Am Samstag, 2. März um 21h wird die Geschichte des Ostdeutschen Musikers in der Heiligeistkirche gezeigt
Filmklappe Speyer e.V. zeigt den Film "Gundermann"

Gundermann - Der Dilm wird am Samstag, 2. März um 21h in der Heiliggeistkirche vom Verein Filmklappe Speyer aufgeführt.
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  • Gundermann - Der Dilm wird am Samstag, 2. März um 21h in der Heiliggeistkirche vom Verein Filmklappe Speyer aufgeführt.
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Speyer. Bei der Programmgestaltung konnten die Macher der Filmklappe noch nicht wissen, das bei den Oscars 2019 Musikfilme erfolgreich waren. Mit dem Film "Gundermann" , Bester Film beim Filmkunstfestival Leipzig 2018, trifft der Filmklappe e.V. den Nerv der Zeit und es ist zu wünschen, dass die Aufführung gut besucht wird.

Um was geht es?

Paranoid Film schreibt dazu: GUNDERMANN erzählt von einem Baggerfahrer, der Lieder schreibt. Der ein Poet ist, ein Clown und ein Idealist. Der träumt und hofft und liebt und kämpft. Ein Spitzel, der bespitzelt wird. Ein Weltverbesserer, der es nicht besser weiß. Ein Zerrissener. GUNDERMANN ist Liebes- und Musikfilm, Drama über Schuld und Verstrickung, eine Geschichte vom Verdrängen und Sich-Stellen. GUNDERMANN ist ein Film über Heimat. Er blickt noch einmal neu auf ein verschwundenes Land. Es ist nicht zu spät dafür. Es ist an der Zeit.

Mit feinem Gespür, Zärtlichkeit und Humor wirft Regisseur Andreas Dresen in GUNDERMANN einen Blick auf das Leben von Gerhard „Gundi“ Gundermann, einem der prägendsten Künstler der Nachwendezeit. Er starb 1998, mit gerade einmal 43 Jahren. Das Drehbuch stammt von Laila Stieler. Die Hauptrolle spielt Alexander Scheer, der alle Lieder im Film selbst eingesungen hat. Anna Unterberger steht als seine Frau Conny Gundermann vor der Kamera und in weiteren Rollen sind unter anderem Axel Prahl, Thorsten Merten, Bjarne Mädel, Milan Peschel, Kathrin Angerer und Peter Sodann zu sehen.

Der Filmklappe Speyerer e.V. ergänzt dazu: Gerhard Gundermann ist ein DDR-Phänomen - im Osten ein populärer Liedermacher, ist er im Westen gänzlich unbekannt. Zwei Stränge erzählen von diesem Sänger: In einer Zeitebene wird man Zeuge, wie sich der Baggerführer in den 70er Jahren als Stimme des Volkes einen Namen macht und während seines Aufstieges mit Poesie den Spagat zwischen überzeugtem Kommunismus und leiser Kritik wagt. In den 90ern dagegen will er mit einer neuen Band wieder auf Tour gehen, muss aber in seiner Lebensbilanz dabei aushalten, dass er sich doch der Stasi-Mitarbeit schuldig gemacht hat.

Andreas Dresens ("Halbe Treppe") Film-Biografie wirft einen feinfühligen Blick auf die kaum umgehbaren Verstrickungen, denen man als "System-Künstler" ausgesetzt war und erlaubt dem Zuschauer durchaus ein eigenes Urteil.

Samstag, 2. März 
21 h
Heiliggeistkirche Speyer

Gundermann

Deutschland 2018, 127 Min., FSK: ab 0 J.
Regie: Andreas Dresen
Buch: Laila Stieler
Kamera: Andreas Höfer
Schnitt: Jörg Hauschild
Darsteller: Alexander Scheer, Anna Unterberger, Benjamin Kramme, Eva Weißenborn, Kathrin Angerer, Georg Arms, Andrea Brose, Hilmar Eichhorn, Peter Schneider, u.a.

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