JSV Speyer kämpfen um Deutsche Meisterschaft
JSV-Frauen stürmen auf Tabellenplatz 2

Speyer.  Die Frauen des JSV Speyer können auch in diesem Jahr um die Deutsche Meisterschaft mitkämpfen. Das entscheidende Duell um den Einzug in die Finalrunde endete mit einem klaren 12:2-Sieg des JSV gegen den JC Wiesbaden. Doch auch der Gegner konnte sich am Ende freuen: Durch die zeitgleiche Niederlage des TSV Großhadern in Backnang qualifiziert sich auch der letztjährige Vizemeister aus der hessischen Landeshauptstadt für die Finalrunde. Die Speyerer Teamchefinnen Barbara Bandel und Johanna Müller hatten sich vor dem Kampf viele Gedanken und Sorgen gemacht bezüglich der Aufstellung für diesen entscheidenden Kampf. „Wir sind froh, dass die Pläne aufgegangen sind, aber wir hätten nie im Leben gedacht, dass es so deutlich wird“, berichtet Bandel.

In der Anfangsphase des Kampfes ging es Schlag auf Schlag: Die ersten vier Kämpfe dauerten allesamt weniger als eine Minute. Verena Thumm und Szaundra Diedrich erwiesen sich dabei als gewohnt verlässliche Punktegarantinnen für Speyer. Ein Highlight war dabei der blitzschnelle Sieg (nach zwölf Sekunden) von Mascha Ballhaus gegen die EM-Dritte Maryna Cherniak aus der Ukraine. Eine ärgerliche Niederlage gab es hingegen für JSV-Teamchefin Johanna Müller gegen Pauline Starke.
Der folgende Kampf war dann länger als die vier zuvor zusammen. In einem spannenden und hart umkämpften Duell gelang Speyers Lea Schmid in der Verlängerung die entscheidende Wertung gegen Christina Faber zum 4:1-Zwischentstand, womit schon eine kleine Vorentscheidung gefallen war. Zwar musste Sanne Vermeer anschließend ihren Kampf abgeben, doch Barbara Matic entschied den letzten Kampf vor der Pause für sich, sodass Speyer beim Stande von 5:2 nur drei Kämpfe des zweiten Durchgangs gewinnen musste, um die Finalrunde zu erreichen. Dieses Ziel wurde schnell erreicht, denn der JSV gab keinen Punkt mehr ab. Die eingewechselten Seija Ballhaus (für Verena Thumm) und Nadja Bazynski (für Sanne Vermeer) konnten ebenso punkten wie die im ersten Durchgang noch unterlegene Johanna Müller. Mascha Ballhaus wiederholte ihren Erfolg gegen Cherniak, um den entscheidenden achten Punkt zu holen und Lea Schmid setzte sich erneut gegen die gleiche Kontrahentin durch wie in der ersten Runde. Szaundra Diedrich und Barbara Matic bekamen es mit neuen Gegnerinnen zu tun, ließen sich aber auch von diesen nicht aufhalten und fuhren souverän die Punkte ein.
Am Ende war sogar die eigene Teamchefin verblüfft über das Ausmaß des Sieges: „Ich konzentriere mich immer so intensiv auf den Kampf, der gerade läuft, dass ich nicht unbedingt immer auf den Zwischenstand achte. Als ich nach dem letzten Kampf realisiert habe, dass wir 12:2 gewonnen hatten, war ich schon ziemlich baff“, so Barbara Bandel.
Ein besonderes Lob hatte die Teamchefin für den Mannschaftsgeist und die gegenseitige Unterstützung. Sowohl die Kämpferinnen, die nicht zum Einsatz kamen als auch mehrere, die verletzungsbedingt ausfielen, hatten sich auf der Speyerer Bank versammelt und durchgängig ihre Teamkolleginnen angefeuert. „Sogar die Jüngeren, die etwas schüchtern sind, sind da ganz aus sich rausgegangen. Die Kämpferinnen haben das auch zurückgemeldet, dass das sie ungemein gepusht hat.“
Jetzt richtet sich der Blick für die JSV-Frauen auf die Finalrunde, und es gibt diesbezüglich eine erfreuliche Neuigkeit: Der ursprüngliche Plan, die Finalrunden der Frauen und Männer an einem Wochenende und einem Austragungsort zusammenzulegen, wobei die Frauen am Sonntag dran gewesen wären, sind verworfen worden. Stattdessen findet die Endrunde der Frauen wie gehabt als eigenständige Veranstaltung an einem Samstag statt, und zwar am 3. November in Backnang. Nach dem erfolgreichen Abschluss der regulären Saison ist die Speyerer Mannschaft voller Optimismus und Tatendrang und möchte um die Titel mitkämpfen. Etwas schade nur, dass sie sich aufgrund des diesjährigen Terminplanes dafür vier Monate gedulden müssen.
Seàn McGinley

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