Geschichte

Beiträge zum Thema Geschichte

Lokales
Das jüdische Kaufhaus Schweitzer & Wertheimer an der Ecke Rathausplatz und Bahnhofstraße
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Juden in Frankenthal
Angesehene Bürger

Frankenthal. Seit dem 16. Jahrhundert ist jüdisches Leben in Frankenthal nachgewiesen. Ende des 19. Jahrhunderts sind sie voll integrierte und engagierte Bürger. Seit 1933 wurden sie verfolgt, ausgegrenzt, schließlich deportiert und ermordet. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren 16.899 Einwohnern in Frankenthal 371 Juden. Sie waren weitestgehend integriert und lebten ihren Glauben liberal. Sie waren als Rechtsanwälte, Ärzte, Richter, Lehrer, Bankiers, Geschäftsinhaber angesehene Bürger, die...

Lokales
Höckerlinie bei Steinfeld.
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Westwallmuseum Bad Bergzabern: Otterbach-Abschnitt des Westwalls
Im Westen was Neues

Bad Bergzabern. Auch wenn der Krieg erst 1945 in die Südpfalz kam, war die Bevölkerung schon vorher vielfältig betroffen. Beim Bau der Bunker- und Sperranlagen für den sogenannten Westwall ab 1938 gab es Leidtragende und Profiteure. Zwischen den Bäumen ragen dicke moosbewachsene Betonplatten in den Himmel. Noch heute zeugen zahlreiche gesprengte Bunkeranlagen, Panzergräben und Felder mit Panzersperren zwischen Oberotterbach und Steinfeld vom sogenannten Westwall – Erinnerungen an den Zweiten...

Lokales
Teilweise war die Konzentration an Schädeln und Knochen bei den Funden sehr stark.
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Erschreckende Funde bei Herxheim
Pfälzer Kanibalen

Herxheim. Die Faktenlage ist dünn. Allein die Tatsache, dass hier rund 1.000 Menschen ihr Leben ließen, ist klar. Heute steht hier ein Gewerbegebiet, nichts erinnert an den Massenmord vor rund 7.000 Jahren. Bei Ausgrabungen bei Herxheim von 1996 bis 1999 und noch einmal zwischen 2005 und 2008 wurden Menschenknochen in einem Graben um eine steinzeitliche Siedlung gefunden. Von den „Kannibalen von Herxheim“ war die Rede. Vieles weist auf Kannibalismus hin und der Chef-Anthropologe bei den...

Lokales
"De slagt aan de Boyne" lautet der Titel des Bildes von Jan van Huchtenburg - die Schlacht mit dem Sesel wird, wenn es sie gegeben hat, etwas wilder gewesen sein.

Hainfelder Seselsmörder und Schlacht mit dem Sesel - Winzermesser als Waffe
Pfälzer Mordwerkzeug

Hainfeld. Es kam zum Streit, ein Wort gab das andere und schließlich endete der Streit blutig: Hainfelder Winzer schnitten vier französischen Offizieren mit dem Sesel die Hälse durch. Das berichtet das historische Geschichtsbuch „Theatrum Europaeum“, das im Jahr 1682 erschien. Diese Geschichte ist der Grund weshalb die Hainfelder bis heute mitunter als „Seselsmörder“ bezeichnet werden. Der 30-jährige Krieg lag noch nicht lange zurück. Doch der Französische Sonnenkönig Ludwig XIV. war...

Lokales
Die Polizeiaufnahme vom Toten Franz Josef Heinz erschien in Karl Leiling Buch „Speyer in den Jahren 1919-1939. Ein Tagebuch. 2. Band: Aus der Besatzungszeit in Speyer von Ende 1918 bis Mitte 1930“.

Attentat beendet Holzweg der Pfalz
„Autonome Pfalz“

Pfalz. Nach dem Ersten Weltkrieg kam es zu verschiedenen Versuchen der Abspaltung der Pfalz. Am 12. November 1924 wurde die „Autonome Pfalz“ tatsächlich ausgerufen, aber schon zwei Monate später mit einem Attentat beendet. Drei Männer stürmen in den Speisesaal des Speyerer Hotels „Wittelsbacher Hof“. „Hände hoch, es gilt nur den Separatisten!“, rufen die Männer, Schüsse fallen, das Feuer wird erwidert. Getötet wurden am 9. Januar 1924 Franz Josef Heinz, der am 12. November 1923 in Speyer die...

Lokales
Bernhard Kimmel wird zum Gerichtsprozess in Frankenthal gebracht.

Krimi aus dem Pfälzerwald
Al Capone von der Pfalz

 Pfalz. Der Anführer der Kimmel-Bande Bernhard Kimmel narrte die Polizei, inszenierte sich als edler Verbrecher a la „Schinderhannes“ und war ein Medienstar. Letztlich gingen 187 Delikte auf das Konto der Bande, bei Einbrüchen wurde 150.000 D-Mark erbeutet, ein Bandenmitglied ermordete einen Hüttenwart des Pfälzerwald Vereins und er selbst musste sich für den Tod eines Polizisten verantworten. „Nehmt mir doch grad mal die Handschellen ab, damit ich der Tilly meinen Mantel umlegen kann“,...

Lokales
Der Schwarzer Reiter büßt mit dem Leben.

Strafe für Verrat
Tod im Galgenwald bei Neuhemsbach

Neuhemsbach. Ein Wormser Ratsherr versteckt während des Pfälzischen Erbfolgekriegs eingeschmolzenes Metall von Wormser Kirchenglocken vor den Franzosen. Doch das Versteck bleibt nicht geheim. Ein Verrat, der nicht ungesühnt bleibt. Ein Jahr später fand man den Schwarzen Reiter mit gebrochenem Genick direkt neben dem Galgen, sein Pferd erschossen. Der Galgen, der dem Galgenwald bei Neuhemsbach den Namen gibt, wies auf die Gerichtsbarkeit der Herrschaft Neuhemsbach hin. Der Tatort verweist...

Ausgehen & Genießen
Berühmter Hauptmann im Bauernkrieg: Götz von Berlichingen.

Nußdorfer Bauernkriegshaus
Krieg der Bauern

Nußdorf. Im Nußdorfer Bauernkriegshaus erfährt man viel zum Bauernkrieg, der in Nußdorf eine Keimzelle hatte. Darüberhinaus wird die lokale Geschichte von der Steinzeit bis heute dargestellt. Bei der Kerwe Anno 1525 ging es losIn Nußdorf wurde Kerwe gefeiert. Es war der 23. April 1525 und alles war wie immer, nur dass es dieses Mal dieses Flugblatt gab: In zwölf Artikeln wehrten sich die Memminger Bauern gegen die Willkür ihrer Herren, forderten die Rückgabe der Allmenden, Land das...

Lokales
Die Mönche von Weißenburg waren einst angesehen und reich.

Salischer Kirchenraub
Alles nur geraubt

Pfalz. Die Bürger von Grünstadt, Kallstadt, Oggersheim, wachenheim und etlicher anderer Orte in der Pfalz wohnen auf Diebesgut. Das jedenfalls behaupten die Mönche vom Kloster Weißenburg. Salierherzog Otto I. nimmt 68 Orte Plötzlich taucht er mit Rittern auf. Im Jahr 985 reitet der Salierherzog Otto I. mit Schwert und Gefolge zum Kloster Weißenburg im heutigen Elsass und zwingt die Mönche mit dem Schwert, einen großen Teil ihres Landbesitzes an ihn abzutreten. Insgesamt 68 Orte in der ganzen...

Lokales
Gevatter Tod geht auch in Ludwigshafen um.

„Sagen und Geschichten aus Ludwigshafen am Rhein“
Sagenhaft

 Ludwigshafen. Paolo Parisi und Karl-Heinz Halbedl haben Legenden und historische Anekdoten aus Ludwigshafen zusammengetragen und in einem Band veröffentlicht. Die Geschichten handeln von den Nöten und Ängsten der Bauern sowie von ihrem Aberglauben.  Legende von Hans Warsch Es war im Dreißigjährigen Krieg als die Spanier über die Pfalz herfielen und auch Oggersheim war bedroht. Alle Oggersheimer Bürger flohen über den Rhein nach Mannheim, nur einer harrte aus: Hans Warsch blieb, weil seine...

Lokales
Das Bild zeigt natürlich nur eine attraktive adelige Dame - wie die Gräfin Eva aussah, bleibt der Nachwelt unbekannt.

Legende von der Gräfin Eva von Neuleiningen
Retterin der Burg

Neuleiningen. Die Legende erzählt, dass die Gräfin von Neuleiningen durch ihre Klugheit die Burg vor dem wütenden Mopp im Bauernkrieg gerettet hat. Bauern wüteten in der PfalzDie Bauern waren wütend und zogen von Nussdorf her durch die Pfalz in Richtung Norden. Ein Kloster nach dem anderen, eine Burg nach der anderen plünderten sie aus und so manche Burg legten sie anschließend in Schutt und Asche. Als sie dann vor der Burg Neuleinigen standen, öffnete die Gräfin Eva von Leiningen die Tore...

Lokales
Ein Arbeiter hält Empfänger und Sender des Ultraschallgeräts an die Messpunkte der Säulen der Zwerggalerie am Speyerer Dom, um deren Stabilität zu überprüfen.
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Der Speyerer Dom wird permanent saniert
Moderne Technik im alten Gemäuer

Speyer. Bei der Restaurierung des Speyerer Doms kommen traditionelle Materialien und Techniken zum Einsatz, aber auch modernste Technik, etwa bei der Überprüfung der Säulen in der Zwerggalerie Fast 900 Jahre steht der Dom Hier dieser Mörtel aus den 60er Jahren ist vollkommen ungeeignet, zeigt der Speyerer Dombaumeister Mario Colletto den dunklen Mörtel, der aussieht wie Feuerstein. Er ist viel zu fest, fester als der Sandstein aus dem der Speyerer Dom errichtet ist. Seit fast 900 Jahren steht...

Lokales
Das Bild zeigt eine Stadtansicht von Sebastian Münster aus dem Jahr 1550. Die Stadt ist hier noch sehr mittelalterlich geprägt. Frühere Darstellungen gibt es kaum.

Speyer als Metropolis Germaniae
Zentrum der Macht

Speyer. Im Mittelalter war Speyer einer der wichtigsten Zentren Deutschlands. Von hier wurde Weltpolitik betrieben: Der Investiturstreit wurde hier ausgetragen und der Gang von Canossa startete hier. Zentrum der Macht Mit einem Schlag wurde Speyer zum Zentrum der Macht in Europa. Im zehnten Jahrhundert wurde der Ort von Walter von Speyer noch als „Kühstadt“ bezeichnet, was soviel heißt wie Dorf. Dann beschloss Konrad II. nach seiner Thronbesteigung 1024 den Bau des Doms. Gut 100 Jahre später...

Ausgehen & Genießen
Harald Klein beherrscht noch die alte Kunst des Bürstenbindens.
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Im Ramberger Bürstenbindermuseum lebt die Geschichte des alten Handwerks wieder auf
Zentrum der Bürstenherstellung

Ramberg. Schon seit 1905 gab es Auseinandersetzungen zwischen den Arbeitern und den Bürstenfabrikanten von Ramberg. Vor 110 Jahren, April 1907 beginnt der Streik der Ramberger Bürstenbinder – einer der größten und längsten im süddeutschen Raum. Ramberg gehört schon immer zu den ärmsten Gemeinden der Pfalz. Der Boden gab nicht viel her. Das ist wohl der Grund, weshalb sich Ramberg im Laufe des 19. Jahrhunderts zu einem bedeutenden Standort der Bürsten- und Besenherstellung entwickelt hatte....

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