Hitzewelle: Stadt ruft Bürger dazu auf Straßenbäume zu wässern
„Jede zusätzliche Gießkanne hilft“

Zwei bis drei Eimer Wasser pro Tag sichern das Überleben der Bäume während der Hitzewelle.
  • Zwei bis drei Eimer Wasser pro Tag sichern das Überleben der Bäume während der Hitzewelle.
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  • hochgeladen von Judith Ritter

Pirmasens. Seit Tagen werden auch in Pirmasens Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke gemessen. Anhaltende Hitze und Trockenheit machen nicht nur den Menschen zu schaffen. Auch die Stadtbäume leiden unter den extremen Wetterbedingungen. Die Stadtverwaltung bittet daher die Bürger um Mithilfe beim Wässern.

„Alle verfügbaren Mitarbeiter des Wirtschafts- und Servicebetriebs sind im Dauereinsatz. Wir haben unsere Kapazitätsgrenze erreicht“, so Bürgermeister Michael Maas. Derzeit sind sieben Kolonnen im Einsatz, die täglich gut 30.000 Liter Wasser ausbringen. Dennoch sei es aktuell nicht möglich, alle Straßenbäume in Pirmasens und den sieben Ortsbezirken bedarfsgerecht zu wässern.

„Jede zusätzliche Gießkanne hilft“, erklärt André Jankwitz, Leiter des Garten- und Friedhofsamtes. Gerade Jungbäume, also solche, die in den vergangenen drei Jahren gepflanzt wurden, stünden im Fokus. „Sie leiden in diesen Tagen ganz besonders unter außergewöhnlichem Trockenstress und sind dringend auf eine Bewässerung angewiesen. Das steigert die Anwuchschancen“, so der Landschaftsarchitekt. Ältere Bäume hingegen könnten sich über ihr ausgeprägtes und tiefreichendes Wurzelwerk besser selbst versorgen.

„Gießen Sie bitte, wenn es möglich ist, jeden Tag zwei bis drei Eimer Wasser an den Stammfuß der Straßenbäume vor Ihrer Haustür“, appelliert Jankwitz an die Pirmasenser. Um das Grün effektiv zu wässern, rät er dazu, entweder sauberes Leitungswasser oder aufgefangenes Regenwasser zu verwenden. Außerdem solle möglichst in den späten Abendstunden gegossen und das Wasser möglichst gleichmäßig im Baumbeet verteilt werden, empfiehlt der Fachmann.
Regen kann aktuell die Folgen der Trockenheit nicht ausgleichen, höchstens abmildern. „Der Starkregen dringt nicht bis zu den Wurzeln vor, weil das Wasser auf dem ausgetrockneten Boden oberflächlich abfließt“, so Jankwitz.

Vereinzelt haben sich besorgte Anwohner bereits an das Garten- und Friedhofsamt gewendet und gefragt, ob durch die Trockenheit bleibende Schäden an den Bäumen entstehen. „Der aktuell zu beobachtende Laubfall und das Gelbwerden der Blätter sind Teil eines natürlichen Prozesses“, sagt der 60-Jährige. Dadurch würden die Bäume versuchen ihre Verdunstungsrate zu reduzieren, weiß Jankwitz.
„Wir danken allen Pirmasensern, die bei der Pflege der Bäume helfen, herzlich für ihr Engagement“, so Bürgermeister Maas.

Hintergrund

Pirmasens ist eine grüne Stadt, nicht zuletzt dank 17000 Stadtbäumen entlang der Straßen, auf Grüninseln und in öffentlichen Parkanlagen.
Im Sommer sorgen die Bäume für ein dichtes, grünes Blätterdach und Schatten, im Herbst kokettieren sie mit ihrem sich verfärbenden Laub und im Frühjahr wieder mit frischem, sattem Grün. Als Sauerstoffproduzenten haben sie in Pirmasens auch eine wichtige Funktion für Luft und Klima. Und schließlich bieten sie auch Vögeln, Insekten und anderen Kleinlebewesen ein Zuhause.
Für die Baumpflege betreibt die Stadt einen beträchtlichen personellen und finanziellen Aufwand. In regelmäßigen Abständen werden die Bäume auf Krankheiten, Schädlingsbefall und Totholz kontrolliert. Hinzu kommt die Baumpflege mit Schnitt, Bewässerung und Düngung.
Eine besondere Hilfe bei der Baumpflege, besonders im Sommer, sind die ehrenamtlichen Baumpaten, die oftmals im Umfeld ihrer Wohnung die Pflege und das Gießen übernehmen. ps

Autor:

Judith Ritter aus Lingenfeld

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