Benefizveranstaltung für Ambulanten Hospizdienst
Wenn Glyck und Tod aufeinander treffen

Bei der Aufführung am 30. Oktober vermischen sich Tanz und Schauspiel auf besondere Weise.  Foto: ps
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Pirmasens. „Das Glyck und der Tod“ heißt eine Benefizveranstaltung der „TanzWerker“ für den Ambulanten Hospizdienst Südwestpfalz am 30. Oktober, 19 Uhr, in der Lutherkirche, Hauptstraße 58, in Pirmasens. Karten gibt es im Vorverkauf bei der Firma Wölfling, Hauptstraße 37, Pirmasens, sowie Musik Müller, Hauptstraße 71, Zweibrücken. Kartenreservierung sind unter 06331 13754 oder 06332 460829 möglich. Einlass ist ab 18.45 Uhr. Es besteht freie Platzwahl.
Was ist das größtmögliche Spannungsfeld der menschlichen Erfahrung? Auf der einen Seite wohl das Glück, auf der anderen Seite der Tod. Das Glück ist das gewünschte „Ziel“, das höchste der Gefühle; den Tod hingegen gilt es mit allen erdenklichen Mitteln zu vermeiden. Nach wie vor ein Tabuthema.
Vorhang auf für die Kopfwelt: Das Herz ist hier zu Gast und führt mit charmant umgewandelten Redewendungen durch den „Wald, den man vor lauter Bäumen nicht sieht“. Dort begegnet es dem Schöpfer, dem von allen Waldbewohnern verehrten Tod. Dessen Füße erschaffen die Zeit, seine Hände formen den Raum. Nur der die Kopfwelt beherrschende Lygenbaron hat Angst vor dem Tod, weshalb er falsche Gerüchte über ihn verbreitet. Gleichzeitig extrahieren seine Wissenschuftler aus dem Baum des Lebens das Glyck, von welchem die Waldbewohner abhängig gemacht werden. Der Tod verliert so sehr an Gläubigern und schöpferischer Kraft, dass er ins Schwanken gerät und schon bald das Gleichgewicht im Wald zu kippen droht. Denn existiert etwas auch dann, wenn niemand mehr daran glaubt?
Es kommt zur Begegnung zwischen Tod und Glyck. Das erschütterte Glyck nabelt sich vom Baum des Lebens ab und erfährt sich zum ersten Mal selbst. Diese neue Situation wirft für beide fundamentale Fragen auf: Wer hat das Glyck verdient? Wer den Tod? Und wer bestimmt das? Das Herz gibt den entscheidenden Impuls und beide erkennen ihre Aufgabe, der sie sich unweigerlich stellen müssen: Der Tod muss in die Verantwortung des gebenden und nehmenden Schöpfers treten; das künstlich erschaffene Glyck muss durch den Tod wieder eins mit dem Baum des Lebens werden, um das natürliche Gleichgewicht wiederherzustellen.
Tanz und Schauspiel vermischen sich während der Interaktion der Darsteller auf harmonische Weise. Unterstrichen werden diese Elemente durch die eigens dafür komponierte Musik, wodurch eine märchenhafte Welt entsteht. Als punktuell gesetzter Stilbruch sorgt ein Live-Rap für klare Verhältnisse innerhalb der Geschichte.
Nach der Aufführung sind die Akteure zum Gespräch mit den Zuschauern bereit. ak/ps

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