Endlich die Schildkröte gesehen.
Teil 4 der Rennwoche bei den Ironman Weltmeisterschaften mit Susanne Harz

Rennbesprechung in der Kirche auf Hawaii
  • Rennbesprechung in der Kirche auf Hawaii
  • Foto: Susanne Harz
  • hochgeladen von Alexander Walch

Speyer.Waldsee.Kona. Die Triathletin Susanne Harz berichtet über Ihre Rennwoche auf Hawaii. Am Samstag startet sie bei den Ironman World Championships und wird 3,9 Kilometer schwimmen, mit dem Rad 180 Kilometer fahren und im Anschluss noch einen Marathon laufen. Hier lesen Sie den vierten Teil der Rennwoche:

WAHNSINN, ich muss mich wiederholen, es geht nicht anders: jeden Tag mehr Menschen, mehr Werbebanner, mehr Medienaufgebot, mehr von allem…. die diversen Firmen, die Ihre Produkte präsentieren ….ein unglaublicher Aufmarsch an Merchandising – sehen und gesehen werden… der Tag X rückt näher…

Morgens um 6 Uhr mit dem Rad über den Alii Drive zum DigMeBeach!!! Ich glaube es nicht!

Hey Guys! That is real! I can’t believe it! Und jetzt das allerhärteste: nicht nur, dass zu der Zeit schon wie selbstverständlich reger Betrieb mit allen Fortbewegungsmitteln und in allen Dresscodes war, es war auch noch angenehme kühle Temperaturen um die 26 Grad und über das Meer strich ein kräftiges Windlein! Die Wellen waren heute derart hoch, dass man mitunter nicht von Boje zu Boje schauen konnte.

Das Wasser war heute wieder ob des aufgewühlten Sandes nicht ganz klar. Die Wellen forderten Ihren Tribut und da passte es, dass ich heute nur eine kurze, schnellere Schwimmeinheit geplant hatte. 1100 Meter später waren wir quasi schon wieder fertig.

Und jetzt kommt DER Hammer: ich war kurz davor meine Plattfüße auf den Sandstrand aufzusetzen, aber heute musste man ja ganz genau aufpassen, um nicht auf Steine / Seeigel oder sonst wo hin zu treten oder auf zu schlagen. DA: Eine Schildkröte schwamm unter mir durch in einem knappen Meter Entfernung! Was für ein Timing! Ich schrie aus Schreck und Freude. Endlich. Die Schildkröte! 

Kurz erholt ging es für mich nach einer Dusche und einem Cappuccino zur Registrierung. Der imposante und herzliche Empfang, der reibungslose Ablauf und die unendliche Anzahl von hilfsbereiten, netten, geduldigen Helfern war – wie im Vorjahr auch – einfach unbeschreiblich! Da ich nun schon eine coole Socke bin habe ich diese Eindrücke einfach bewusst im Hier und Jetzt aufgesogen und mich mit mehreren freiwilligen Helfern unterhalten. Das sind alles total liebe, hilfsbereite Menschen, die selbstlos und mit Hingabe hier vor Ort sind.

Später am Mittag war noch die obligatorische, deutsche Wettkampfbesprechung, zu der wir ebenfalls mit dem Shuttlebus befördert wurden. Die Wettkampfbesprechung fand dieses Jahr in der ältesten, christlichen Kirche auf Big Island statt, nämlich in der Mokuaikaua Church am Alii Drive. Praktisch: die Kirche ist nüchtern, fast sparsam dekoriert, kein Schnickschnack, kein Gold, viel Holz. Es war kühl und schattig. Super! Regeln, Abläufe, Verpflegungsstände und sonstiges wurden zunächst in Englisch und dann noch in Deutsch erklärt. Im Anschluss konnten noch Fragen gestellt werden.

Mit dem Shuttlebus ging es wieder zurück ins Hotel, wo ich mir aus schlechtem Gewissen sofort die Joggingschuhe überstülpte. Schliesslich sieht man rund um die Uhr nur schwitzende mehr oder weniger leicht bekleidete Körper in sportlicher Aktion. Ich schaffte fluffige 6km mit ordentlichen Kurzsprints um ein paar Spitzen zu setzen.

Anschließend flüchtete ich ins wohltemperierte Apartment und unter die Dusche.

Aloha

Susi

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