72-Stunden-Aktion des BDKJ in Neustadt in der Axtwurfanlage
Der Wald als Erlebnisraum

Die Pfadfinder zusammen mit Kindern aus der Spiel- und Lernstube.
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  • Die Pfadfinder zusammen mit Kindern aus der Spiel- und Lernstube.
  • Foto: Caritas-Zentrum Neustadt
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Neustadt. „Den Wald als Erlebnisraum erfahren“ - bei der 72-Stunden-Aktion des BDKJ in Neustadt legten sich die Pfadfinder mit Kindern aus der Spiel- und Lernstube ins Zeug, um im Wald Spielmöglichkeiten für Kinder zu schaffen.
„Wir als Caritas-Zentrum in Neustadt wollten unbedingt Projektpartner bei der 72-Stunden-Aktion sein“, erzählt Suanne Kaiser-Zech, zuständig für die Gemeindecaritas in Neustadt. Und so entstand eine interessante Dreier-Beziehung in der so genannten Axtwurfanlage im Wald oberhalb Neustadts. Der Afrikaviertel-Verein kümmert sich das ganze Jahr über um das Gelände, der Pfadfinderstamm „Guy de Larigaudie“ gemeinsam mit Messdienern aus der Pfarrei St. Marien sollte die dort verborgenen Schätze wieder erlebbar machen und zugleich Kinder aus der Spiel- und Lernstube des Caritas-Zentrums Neustadt in das Wochenende integrieren. Zum Abschluss am Sonntag feierten alle gemeinsam ein Fest.
„Es war ein tolles Ereignis“, so Susanne Kaiser-Zech am Sonntagabend. „Die Pfadfinder haben unsere sechs Kinder toll integriert!“ In der Anfangseuphorie hatten die Pfadfinder noch eine lange Liste mit Dingen erstellt, die sie in dem Waldstück verwirklichen wollten – realistischerweise blieben drei Projekte übrig. So entstanden ein großes Insektenhotel, Hüpfpalisaden und Balancierstangen. Holz dafür gab es im Wald genügend, aber es brauchte viel Kraft und Ausdauer, daraus auch das Gewünschte herzustellen.
Einige Erwachsene, auch vom Afrikaviertel-Verein, standen bereit für logistische und Transportaufgaben. Einige Sponsoren wurden im Lauf der Tage gefunden. Sechs Kinder aus der Spiel- und Lernstube waren ab Samstag mit von der Partie. „Sie sollen Natur kennenlernen, und sie sollen auch den Wald als Erlebnisraum erfahren“, so Susanne Kaiser-Zech im Vorfeld. Balanciergeräte seien für die Motorik von Kindern wichtig, erklärte sie, und dass sie sich beim Bauen mit einbringen können, stärke ihr Selbstwertgefühl. Tatsächlich durften die Kinder unter Anleitung Zement anrühren, sie füllten Schubkarren mit Baumaterial und verteilten es auf der Projektfläche. Dazwischen blieb auch Zeit für das gemeinsame Spiel.
„Uns macht die Aktion Spaß“, betonte Stammesvorsitzende Sophie Schuster. Zwischen zehn und 25 Kinder und Jugendliche waren während der 72-Stunden in Aktion. Zum Abschluss organisierten sie ein Fest, bei dem die Spielgeräte ausprobiert werden konnten. Es wurden Burger gegrillt und eine Tombola ausgelost mit Preisen, die der Afrikaviertel-Verein gesponsert hatte. „Unsere Kinder lernten, wie sich Pfadfinder begrüßen, und am Ende wurden sie mit dem Pfadfindergruß verabschiedet“, so Kaiser-Zech. Dieses Zugehörigkeitsgefühl zu einer Gruppe tat ihnen sehr gut.
Eine Aufgabe muss noch fertig gestellt werden: An der Anlage soll noch eine Infotafel aufgestellt werden, die über die Geschichte informiert – und darauf wollen sich die Aktiven der 72-Stunden-Aktion auch selbst mit ihrer Arbeit vom Wochenende verewigen. Der Verein hofft nun darauf, dass die Axtwurfanlage wieder mehr ins Bewusstsein der Neustädter kommt. cd/ps

Autor:

Christiane Diehl aus Neustadt/Weinstraße

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