Ein Ort für großartige Weine
Mönche brachten den Weinbau nach Östringen

Östringen feiert von 20. bis 22. Juli mit einem Festwochenende sein 1.250-jähriges Bestehen.
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  • Östringen feiert von 20. bis 22. Juli mit einem Festwochenende sein 1.250-jähriges Bestehen.
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Östringen. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Östringen im sogenannten Codex Laureshamensis des Klosters Lorsch. Im 10. und 11. Jahrhundert war die Großmotte Wigoldesberg bei Eichelberg der Verwaltungssitz der Kraichgaugrafen.

Während ihrer Amtszeit als Gaugrafen verlegten die Grafen von Lauffen den Verwaltungssitz wohl nach 1103 auf die Gaugrafenburg bei Bretten, und Bischof Bruno von Trier gründete um 1110 bis 1118 auf Wigoldesberg ein Kloster mit Hirsauer Statuten. Vor der Mitte des 12. Jahrhunderts wurde das Kloster an seinen endgültigen Ort in ein zwei Kilometer entferntes Tal verlegt und ist heute als Stifterhof bekannt.

Die Geschichte der Siedlungen ist eng verknüpft mit dem Kloster. In diesem Zusammenhang wurden im Jahre 1122 die Siedlung Tiefenbach als Tiephenbach und im Jahre 1161 die Siedlung Eichelberg erstmals urkundlich erwähnt.

Für die wirtschaftliche Entwicklung spielte der Weinbau, den die Mönche hier einführen, eine große Rolle. Im Jahre 1496 wurde das Kloster in ein weltliches freiadliges Ritterstift umgewandelt. In Eichelberg und Tiefenbach blieb auch im 19. Jahrhundert überwiegend die Landwirtschaft, insbesondere der Weinbau, vorherrschend.

Der Weinort Tiefenbach wurde am 1. Januar 1972 nach Östringen eingemeindet. Wie Tiefenbach ist auch Eichelberg eine von Odenheim erfolgte Siedlungsgründung. Im Ort wurde ebenfalls traditionell Weinbau betrieben, die Kelter des Ortes ist seit der Mitte des 16. Jahrhunderts nachgewiesen. Der Weinbau spielt nach wie vor eine große Rolle. Auf zirka 230 Hektar Rebfläche werden bekannte Lagen wie Östringer Ullrichsbruch, Odenheimer Königsbecher, Tiefenbacher Stiftsberg oder Eichelberger Kapellenberg angebaut.

Namhafte Weingüter sind in Östringen beheimatet: Das Weingut Ludwig Honold wurde 1938 gegründet. Seit 1985 führt Ludwig Honold, Techniker für Weinbau und Kellerwirtschaft, den Traditionsbetrieb mit den Neuerungen des modernen Weinbaus fort. Im Jahr 2000 gründeten Birgit Frost und Axel Rothermel das Weingut am Thalsbach, bauten an der Kraichgauer Weinstraße das Kellereigebäude mit Probierstube und nannten es nach dem vorbeifließenden, idyllischen Bach.

Die Sonne und die mineralreichen Keuperböden lassen auf den Südhängen oberhalb des Weinörtchens Tiefenbach Trauben wachsen, die Claus Burmeister im Weingut Heitlinger zu außergewöhnlichen Cuvées, Rieslingweinen sowie Weiß-, Grau- und Spätburgundern komponiert.

Im Jahr 2015 wagte Adrian Zimmer in Odenheim den Schritt in die Selbstständigkeit und gründete ein Weingut. Das Weingut Adrian Zimmer ist seit diesem Jahr Mitglied der Weißen Burgunder Charta.

Östringen feiert von 20. bis 22. Juli mit einem Festwochenende sein 1.250-jähriges Bestehen.
Die Weinberge sind fester Bestandteil der Landschaft rund um Östringen.

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