Aktion der Studierenden an der Uni in Landau:
Postkarten an die Verantwortlichen geschickt

Studierende in Landau setzen sich für die bessere Ausstattung der Uni in Landau ein.
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  • hochgeladen von Thomas Klein

Landau. Die Studierenden der Universität Koblenz-Landau am Campus Koblenz setzen ein deutliches Zeichen und erheben die Stimme für eine bessere Ausstattung der Universität. 3000 Postkarten haben sie in den vergangenen Tagen an die Ministerpräsidentin Malu Dreyer, den Wissenschaftsminister Konrad Wolf und die Finanzministerin Doris Ahnen geschickt. „Wir wollen die strukturellen Probleme unserer Universität der Landespolitik ebenso sichtbar machen, wie wir sie jeden Tag spüren“, so die Vorsitzende des allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) am Campus Koblenz, Sandra Nauke. Als zweitgrößte rheinland-pfälzische Universität nimmt die Universität Koblenz-Landau den Platz als trauriges Schlusslicht der Grundfinanzierung pro eingeschriebenen Studierenden ein. Die Universität Mainz erhält 9187 Euro, die TU Kaiserslautern 6050 Euro, die Universität Trier 5490 Euro und die Universität Koblenz-Landau 3370 Euro pro Studierenden.
Mit der Entscheidung, die Universität Koblenz-Landau zu trennen, bekommt die Schieflage ein neues Gewicht. Die Uni-Trennung wird teuer - allein für die Universität Koblenz wird es eine Summe im kleinen zweistelligen Millionenbereich. „Wenn die Kosten der Uni-Trennung nicht übernommen werden, droht die Handlungsunfähigkeit der Universität. In der jetzigen Situation ist es unwahrscheinlich, dass die Universität die Ziele des MWWKs einhalten kann“ so Nina Schmidt, AStA-Referentin für Universitäre Strukturen. Um die Versprechen des MWWK zu erfüllen, die in der Presseerklärung vom 19.11.2019 ein weiteres Mal bekräftigt wurden, braucht es greifbare Zahlen und zusätzliche Ressourcen für die zukünftig eigenständige Universität Koblenz. Serafin Eilmes, AStA-Referent für Transparenz und Kommunikation, ergänzt: „Wir sind keine Variablen, die man von A nach B schieben kann. Wir sind akut davon betroffen, wenn es keine Seminarplätze mehr gibt, die Dozenten keine Bachelorarbeiten mehr betreuen können und die Bibliothek nicht mehr finanziert werden kann! Um das deutlich zu machen, schicken wir die Postkarten.“
Damit sich aus ihrer Sicht die Situation verbessert, braucht es ihrer Meinung nach:
• Übernahme aller zusätzlichen Kosten der Uni-Trennung durch das Land
• Mehr Stellen für qualitative Lehre und Forschung
• Mehr Raum für zumutbare Studienbedingungen
• Erhöhung der auf eine angemessene Grundfinanzierung. ps

Autor:

Thomas Klein

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