Mir henn die Weltachs´ ingeschmeert !
Muttertagswanderung am 12. Mai 2019

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Ja, so war´s bei uns am Muttertag (12. Mai 2019 )

Mir henn die Weltachs´ ingeschmeert !

In der Zeitung hat es gestanden : die Weltachs würd` gottserbärmlich knirschen und quietschen, wen wundert´s, wenn man sieht, was alles so schief läuft auf der Welt, und deshalb sind wir am hellen Mutter-tag dorthin gewandert, um mit den PWV-Kameraden aus Waldleinigen zusammen das alte Ding mal wieder so richtig zu ölen und einzufetten. Und wie immer haben wir uns dazu am Ramberger Dorfplatz getroffen, um dann gemeinsam mit dem Auto über Wilgartswiesen, Hermersbergerhof, Johanniskreuz und vorbei an Mölschbach nach Waldleiningen zu fahren. Ein bissel umständlich war das, aber ein Teil der Bundesstraße 48 war gesperrt, und so mußten wir eben den Weg quer über Land nehmen. In Waldleiningen am Gemeindehaus angekommen, wurden die Fahrzeuge abgestellt, flugs die Wanderschuhe angezogen, die Rucksäcke übergestreift und dann gings los, 26 Ramberger Wandersleut und 5 Wanderkameraden aus Waldleiningen, die uns auf dieser Tour führen sollten, das Leinbachtal hinauf. Ein sanft plätscherndes Wasser zur Linken hat uns begleitet. ´Am Haselrain` nennt man es hier, und auf der rechten Seite des Weges, auch drüben auf der anderen Seite über dem Bächlein, am Schloßberg, zieht sich der Wald steil nach oben. Die Sonne scheint, der Weg ist gut zu gehen. Und bald geht es auch rechtsum, hinein in das Mittelborntal. Dann auch etwas bergan, aber nicht so, daß man außer Atem käme. Es ist ein lockeres, leichtes Gehen im frühsommerlichen Wald. Zu Anfang noch ziemlich viel Nadelwald, dann immer mehr Laubbäume. Die Luft ist weich und samtig und die Sonne malt allenthalben Kringel und Sonnenkleckse auf den Boden. Kommt man allerdings in den Schatten, wird es sofort merklich kühler. Es ist noch früh im Jahr, die Eisheiligen stehen uns noch bevor. Wild scheint es hier in der Gegend auch reichlich zu geben. Das Unterholz ist teilweise recht dicht; ideale Unterstände für Rehe und Schwarzwild. Unsere Hunde sind gelegentlich sehr gespannt, sie wittern Wild. Dann geht´s hinüber über die Bundesstraße 48, und unter dem Harterkopf an der südlichen Bergflanke entlang. ´Am Stall`, so geheißen, weil hier früher die Wechselpferde für die Fuhrleute untergestellt waren, queren wir die Landstraße 504, und wieder geht’s hinein in den Wald. War die Steigung bislang recht moderat, so ist doch jetzt manches Gespräch, überhaupt, als wir kurz vor der Weltachse waren, verstummt. ´Kleiner Roßrück` heißt der langgezogene Bergrücken mit immerhin 459 Metern Höhe, aus dem der Pol der Weltachse, markiert durch gewaltige Steine, herausragt. Hier sind dann unsre Waldleininger Wanderkameraden zur Tat geschritten und haben getan was sein mußte : „Do wird die Weltachs´ ingeschmeert, un ufgebaßt, dass nix passeert !“ Hoch oben auf den Steinen zitiert ein Waldleininger Wanderfreund das bekannte Gedicht von Paul Münch. Überhaupt : Ein jeder Pfälzer und zwischenzeitlich auch Badner und andere Zugereiste, kennt den Pfälzer Heimatdichter Paul Münch, der mit seiner „Pälzisch Weltgeschicht`“ dieses Ritual, das seit 1964 gepflegt wird, ange-stoßen hat. Ja, und auch Brotzeit war hier oben an der Weltachs`, und Schorlezeit. Das Büffett war wie immer reichlich, das eine oder andere Fläschchen wurde auch geleert, aber schattig war´s hier oben und verflixt windig. Dafür war die Fernsicht grandios : weit hinaus bis nach Kaiserslautern konnte man sehen. Aber trotzdem, für einen längeren Aufenthalt war´s dann doch etwas ungemütlich, die Reste des Büffetts wurden eingepackt, die Rucksäcke aufgesetzt und dann ging´s wieder hinunter. Zunächst den gleichen Weg, den wir gekommen waren, dann aber rechts gehalten und in großem Bogen hinunter über die Bundesstraße 48 ins Mölschbacher Tal. Und dort hat uns ein breiter Forstweg entlang dem Weidensohlerberg zur Linken in die Talsohle des Schlüterbachs geführt. Rollsplit, die Freude jedes Wanderers, aber für den forstlichen Verkehr natürlich notwendig. Am Wertholz–Lagerplatz, hier liegen Stämme, kerzengerade und 80 bis 90 Zentimeter dick, was kann man damit alles bauen ! Häuser, Möbel, vielleicht auch die eine oder andere Wiege ? Und dann weiter, ein Stück der Landstraße entlang, bevor wir wieder linksab geschwenkt sind auf das letzte Stück des Weges zurück nach Waldleiningen. Manch ein Magen hat geknurrt, und das Mittagessen im Gasthaus hat gewartet. Eine Suppe als Entree wärmt den Magen, dann der Hauptgang je nach Gusto, dazu gute Laune und mancher Scherz, …. Ein schöner Abschluß für einen schönen Wandertag !

Paul Günther Uhrig Pressewart der PWV – Ortsgruppe Ramberg

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