Gegenüberstellung von Neuer, neuester, älterer und Alter Musik
Außergewöhnliche Konzerterlebnisse

Das Duo „Windspiel“ lädt am 31. März ein, Musik von gestern und heute hautnah zu erleben, spannende Beziehungen zu entdecken und so manches in neuem Licht zu sehen beziehungsweise zu hören.
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  • Das Duo „Windspiel“ lädt am 31. März ein, Musik von gestern und heute hautnah zu erleben, spannende Beziehungen zu entdecken und so manches in neuem Licht zu sehen beziehungsweise zu hören.
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Speyer. Die Konzertreihe „Kontrapunkte Speyer“ findet 2019 zum zwölften Mal statt. Auch in diesem Jahr verspricht die Gegenüberstellung von Neuer, neuester, älterer und Alter Musik außergewöhnliche und spannende Konzerterlebnisse. Die diesjährigen Konzerte finden im Zeitraum 31. März bis 12. Mai statt. Aktuelles Komponieren ist häufig eine Rückschau auf Altes, auf Epochen der Musikgeschichte, die bis in die Gegenwart präsent sind. Das Duo Windspiel, Verena Wüstho (Blockflöten) und Eva Zöllner (Akkordeon), präsentiert im Eröffnungskonzert am Sonntag, 31. März, neue Kompositionen, die von Musik aus vergangenen Zeiten inspiriert sind. So arbeiten Komponisten heute beispielsweise mit musikalischem Material aus der Renaissance, lassen sich von Musik des Mittelalters inspirieren, beziehen sich auf jahrhundertealte japanische Hofmusik oder auf Pilgergesänge aus der Gründungszeit der USA. „Windspiel“ lädt ein, Musik von gestern und heute hautnah zu erleben, spannende Beziehungen zu entdecken und so manches in neuem Licht zu sehen beziehungsweise zu hören. Der programmatische Bogen spannt sich dabei von neuester Musik zurück bis zu Musik von Hildegard von Bingen und Josquin Desprez.

Visions de l’Amen

Olivier Messiaens’ monumentale „Visions de l’Amen“ für zwei Klaviere sind ein Meilenstein der Musik des 20. Jahrhunderts und stehen im Mittelpunkt des zweiten Konzertes am Sonntag, 7. April. Es handelt sich um ein Klanggemälde von barocken Dimensionen, in dem das hebräische Wort „Amen“ den Ausgangspunkt bildet. Darüber entwickelt Messiaen seine eigenen Deutungen vom „Amen der Schöpfung“ bis hin zum "Amen der Erfüllung“. Messiaen entwirft dabei einen regelrecht musikalisch-philosophischen Kosmos. Die „Visions de l’Amen“ entstanden 1943 während des Kriegs. Trotzdem strahlt das Werk eine vorbehaltlose Lebensbejahung aus. Das erfahrene Klavierduo Christine und Stephan Rahn verspricht eine packende Interpretation des für die Interpreten in höchstem Maße anspruchsvollen Werks.

Nostalgia

Das dritte Konzert am 5. Mai stellt die in Rheinland-Pfalz lebende Pianistin und Komponistin Birgitta Lutz vor. Birgitta Lutz ist in München aufgewachsen. Als Preisträgerin des Deutschen Musikrats konzertierte sie weltweit. Seit vielen Jahren hat Birgitta Lutz ihren Wohnsitz in Kirchheim an der Weinstraße, wo sie als Pianistin und Klavierpädagogin wirkt. Klavierkompositionen und Lieder von Birgitta Lutz stehen auf dem Programm, das die Komponistin gemeinsam mit dem Tenor Marcus Ullmann präsentieren wird. Lieder Ludwig van Beethovens wie beispielsweise der berühmte Liederzyklus „An die ferne Geliebte“, auf den sich Birgitta Lutz in ihrem Variationszyklus „Nostalgia“ bezieht, bilden reizvolle Kontrapunkte innerhalb des Programms.

Bridging and Branching

Den Saisonabschluss am 12. Mai bildet das Konzert, welches bereits für 2017 geplant war, damals jedoch aufgrund einer plötzlichen schweren Erkrankung der Flötistin abgesagt werden musste. Die Musik des englischen Komponisten Michael Nyman, der einer größeren Öffentlichkeit vor allem als Filmkomponist bekannt ist, ist geprägt durch dessen Begegnung mit den Pionieren der Minimal Music. Gemeinsam mit dem aufstrebenden Eliott Quartett und dem Kontrabassisten Jon Diven wird die Heidelberger Flötistin Kathrin Christians Nymans Flötenkonzert zur Aufführung bringen. In der gleichen Besetzung wird auch Ernest Blochs klangschöne „Suite Modale“ aus dem Jahr 1956 zu hören sein. Spannende Kontraste werden zudem „Bridging and Branching“, ein virtuoses Duo für Flöte und Kontrabass des amerikanischen Komponisten Anderson Thomas Jefferson, sowie ein Streichquartett von Sergei Prokofjew liefern.
Alle vier Konzerte finden im Historischen Ratssaal statt und beginnen um 18 Uhr. Karten zu den Konzerten gibt es bei der Tourist-Information der Stadt Speyer, Maximilianstraße 13, Telefon 06232 142392, und bei allen anderen Reservix-Vorverkaufsstellen, sowie auf der Website www.kontrapunkte-speyer.de. Für Schulklassen gibt es nach Voranmeldung unter info@kontrapunkte-speyer.de wieder die Möglichkeit, zum Preis von fünf Euro pro Person die Konzerte zu besuchen. ps

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