Großes Jubiläum an Pfingsten
Die Christuskirche in Rülzheim wird 50 Jahre alt

Die Christuskirche in Rülzheim
  • Die Christuskirche in Rülzheim
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  • hochgeladen von Julia Lutz

Rülzheim. An Pfingsten hat die protestantische Kirchengemeinde in Rülzheim einen ganz besonderen Grund zu feiern. Am Pfingstsonntag 1968 wurde die Christuskirche eingeweiht. 50 Jahre später, soll das Jubiläum groß gefeiert werden.
Den Auftakt macht die Serenade „Gott sei gepriesen Tag um Tag“ mit dem evangelischen Flötenchor am Pfingstsamstag, um 19 Uhr in der Christuskirche. Anschließend findet ein Sektempfang im Gemeindesaal statt.

Der große Festgottesdienst wird am Pfingstsonntag, 20. Mai, gefeiert um 10 Uhr. Ab 11.30 Uhr findet ein Fest statt. Ab 11.30 Uhr gibt es Leckers vom Grill. Nachmittags spielen ab 14 Uhr die Flötenkinder, danach werden Kaffee und Kuchen angeboten. Außerdem gibt es ein buntes Kinderprogramm mit Buttons machen, Kinderschminken, einer Bastelecke, einem Malwettbewerb. Für Kinder und ihre Eltern gibt es ein Offenes Singen, eine Diashow und vieles mehr. Es werden Waren aus fairem Handel und Kreationen des Bastelkreises zum Verkauf angeboten. Um 18 Uhr findet das ökumenische Friedensgebet statt.
Die Christuskirche ist vergleichsweise jung. Im Gegensatz zum Umland fand die Reformation in Rülzheim keinen Eingang. Erst ab dem Jahr 1832 kamen die Protestanten nach Rülzheim. Sie blieben bis nach Ende des Zweiten Weltkrieges die Unterzahl. Nachdem in den 1950er Jahren viele neue Bürger nach Rülzheim kamen und sich die Zahl der Protestanten erhöhten, wurden diese zunächst von Bellheim aus mitbetreut.
In den 1950er Jahren mussten die Christen noch zu Fuß nach Bellheim laufen, um an einem Gottesdienst teilnehmen zu können.
1951 war die Zahl der evangelischen Christen in Rülzheim so groß, dass es nun Gottesdienste in Rülzheim gab. In den 1963er Jahren bekamen der Bellheimer Pfarrer ein Vikar zur Seite gestellt, welcher sich besonders um die Verbandsgemeinde Rülzheim kümmern sollte. 1965 war die evangelische Gemeinde auf 350 Gemeindeglieder angewachsen, und Rülzheim wurde zur selbstständigen Kirchengemeinde erklärt. Zu ihr gehörten auch die Orte Leimersheim, Kuhardt und Neupotz; Hördt ist später dazugekommen. Die Gottesdienste in Rülzheim wurden zunächst in verschiedenen Schulsälen abgehalten. Zu den Festtagen und zur Konfirmation mussten die evangelischen Christen jedoch weiterhin nach Bellheim gehen. In den späten fünfziger Jahren wurde der Wunsch nach einer eigenen Kirche immer lauter. 1963 wurde ein Kirchbauverein gegründet und auch die Landeskirche versprach Unterstützung.
Im Dezember 1966 wurde mit den Bauarbeiten begonnen, welche Pfingsten 1968 fertiggestellt waren. Vikar Roth zog als erster evangelischer Geistlicher 1971 nach Rülzheim um. Mit Pfarrdiakon Karl-Heinz Landwehr erhielt die Gemeinde Rülzheim im Mai 1973 zum ersten Mal einen eigenen Verwalter. Am 1. März 1983 wurde aus dem „Evangelischen Vikariat Rülzheim“ das „Evangelische Pfarramt Rülzheim“. Im Jahr 191 kam noch der Kirchensaal Leimersheim hinzu, der sich in der Grundschule befindet. Auch dort finden Gottesdienste statt. Der geplante Glockenturm an der Nordseite der Christuskirche konnte nie verwirklicht werden.
jlz

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