Zur Bekämpfung von Ratten in Ludwigshafen
Kostenlose Fraßköder

Stadtverwaltung. Künftig können Eigentümer von selbst genutzten Ein- und Zweifamilienhäusern, die einen akuten Rattenbefall bekämpfen wollen, von der Stadtverwaltung die dafür benötigten, sogenannten Fraßköder mit Blutverdünnern (Antikoagulantien) kostenlos erhalten, um diese selbstständig auszulegen. Dafür müssen diese Betroffenen einen Termin mit der Abteilung Gaststätten, Lebensmittelüberwachung und Gesundheit des Bereichs Öffentliche Ordnung vereinbaren. Bei einem Informationsgespräch erhalten die Betroffenen den Fraßköder in Boxen oder Stationen zum sicheren Ausbringen gegen den Befall, eine fachmännische Anleitung, wie der Köder anzuwenden ist sowie weitere Informationen, wie sich Rattenpopulationen möglichst vom heimischen Grundstück fernhalten lassen. Da eine Prüfung der Personalien bei der Köderausgabe erfolgt, müssen die Eigentümer ihren Personalausweis vorlegen.
Dieses Angebot richtet sich ausschließlich an Eigentümer von selbst bewohnten Ein- und Zweifamilienhäusern, die sich bei Fragen zur Rattenbekämpfung an Dietmar Stübe, E-Mail: dietmar.stuebe@ludwigshafen.de, Bereich Öffentliche Ordnung, Abteilung Gaststätten, Lebensmittelüberwachung und Gesundheit, wenden können. Grundsätzlich sind Grundstückseigentümer sowie Nutzungsberechtigte (Mieter) für die Schädlingsbekämpfung auf einem Grundstück und in den Wohnungen zuständig und müssen selbst die Schädlingsbekämpfung beauftragen.
Bislang unterstützte die Stadtverwaltung auf freiwilliger Basis und über die gesetzliche Verpflichtung hinaus Besitzer von Ein- und Zweifamilienhäusern, die selbst bewohnt wurden, bei der Bekämpfung von Ratten auf deren Privatgelände. Dafür legte eine von der Stadt beauftragte Fachfirma für Schädlingsbekämpfung Fraßköder auf den Grundstücken aus. Zum Ende des vergangenen Jahres änderte die Abteilung Gaststätten, Lebensmittelüberwachung und Gesundheit die Vorgehensweise bei der Rattenbekämpfung. Die Beauftragung einer externen Fachfirma wurde beendet und es werden nun Boxen mit Ködermaterial an die betroffenen Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer ausgegeben.
Weitere Informationen gibt es auf der städtischen Internetseite in der Rubrik „Bürgerservice“, dort bei „Dienstleistungen A-Z“ unter dem Wort „Rattenbefall“.

Hinweise zur Vermeidung von Rattenbefall
Ratten treten in der Regel dort auf, wo sie ausreichend Nahrung, Unterschlupf und Nistmöglichkeiten finden. Wirksames Mittel gegen Ratten ist, darauf zu achten, dass keine Essensreste in das Kanalnetz gelangen. Fett sollte mit einem Küchentuch aufgenommen und über den Hausmüll entsorgt werden. Um einer Ansiedlung von Ratten vorzubeugen, empfiehlt es sich, beispielsweise Gräben auf oder am Grundstück sauber zu halten. Tiernahrung sollte unter keinen Umständen offen auf dem Grundstück gelagert werden. Generell sollten Trink- und Futterstellen nur zur Fütterung aufgestellt werden, da diese sonst ebenfalls Ratten anlocken.
Grundsätzlich sollte darauf geachtet werden, dass Haus-, Wohnungs- und Kellertüren dicht schließen und geschlossen gehalten werden können. Kellerfenster, Fensterschächte, nach draußen führende Lüftungsschächte und Kanäle können mit Metallgittern verschlossen und sollten sauber gehalten werden, um keine Ratten anzuziehen. Ebenso zu empfehlen ist, defekte Lüftungssteine, Risse im Mauerwerk und undichte Stellen zu beseitigen sowie Durchtrittsstellen von Installationsrohren und Kabelkanälen vollständig abzudichten. Funktionierende und instandgehaltene Sanitäranlagen vermeiden die Rattenzuwanderungen über Abflussschächte. Ferner sollte kein Abfall in Kellerräumen gelagert werde. Aufgeräumte Gebäude bieten Ratten weniger Unterschlupfmöglichkeiten.
Soweit Müllcontainer einen Ablass für Flüssigkeit besitzen, sollte dieser mit einer Schraube verschlossen werden, um damit Ratten den Zutritt zu verwehren. Containerdeckel sollten geschlossen gehalten werden. Wertstoffsäcke (Gelber Sack) sollten an für Ratten möglichst unzugänglichen Plätzen – zum Beispiel in geschlossenen Räumen – gelagert und Biotonnen sowie Komposter regelmäßig auf Anzeichen für Rattenbefall untersucht werden. ps

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