Burn-Out & Co. vermieden
Stress reduzieren im Job: Wie lässt sich dieser reduzieren?

In der heutigen, sehr schnelllebigen Zeit haben zahlreiche Menschen mit Alltagsstress zu kämpfen, der in erster Linie durch ein stressiges Arbeitsleben hervorgerufen wird. Die Folgen daraus können im schlimmsten Fall sogar die eigene Gesundheit beeinträchtigen. Doch warum leiden so viele Menschen unter Alltagsstress und welche Möglichkeiten gibt es, den Stress im Job zu reduzieren?

Warum leiden immer mehr Menschen im Alltag unter Stress und welche Auswirkungen kann dies auf die Gesundheit haben?

Das heutige Arbeitsleben ist aufgrund der Digitalisierung viel schneller geworden als noch vor einigen Jahren. Smartphones führen zu einer ständigen Erreichbarkeit, E-Mails kommen in Sekundenschnelle an und gleichzeitig werden verschiedene Prozesse von innovativen PC-Programmen automatisch und parallel ausgeführt. Der Mensch ist in diesem Zusammenhang deutlich langsamer in seiner Entwicklung. Die hohen Anforderungen, die ein modernes Berufsleben heute stellt, können schlimme Folgen für die Gesundheit wie Burnout oder sogar Schlaganfälle des Arbeitnehmers haben, was unweigerlich zu einem Personalausfall führt, der durch den Arbeitgeber finanziell getragen werden muss. Dementsprechend lohnt es sich für beide Seiten, die Anspannungen im Job durch ein ordentliches Stressmanagement zu reduzieren.

Warum ist Stress besonders bei Mitarbeitern in Unternehmen ein Problem?

Glaubt man den Zahlen einer Ver.di-Umfrage unter Arbeitnehmern in Deutschland aus dem Jahr 2015, fühlten sich damals schon mehr als zwei Drittel durch eine zu hohe Arbeitsbelastung gestresst. Europaweit reicht das Stressempfinden deutscher Angestellter sogar für einen traurigen Spitzenwert, denn im Job sind nur polnische Arbeitnehmer noch mehr überfordert, wie die Studie "The 2015 Workforce View in Europe" ergab. Zu viele Überstunden, zu viel Arbeit und Verantwortung, zu wenig Anerkennung, schlechte Kollegenverhältnisse, kaum Freiheiten und zu wenig Freizeitausgleich - all diese Faktoren können dazu beitragen, dass Mitarbeiter eines Unternehmens unter hohem Stress leiden. Häufig wirken diese Faktoren im Job sogar zusammen, sodass sie sich gegenseitig immer wieder verstärken.

Warum können die Mitarbeiter häufiger von Stress betroffen sein und wie macht sich dies bemerkbar?

Gerät ein Mensch unter Druck, schüttet der Körper automatisch Stresshormone aus. Das macht uns Menschen nicht nur aufmerksamer, sondern wir reagieren auch schneller. Da jedoch die Ressourcen im Körper begrenzt sind, geht die Ausschüttung von Stresshormonen zulasten anderer körperlicher Funktionen, wie beispielsweise des Immunsystems oder des Magendarmtraktes. Diesen menschlichen Reflex gab es schon zu Zeiten, als die ersten Menschen einem Säbelzahntiger begegneten. Heutzutage ist es anstatt des garstigen Tigers eben der ungeduldige Chef, dem ein Angestellter begegnet. In solchen Situationen nutzt der Körper automatisch die zur Verfügung stehende Energie, um die Stressursachen bewältigen zu können. Hat sich die Lage sodann beruhigt, können auch die restlichen körperlichen Funktionen wieder vollständig hochgefahren werden.

Welche Möglichkeiten gibt es, um Stress im Job zu vermeiden?

Herrscht im Job ein permanenter Arbeitsdruck und gibt es beispielsweise immer wieder Ärger mit einem Vorgesetzten, stellt sich schnell bei vielen Arbeitnehmern Unzufriedenheit ein. Die Konsequenz: Der Mitarbeiter identifiziert sich kaum noch mit seiner Tätigkeit und dem Unternehmen - und schmeißt unter Umständen sogar leichtfertig das Handtuch. Wer dies vermeiden will, muss in erster Linie lernen, auch mal "Nein" zu sagen. Sind momentan keine Kapazitäten für neuen Projekte frei, sollten Mitarbeiter bestenfalls sofort handeln und die mögliche Überforderung dem Chef mitteilen. Zudem sollte der Stress nicht unterdrückt werden, denn langfristig ist dies keine Lösung. Auch hier sollte das Gespräch mit den Vorgesetzten gesucht werden. Nicht zuletzt ist ein ausreichender Freizeitausgleich wichtig. So kann Sport in der Freizeit helfen, übermäßigen Druck abzubauen. Niemand ist perfekt, stellen Sie daher keine zu hohen und unrealistischen Erwartungen an sich selbst. Damit blockieren Sie sich nur.

Warum ist es wichtig, dass Arbeitgeber Stress vermeiden?

Leidet ein Arbeitnehmer an zu viel Stress, leidet nicht nur dessen eigene Motivation und die Gesundheit, sondern auch die allgemeine Qualität der Arbeit. Es ist also auch aus der wirtschaftlichen Perspektive wichtig, dass ein Unternehmen die Mitarbeiter vor Stress schützt. Durch präventive Maßnahmen haben Firmen die Möglichkeit, den stressbedingten Krankheitsausfall zu verringern, denn der kommt jährlich der deutschen Wirtschaft sehr teuer zu stehen. Dabei können die Mitarbeiter durch kostenlose und einfache Maßnahmen bei Laune gehalten werden. Ein Vorgesetzter muss seine Mitarbeiter wertschätzen, ihnen Rückmeldungen geben und offen sein. Wenn der Chef allerdings bemerkt, dass ein Arbeitnehmer gesundheitliche Probleme aufweist, ist es wichtig, in Einzelgesprächen die möglichen Ursachen zu hinterfragen.

Eine Führungskraft muss unterstützend seine Hilfe anbieten, indem er dem Angestellten beispielsweise eine kleine Auszeit in Form von Urlaub anbietet oder fragt, ob eine Reduzierung der Arbeitszeit eine mögliche Lösung wäre. Oft können auch Qualifizierungsmaßnahmen dabei helfen, dass die Arbeitsbelastungen weniger bedrohlich erscheinen. Zu guter Letzt sind gemeinsame Aktivitäten im Team eine ideale Möglichkeit, die einzelnen Mitarbeiter zu motivieren und ihnen eine kleine Abwechslung anzubieten. Dies kann beispielsweise ein Team-Challenge sein oder ein gemeinsamer Kurzurlaub in einem Wellnesshotel mit zahlreichen Entspannungsangeboten, bei denen das Personal wieder neue Energie und Kraft tanken kann.

Das Fazit

Leidet ein Arbeitnehmer unter zu hoher Arbeitsbelastung, wirkt sich dies auf dessen Arbeitsqualität ebenso aus, wie auf dessen Gesundheit. Wer als Unternehmer eine hohe Arbeitseffizienz langfristig sicherstellen möchte, muss dafür sorgen, dass der Druck für den einzelnen Mitarbeiter nicht zu groß wird.

Autor:

Lutz Schneider aus Ludwigshafen

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