgängen. Bei den sechs Patrouillen im Spätjahr 2018 und den fünf Abendterminen im ersten Halbjahr 2019 sind insgesamt 2.063,40 Euro an „Zuwendungen“ zusammengekommen, die in die Kirchenrenovation geflossen sind.
Als es den Ordnungshüter noch gab, bis etwa 1904, gehörte dieser zu den am schlechtesten bezahlten Gemeindebediensteten. Wie zu alten Zeiten dreht der arme Nachtwächter im Dorf Wiesenthal – so die damalige Schreibweise - seine Runden. Der gute Mann ist mit Hellebarde, Horn und Hut ausgerüstet, in der Hand trägt er eine Laterne. Zu hören ist außer der Zeitansage das bekannte Nachtwächterlied: „Hört ihr Leut‘ und lasst euch sagen.“
Bei seiner zweistündigen Patrouille sucht der schwarzgekleidete Schutzmann, Wächter und Hüter gut 30 historische Stätten auf und weiß so manches „Schmankerl“ zu berichten, etwa von Hexen, Kobolden, vom Wiesentaler Glöckner (Quasimodo) oder der Wiesentaler Marienerscheinung.
Ihn dabei zu begleiten und die Vergangenheit wach werden zu lassen, das ist jetzt wieder möglich. Rund 400 Personen begleiteten den Nachtwächter auf seinen bislang elf Rundgängen. Inzwischen liegen Anmeldungen für etliche Termine vor, auch von Jahrgängen und ehemaligen Schulklassen, Vereinen und Freundeskreisen.
Angeboten werden vier offizielle Termine: Donnerstag, 10. Oktober, Freitag, 18. Oktober, Freitag, 25. Oktober, und Donnerstag, 7. November. Am Samstag, 10. August, ist der Nachtwächter mit einer Jahrgangstruppe auf einer verkürzten Strecke unterwegs. Hier sind noch ein paar Plätze frei. Ein separater Termin für die Ministranten steht auch im Terminkalender des historischen Kontrolleurs.
Treffpunkt ist jeweils um 19 Uhr vor der Pfarrkirche. Eine Nachtwächtergebühr wird nicht erhoben, aber um eine Spende für die Kirchenrenovierung gebeten. Anmeldungen über das Pfarrbüro bei Ute Scheurer, Telefon (07254) 1424.

Autor:

Werner Schmidhuber aus Waghäusel

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