Neue Ideen für den Friedhof
Neues pflegefreies Grabstättenkonzept für Harthausen

Durch den Wandel in der Bestattungskultur hin zu immer mehr Urnenbeisetzungen, die Konkurrenz zu Bestattungswäldern und den Wandel in der Gesellschaft, nahmen in den letzten Jahren die Freiflächen auf dem Harthäuser Friedhof immer mehr zu und verursachten dadurch zunehmende hohe Pflegekosten und Aufwendungen für die Gemeinde. Auch das Erscheinungsbild des Friedhofs litt unter der Zunahme der Freiflächen und Leerstände und zwangen die Gemeinde dazu, Lösungen zu entwickeln.

Daraufhin hat Bildhauer Siegfried Keller für die Gemeinde Harthausen ein neues Grabstättenkonzept entwickelt und mit dem Gärtnermeister Jochen Schumacher aus Römerberg realisiert. Auf der Basis eines Entwurfsmodells schuf der Bildhauer ein Themengrabfeld mit dem Motto „es weht der Wind ein Blatt vom Baum.....“ Dieses Modellprojekt bietet jetzt Platz für 18 Urnengrabstätten, die für die Angehörigen für die gesamte Ruhefrist pflegefrei sind, also eine Befreiung von der Pflegeverpflichtung bedeuten. Dennoch haben die Angehörigen einen würdigen Ort für Trauer und Erinnerung.

Durch einen Dauergrabpflegevertrag mit der Genossenschaft der Rheinland-Pfälzischen Friedhofsgärtner ist die qualitätsvolle Pflege für die gesamte Ruhefrist gesichert und die eingezahlten Gebühren treuhänderisch abgesichert.

Auf einer Fläche von ursprünglich 4 Grabflächen, rund 30m², die zusammengefasst wurden, hat der Bildhauer eine Skulptur zum Vers „es weht der Wind ein Blatt vom Baum....“ geschaffen und zentral platziert. Um die Skulptur werden Blätter in Stein auf Erdankern platziert, die jeweils einen Namen mit den Lebensdaten eines Verstorbenen aufnehmen. Ehepaare und Familien können mehrere Blätter nebeneinander erwerben.

Gärtnermeister Jochen Schumacher, Mitglied in der Genossenschaft der Rheinland-Pfälzischen Friedhofsgärtner, entwickelte passend zum Motto einfühlsam und gekonnt eine Bepflanzung, die die Grabstätte qualitätsvoll und anspruchsvoll vollendet.

Für die Gemeinde Harthausen bedeutet dies eine Nutzung und Aufwertung freigewordener Grabflächen, und für die Bürger eine qualitäts - und anspruchsvolle Alternative zu den landläufigen unschönen Rasenplatten oder gar Abwanderungen in unwegsame, beschwerliche unwirtliche Bestattungswälder.

Ganz besonders aber bedeutet es für die Bürger eine Entpflichtung von der Grabpflege über viele Jahre und gleichzeitig einen würdigen Ort für Trauer und Erinnerung zu erhalten.

Wenn das neue Modellprojekt Zustimmung findet, könnten weitere pflegefreie, gärtnerbetreute Grabstätten von der Gemeinde Harthausen angeboten werden. Eine Informationsveranstaltung für interessierte Bürger ist für den Herbst in Planung.

Autor:

Ute Keller aus Speyer

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