Ramberger Wandersleut wandern hinauf zur Madenburg
Radtour von Bornheim nach Rülzheim

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Aller guten Dinge sind Drei !
Mit dem Rad von Bornheim nach Rülzheim
Eine Panne hätte ja eigentlich gereicht, aber nein : es mußten gleich dreie sein, da guter Dinge bekanntlich immer drei sind. Oder ? Erst hat es ihn in Offenbach getroffen, den Frank : Luft raus, pumpen, dann ein paar hundert Meter weiter : Schlauch perforiert, Löcher, ein Draht war schuld, und das natürlich im Hinterreifen. Vorderrad wäre nicht anspruchsvoll genug gewesen. Ersatzschlauch eingezogen. Kaum aus Offenbach draußen dann das dritte Mal : finales Ende des Hinterreifens. Man könnte ärgerlich sein, aber warum auch ? Es ist ein herrlich sonniger Tag -später allerdings sollte es ziemlich warm werden- , wir sind alle zusammen und schließlich haben wir einen freien Tag ohne jeden Zeitdruck. So hat der „Unglücks“-fahrer Frank kurz tele-foniert, um sich mit dem Auto abholen zu lassen und um später in Rülzheim wieder zu uns zu stossen. Und dort gab es später dann auch einige Reimversuche…… „Vorstandsprimus Engels Frank, hat ein Rad, das ist ziemlich krank…“ Die Schorle hat uns beflügelt !
Aber bis dorthin waren es zunächst einmal rund 18 bis 20 Kilometer ab unserem Start bei Hornbach in Bornheim. Um 11 Uhr wars losgegangen, und eigentlich war eine etwas kürzere Route vorgesehen, aber nach dem vorübergehenden Ausfall unserer Wanderführung, die Funktion von Bettina und Frank, gab´s an manchen Wegkreuzungen etwas Gesprächsbedarf… „links ist kürzer“, … „aber rechts ist schöner“…. „ich glaube, es geht geradeaus“… Aber wir haben es trotzdem geschafft.
So ging´s also aus dem Industriegebiet Essingen raus, Richtung Offenbach, quer durch den Ort hindurch mit all seinen Straßenbauarbeiten, und mit den für die Fahrradreifen so gefährlichen, wenn nicht gar tödlichen Gefahren (siehe oben), dann wieder hinaus auf freies Feld. Sollte eigentlich auf dem Tabaksweg weitergehen, aber irgendwie haben wir den verloren. Aber egal, von der Welt ist noch keiner heruntergefallen. Tabakanbau ist hier ohnehin kaum mehr zu sehen, viele Brachfelder, auch Mais, dem man den Durst ansieht, hier hat es wohl auch schon seit Wochen nicht mehr richtig geregnet. Und die Flügel der Windkrafttürme, die hier zuhauf stehen wie Wachsoldaten, drehen sich nur träge im Wind. Komisch, für uns Radfahrer kommt der immer von vorn, der Wind… aber wir fahren auf glatten Betonwegen. Deutsche Einheits-Norm-Wirtschaftswege, jede Platte wahrscheinlich 2,45 Meter breit und 5 Meter lang. Dehnfuge, dann die nächste Platte, dazwischen je ein paar vorwitzige Gras-halme.
Dann treffen wir auf die Nord-Ost-Ecke von Herxheim und wenden uns nach links Richtung Herxheimweyher. Langsam macht sich die Sonne doch bemerkbar. Unter der Mütze wird es feucht. Und unsere tapfer mitradelnde Leni hatte es sicher nicht ganz leicht. Aber Moritz vollführt seine Wheelies…. Ein Stück geht es der Landesstraße 493 entlang und dann hinein nach Herxheim-weyher. Das Dorf ist wie ausgestorben. Autos fahren zwar auf der Durchgangsstraße, aber so gut wie kein Mensch ist sonst zu sehen. Mittagszeit in der Pfalz. Man fühlt sich ein bissel nach Südfrankreich versetzt.
Weiter auf der Landesstraße 493 bis es dann rechts um geht, über den Klingbach- Panzergraben, vorbei an der Mhou-Straußen-farm bis hin zum Festplatz. Dort saßen schon 12 unserer Mitglieder, Ältere, auch manch Jüngerer, die nicht radfahren, oder Elternteile mit den Kleinkindern Leo, Johanna und Elias, sodass mit uns 20 Radlern immerhin 32 Ramberger die Bierbänke be-völkerten. Und begrüßt als Ramberger PWV-Delegation wurden wir ganz offiziell vom Rülzheimer PWV-Vorstand, und ein Fläschchen Wein und ein Schoppenglas haben wir als Gastgeschenke auch mitnehmen dürfen. Ja, und das Essen war gut und reichlich, die Radler-Maß hat geschmeckt, auch manche Schorle ist den Weg alles Irdischen gegangen. Und ein Gratis-Schnäps-chen gab´s obendrein. Schnell noch ein kurzer Gang durch die Straußenfarm. Ist schon interessant, für manchen waren es die Strauße, für andere die hier angepflanzten exotischen Bäume. Mit viel Aufwand wurde hier ein kleines Arboretum zusammen-getragen, solche Pflanzen und Bäume hauptsächlich, die man in Mitteleuropa in der freien Natur nicht zu sehen bekommt. Die Paulownia zum Beispiel, die in letzter Zeit in Deutschland in Plantagen angebaut wird, ein Baum mit extrem leichtem, aber sehr biegesteifen und recht harten Holz, der hier aber als Neophyt betrachtet und in der Forstwirtschaft sehr umstritten ist. Und dann ging´s zurück, jetzt wieder unter Führung des Wander- sorry – Radlerscouts Frank.
Jetzt haben wir uns näher an den Tabakweg angelehnt, sodaß der Heimweg schätzungsweise 3-4 Kilometer kürzer gewesen sein dürfte. Die Gesamtbilanz, wobei unterschiedliche Meßergebnisse vorliegen, lag etwa bei 36 Kilometer. Trotz des kürzeren Rückweges…. es hat sich gezogen. Zwischenzeitlich wurde die Temperatur als deutlich höher empfunden als am Vormittag. Und die Fahrt war umständehalber teilweise und für manche doch recht anspruchsvoll, zumal die verschiedensten Radtypen ge-nutzt wurden, Rennrad, BMX-Rad, Mountainbike, City-Cruiser, Sportrad, zahlreiche E-bikes, bis hin zum Großmutter-Holland-rad. Insbesondere der Paul hatte so ein Goldstück unter dem Hintern, wunderschön nostalgisch, ein Rad, wie es von Königin Juliane und Königin Beatrix gefahren wurde (zumindest für die Fotographen), stabil und unverwüstlich, aber mit Accessoires rund 29 Kilo schwer. Ein wunderbares Gefährt, um auf dem topfebenen Deich entlang zu fahren, aber völlig ungeeignet für jede Steigung. Trotz 7-Gang-Schaltung. Brennen, Stechen, Schmerzen in den Beinen, Herzschlag in den Ohrenspitzen, Puls von 220 und nächtliche Wadenkrämpfe sind die Folge. Aber hurra, wir Ramberger PWV-Wäldler sind hart ! Und der Moritz vollführt seine Wheelies ! Hoch anzurechnen ist es den Kameraden, daß mit dem Letzten in der Kolonne, und das war eben meistens der Paul, immer ein zweiter Radfahrer mitgefahren ist. Kameradschaft, Fürsorge, Verantwortung, Empathie,… egal wie man es nennt. Schön ist es.
Und das hat funktioniert bis zur schlußendlichen Ankunft auf dem Bornheimer Hornbachgelände. Manche Beine haben ein wenig gezittert, und die letzten Reste, falls es solche noch gegeben hat, aus der Getränkeflasche wurden hinuntergespült. Schön war´s ….

Autor:

Paul vom Eulenhorst aus Trifelskurier

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