Forstministerium warnt vor Waldbrandgefahr im Land
Ministerin Ulrike Höfken ruft Waldbesucher zur Vorsicht und Mithilfe auf

Wegen der aktuellen Trockenheit besteht akute Waldbrandgefahr.
  • Wegen der aktuellen Trockenheit besteht akute Waldbrandgefahr.
  • Foto: Roland Kohls
  • hochgeladen von Manuela Pfaender

Waldbrandgefahr. Bei Potsdam hat es bereits die ersten Waldbrände auch in Deutschland gegeben. Auch im Pfälzerwald ist die Waldbrandgefahr wegen der großen Trockenheit sehr hoch. Aufgrund der hohen Temperaturen der vergangenen Wochen und dem weiterhin heißen und trockenen Wetter in den kommenden Tagen steigt auch in Rheinland-Pfalz das Risiko von Waldbränden ganz erheblich, warnt auch die für den Wald zuständige Umweltministerin Ulrike Höfken. Daher sind Waldbesitzende und Forstleute auf die Achtsamkeit und die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger dringend angewiesen, so die Ministerin.
Dem Deutschen Wetterdienst zufolge liegt die Waldbrandgefahr in Rheinland-Pfalz in vielen Regionen bei der Stufe drei oder vier von insgesamt fünf Stufen – im Bereich von Mainz sogar auf der höchsten Stufe. Besonders gefährdet sind derzeit die Nadelwälder mit ihrer trockenen Nadelstreu und ihrem sehr leicht entzündlichen Reisig. Hier können sich Brände sehr schnell entwickeln.
Klimawandel ist angekommen: Umbau der Wälder
„Die immer häufiger vorkommenden Wetterextreme, ob Starkregenereignisse oder anhaltende Hitzeperioden, machen deutlich, dass der Klimawandel in Rheinland-Pfalz angekommen ist – so wie in ganz Deutschland und auch europaweit“, sagte Höfken, „wir müssen handeln und den Klimawandel und die Treibhausgas-Emissionen im Energie- und Verkehrsbereich stoppen." Hier sind alle Akteure gefragt – ob Politik, Kommunen, Unternehmen, Verbände oder Bürgerinnen und Bürger, so die Ministerin. 
Rheinland-Pfalz hat trotz der damit einhergehenden steigenden Waldbrandgefahr vergleichsweise wenige Brände und wenn, dann nur auf kleiner Fläche. „Durch den Umbau unserer Wälder und deren naturnahe Bewirtschaftung sind die heimischen Wälder strukturreicher geworden“, so Höfken. Reine Nadelwälder mit trockener Nadelstreu und wenig Bodenvegetation kämen überwiegend kleinflächig vor. Daher sei trotz hoher Gefährdung das Risiko für Waldbrände in Rheinland-Pfalz aufgrund der Waldzusammensetzung vergleichsweise gering – sie könnten aber natürlich nicht ausgeschlossen werden.
Erste Anzeichen der Brandentwicklung: Feuerwehren verständigen
Dennoch ist es gerade jetzt wichtig, dass jeder besonders aufmerksam ist und bei ersten Anzeichen einer Brandentwicklung sofort die Feuerwehren über den Notruf 112 alarmiert, sagte die Ministerin. „So lassen sich Schäden für unsere Wälder begrenzen und ein Ausbreiten auf besiedelte Gebiete wirksam verhindern.“
Von gefährlichen, eigenständigen Löschversuchen rät das Forstministerium ausdrücklich ab. Die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger ist vielmehr bei der Vorsorge gefragt.
Dabei gilt es, im Wald unbedingt folgende Vorsichtsmaßnahmen zu beachten und bei Bedarf andere Waldbesucher darauf aufmerksam zu machen:
- Im Wald herrscht absolutes Rauchverbot.
- Das Entzünden von Feuer und offenem Licht oder das Wegwerfen brennender oder glimmender Gegenstände sind nicht nur im Wald, sondern auch in einer Entfernung von bis zu 100 Metern vom Waldrand verboten.
- Feuerstellen dürfen im Wald grundsätzlich nur mit Genehmigung des zuständigen Forstamtes betrieben werden. Dies gilt auch für Grillfeuer und die Verwendung von Einweggrillen.
- Achtlos weggeworfene Glasflaschen können durch Sonneneinstrahlung die Wirkung eines Brennglases erzeugen und zur Entzündung trockener Nadeln, Blätter oder Zweige führen. Bitte umgehend aufsammeln.
- Auch geparkte Fahrzeuge mit herkömmlicher Antriebstechnik können Waldbrände auslösen. Die Hitze eines Katalysators kann zum Beispiel trockenes Gras entzünden. mp/ps

Weitere Informationen sind im Waldbrandgefahrenindex abrufbar unter:
http://www.dwd.de/waldbrand

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