Wilhelm-Hack-Museum schließt für sieben Monate
Museumswochenende "Cool bleiben"

Ausstellungsplakat: Dan Perjovschi, U ARE HOT, 2019, Posca Marker auf Wand, Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen
  • Ausstellungsplakat: Dan Perjovschi, U ARE HOT, 2019, Posca Marker auf Wand, Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen
  • Foto: © Dan Perjovschi
  • hochgeladen von Charlotte Basaric-Steinhübl

Ludwigshafen. Das Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen verabschiedet sich vorübergehend mit einem Museumswochenende unter dem Motto "Cool bleiben" in die Brandschutzsanierungspause.

Ein ganzes Wochenende lang, am Samstag 12. und Sonntag, 13. September 2020, sagt das Museum "Tschüss" – bevor es Mitte September voraussichtlich für sieben Monate wegen einer Brandschutzsanierung schließen muss.

Das Programm

Doch das umfassende und abwechslungsreiche Programm des Wochenendes lässt keine Zeit für Abschiedstränen:

Samstags und sonntags finden einstündige Führungen zur Biennale für aktuelle Fotografie "The Lives and Loves of Images| When Images Collide", der Sammlungspräsentation "Abstrakte Welten. Zwischen Expressionismus und Konstruktivismus" sowie zu dem Kabinettstück "Good Vibrations. Sommer in der Pop-Art" statt. Im "Offen Atelier", dem bunten Kunstlabor für kleine Nachwuchskünstler, heißt es ebenfalls an beiden Tagen: Hereinspaziert und Ärmel der Malkittel hochgekrempelt. Jeweils von 14 bis 18 Uhr wird gemalt, gedruckt, geklebt und gewerkelt.

Mit einem Stück nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene erleichtert die "KiTZ Theaterkumpanei" das Abschiednehmen: "Piccolo Suicidio – Bittersüßes Ende" wird gleich mehrmals zum Wochenende aufgeführt. Das Einmannstück mit Peer Damminger vom Kinder- und Jugendtheater Ludwigshafen funktioniert ohne Worte, dafür mit lautmalerisch-stimmlichem Ausdruck. Gezeigt wird eine dramatische Geschichte um Offenheit, Akzeptanz und Liebe – mit einem original tragischen Ende – oder in der bittersüßen Variante mit einem Hoffnungsschimmer.

Musikalische Highlights

Die Besucher*innen dürfen sich am Wochenende auch auf zahlreiche musikalische Highlights freuen: unter dem Motto "Musica Viva“ begleiten Dozent*innen der Städtischen Musikschule den Samstag mit Werken von Bach und Beethoven über Zelenka bis hin zu feinstem Latin Jazz. Als "Hauptact" wird am Samstag um 18 Uhr der Brite Martin Creed erwartet, welcher eigens aus London für seine Sprach-Musik-Performance anreist. Der ehemalige Turnerpreisträger und Künstler, dessen Wandgemälde aktuell die zentrale Innenwand im Wilhelm-Hack-Museum bespielt, thematisiert in seinem Auftritt unter anderem Grenzen – persönliche wie auch Landesgrenzen, Kleidung als Kommunikationsmittel und Worte als "Kleidung" für Gefühle.

Von 19 bis 22 Uhr können die Gäste bei Kunst und Cocktails den Abend mit dem Sound der "Terrorchicks“ entspannt ausklingen lassen. Liebhaber der Livemusik können dann ab 21 Uhr Soundtrack-Pop aus der Schmiede der Popakademie Mannheim lauschen: Alex Mayr – eine Künstlerin: feminin, selbstbewusst, zerbrechlich, vielseitig und eigen.

Musikalisch geht es auch sonntags mit dem Matineekonzert der "Pfälzischen Musikgesellschaft" weiter: Ab 11 Uhr spielt das Streichquartett Petit Versailles ausgewählte Stücke von Wolfgang Amadeus Mozart. Gegen 19 Uhr präsentiert der gefeierte Schlagzeuger Erwin Ditzner gemeinsam mit seinem Musiker-Kollegen Jörg Teichert in Ditzners Club erdigen und rotzigen Blues mit Ausflügen in Artverwandtes.

Teilnahme und weitere Informationen

Am gesamten Jubiläumswochenende ist der Eintritt frei – Spenden sind erwünscht. Es gelten die jeweils aktuellen Hygiene- und Abstandsregelungen. Aufgrund der Beschränkungen beim Platz und der Zahl der Teilnehmer*innen wird eine telefonische Reservierung unter der Nummer 0621 504-3411 empfohlen.

Weitere Highlights des Abschiedswochenendes finden Interessierte in Kürze im Internet unter www.wilhelmhack.museum.

Zum Hintergrund

Aufgrund von Brandschutzsanierungsarbeiten ist das Wilhelm-Hack-Museum ab 14. September voraussichtlich für sieben Monate geschlossen. Im Zuge der Brandschutzsanierung des Verwaltungs- und Ateliertrakts sollen auch zahlreiche Optimierungen für die Besucher*innen und innerhalb des Museumsbetriebs realisiert werden. Hierzu gehören die Neugliederung des Museums- und Restaurierungsateliers, eine Verbesserung der Garderobensituation, sowie ein neuer Ausstellungsraum für die Vermittlungsarbeit.

Während das Jahresprogramm im Haupthaus des Wilhelm-Hack-Museums vor dem Hintergrund der Brandschutzsanierung verkürzt ausfällt, wird das Ausstellungsprogramm der Rudolf-Scharpf-Galerie wie gewohnt fortgesetzt. Das "Offene Atelier" wird weiterhin samstags 14 bis 16 Uhr in einem Ausweichquartier in der Bismarckstraße 75 (Projektraum Nukleus) angeboten werden. Zusätzlich ergänzen Projekte im Rahmen von MURALU und Führungen im Außenraum das Kunstvermittlungsprogramm bis zur Wiedereröffnung des Wilhelm-Hack-Museums voraussichtlich im Mai kommenden Jahres.

Die Brandschutzsanierung des Museums hatte der Stadtrat in seiner Sitzung am 15. April 2019 beschlossen. ps/bas

Autor:

Charlotte Basaric-Steinhübl aus Ludwigshafen

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