Landauer Wochen gegen Rassismus ab 15. März:
Gegen Alltagsrassismus

Wo Integration gelebt wird, ist für Rassismus kein Platz.
  • Wo Integration gelebt wird, ist für Rassismus kein Platz.
  • Foto: Beirat für Migration und Integration
  • hochgeladen von Thomas Klein

Landau. Ausfallen lassen? Geht gar nicht! Angesichts der Coronakrise können aber auch die Landauer Wochen gegen Rassismus nicht in gewohnter Weise stattfinden. Da die Pandemie aufgezeigt hat, wie schnell Fehlinformation, mangelnde Aufklärung, Angst, Hass und auch Neid durch gezielte Instrumentalisierung bestimmter gesellschaftlicher Gruppen (Alltags-)Rassismus und Antisemitismus vorantreiben und zu Übergriffen und gesundheitlicher Gefährdung der Mitmenschen führen, ist es um so mehr geboten, dagegen vorzugehen. Entsprechend finden in alternativer Form vom 15. bis 28. März die Landauer Wochen gegen Rassismus statt.
In Landau haben der Beirat für Migration und Integration, die Jusos Landau und der Verein für Toleranz und Menschlichkeit Südpfalz nun kurzfristig ein, auf die aktuelle pandemische Lage abgestimmtes digitales Veranstaltungsprogramm geplant. Den Schwerpunkt der diesjährigen Veranstaltungsreihe setzen die Veranstaltenden auf das Thema „Alltagsrassismus“. Zu den angebotenen Onlineveranstaltungen können sich Interessierte per E-Mail unter anmeldung@toleranzundmenschlichkeit.org anmelden und erhalten dann die Zugangsdaten zur Teilnahme.
Den Start macht die Vorabveranstaltung „Festung Europa – Wie die Menschenrechte an den europäischen Außengrenzen mit Füßen getreten werden“ am 10. März um 18.30 Uhr. Die Fotografin und Aktivistin Alea Horst berichtet über ihre letzten Erfahrungen vom Januar und Februar diesen Jahres an der Bosnisch- Kroatischen Grenze sowie aus den Flüchtlingslagern auf Lesbos. Schwerpunkt im Gespräch werden die aktuellen Lebensbedingungen der Menschen sein sowie deren Verfassung, die desaströse Menschenrechtslage vor Ort und was wir hier tun können um den Menschen zu helfen.
Am 18. März 2021 um 19 Uhr erzählt der Landauer Bürger Tri Tin Vuong bei der Onlineveranstaltung „Vom Boatpeople zum engagierten Landauer Bürger“ die unglaubliche Geschichte eines Mannes, der vor dem Kommunismus in Vietnam geflüchtet ist und in Deutschland eine neue Heimat gefunden hat. Er erzählt uns seine Geschichte wie er nach Deutschland kam, mit welchen Hürden er zu kämpfen hatte, seinen Erfahrungen mit Alltagsrassismus und wie er zur Kommunalpolitik kam.
In der Onlineveranstaltung „Diskriminierung – Thinking outside the box“ am 24. März um 19 Uhr berichtet die Landtagsabgeordnete Giorgina Kazungu-Haß über ihre Erfahrungen mit Rassismus als Frau und PoC sowohl im Landtag als auch im Privaten. Wie wird sie im Privaten mit Rassismus konfrontiert und welche Stellschrauben müssen gedreht werden, damit Rassismus in unserer Gesellschaft keinen Platz mehr hat?
Den Abschluss der Veranstaltungsreihe macht am 26. März um 18.30 Uhr der Onlinevortrag „Der Rassist in meinem Kopf – Wie kommt er da rein? Wie werde ich ihn wieder los?“ von Björn Eisenmann. Er legt dar, wieso alltagsrassistische Vorurteile seit jeher in den Köpfen der Menschen verankert sind, wie wir diese identifizieren und aus unseren Köpfen vertreiben können.
Um den auch in Landau vorhandenen Alltagsrassismus öffentlich zu machen, ihn den Menschen vor Augen zu führen und insbesondere aufzuzeigen, was dieser Alltagsrassismus mit den Betroffenen macht und wie hoch die Betroffenheit in unserer Gesellschaft ist, rufen der Beirat für Migration und Integration der Stadt Landau in Kooperation mit dem Jugendbeirat und dem Haus der Jugend Betroffene und Zeugen von Alltagsrassismus dazu auf, ihre Geschichte einzureichen. Die Geschichten werden anonymisiert im Zeitraum vom 15. bis 28. März in Landau aufgehängt. Für weitere Informationen oder zur Einreichung der Geschichten (bis zum 14. März) wenden Sie sich an: ebru-tas@hotmail.de
Da auch die jährliche Gedenkveranstaltung für die Opfer rassistischer Gewalt „Bewegte Lichter gegen das Vergessen“ am 21. März, dem internationalen Tag gegen Rassismus, nicht wie gewohnt stattfinden kann, planen die Veranstaltenden zu diesem Tag unter dem Titel „Wie aus Worten Taten werden“ eine Plakataktion zur Mahnung und zum Gedenken der Opfer von körperlicher und verbaler rassistischer Gewalt und rufen auf, Kerzen für ein würdiges Gedenken mit Abstand anzuzünden.

Autor:

Thomas Klein

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