Tour mit Förstern zu ungewöhnlicher Zeit von Iggelbach nach Johanniskreuz
Der Zauber der Nacht im Pfälzer Wald

Sonnenaufgang über dem Pfälzer Wald vom Schindhübelturm
  • Sonnenaufgang über dem Pfälzer Wald vom Schindhübelturm
  • Foto: Alexander Walch
  • hochgeladen von Alexander Walch

Speyer.Iggelbach. Drei Männer und eine Idee: Michael Leschnig vom Haus der Nachhaltigkeit in Johanniskreuz, Tom Nitzsche vom Radiosender RPR1 und Michael Dostal vom Genießer-Portal VielPfalz haben die Idee,  interessierten Menschen den Zauber der Nacht des Pfälzer Waldes nah bringen.

Der Plan, den erwachenden Pfälzer Wald mit einem Försterteam zu erleben, machte Neugierig. Also die Tour gebucht. Die Karten waren begrenzt und wurden über das Portal von VielPfalz bestellt. Versand per Post, hat alles bestens geklappt. Die drei Macher haben einen Nerv getroffen, die Veranstaltung war schnell ausverkauft.

Im Anmeldebrief liegt eine detaillierte Beschreibung zu dem Parkplatz bei Iggelbach bei. In der Dunkelheit gleich gefunden. Abmarsch um 6h, ca. 10 Kilometer Strecke zum Haus der Nachhaltigkeit in Johanneskreuz liegen vor uns. Trotz der großen Gruppe herrscht eine bedächtige Stille, respektvolles Flüstern gegenüber dem Wald und der Tierwelt.

Noch beindruckender: Der Sternenhimmel ohne Lichtverschmutzung über uns. Sternenbilder werden genannt und nach der ISS mit Alexander Gerst Ausschau gehalten. Tatsächlich zeigt sie sich.

Nach einer kurzen Begrüßung geht es an der Seite seines Lieblingsmenschen in den dunklen Wald. Rotllicht ist genehmigt, Weißlicht nur in Notfällen. Nach kurzer Zeit ist das Urvertrauen in den eigenen Schritt da. Die sehr ruhige Gruppe läuft ruhig auf Waldwegen zu ersten Station. Die Ruhe und frische Morgenluft begeistert alle Teilnehmer.

Auf einer Lichtung wird versucht, den balzenden Waldkauz vom Band zu locken. Anscheinend war der Waldkauf mit der lockenden Damen schon bekannt, kein Mucks war zu hören.

Nach kurzer Strecke erschien der Schindhübelturm. Bei Kaffee begrüßten wir auf dem Holzturm bei wunderbarem Pfalzpanorama den Tag. Die Sonne grüßte in kräftigem Orange.

Weiter ging es zum Eschkopfturm. Von dort wurde in die Weite des Pfälzer Waldes geblickt. Das Landesforstenteam baute einen Fühlparcours auf. Acht Station zum Fühlen. Der Fichtenzweig wurde nicht von allen Teilnehmern so sicher erfühlt wie das Dubbeglas. Die Gruppe nimmt den Hinweis „Die Fichte sticht, die Tanne nicht“ mit auf den Weg.

Während der Wanderung erzählten uns die Förster viel über Wald und Bäume. An der Hindenburg-Kiefer berichteten sie von den über 350 Schädlingen, die eine Kiefer ständig bedrohen. Ist sie jetzt schon rund 250 Jahre gewachsen, kann sie nochmal so alt werden. Ein Pilz im Wurzelwerk kann alles Leben innerhalb kurzer Zeit beenden.

Ein weiteres großes Problem ist und bleibt der Müll im Wald. Unverständlich, da jeglicher Müll kostenlos bei den Abfallwirtschaftshöfen entsorgt werden kann. Was ein Mensch bewegt, der ein Fass Altöl und alte Autobatterien direkt neben einer Wasserquelle abstellt, wird ein großes Rätsel bleiben.

Kurz vor dem Haus der Nachhaltigkeit eine letzte Überraschung. Eine Baumwipfelwanderung der besonderen Art. Im Haus erwartet die ausgehungerte und gut gelaunte Gruppe ein umfangreiches Frühstücksbuffet mit einer großen Auswahl regionaler Produkten. Milchprodukte, Käse, Obst, Wildspezialitäten, Eier und feinste Backwaren aus der direkten Umgebung. Ausgesprochen lecker. Die Pfalz halt.

Es war eine wunderschöne Erfahrung, den Pfälzer Wald im Zauber der Nacht und viele Informationen erleben zu dürfen. Sehr wichtig, um die Bedeutung des Pfälzer Waldes für uns Menschen wieder in Erinnerung zu holen. Damit der Zauber künftigen Generationen erhalten bleibt.

Autor:

Alexander Walch aus Speyer

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