Mehr Mitglieder, mehr Sparten, Einigkeit im Vorstand und dennoch Sorgen
Sorgen beim VfR Baumholder

Baumholder. Mehr Mitglieder, mehr Sparten, Einigkeit im Vorstand – und dennoch hat der VfR Baumholder Sorgen. Darauf ging Dieter Bergisch, einer der Vorsitzenden, während der Jahreshauptversammlung ein, zu der 57 Mitglieder gekommen waren.
Aber zunächst das Positive: 39 Mitglieder kamen im vergangenen Jahr hinzu, damit bleibt der VfR mit 1097 Mitgliedern mit Abstand größter Verein in der Verbandsgemeinde. Ihn bilden nun acht Sparten. Ringen ist zwar schon seit Anfang 2019 beim VfR möglich, offizielle Gründungsversammlung der eigenen Sparte war aber erst im Februar. „Zunächst haben wir abgewartet, wie sich der Zuspruch entwickelt“, so Bergisch. Und der kann sich sehen lassen. Vor Corona trainierten 25 bis 30 Kinder pro Woche bei Heiko Grube und dessen Helfern. Spartenleiter ist Claus Brocker.
Weniger erfreulich ist, so Bergisch weiter, die Teilnahme an der Sportabzeichen-Aktion: „Mit 67 abgelegten Sportabzeichen wurde das Ziel ‚dreistellig‘ deutlich verfehlt“. Zwar sei ein leichter Anstieg von etwa zehn Prozent zu verzeichnen, „aber eine wirkliche Trendwende ist das leider nicht“.
Bergisch berichtete auch über die Info-Veranstaltung zum Thema „Freiwillige Leistungen in schwierigen haushaltärischen Zeiten“ im Rathaus. Wie wichtig freiwillige Leistungen sind, zeigte Bergisch am Beispiel Brühlstadion auf. Beim Training im Juli merkten die Sportler, in welch schlechtem Zustand der Rasenplatz ist: „Knochentrocken, hart wie Beton und uneben“. Nebenbei habe der Verein erfahren, dass der Platz in diesem Jahr nicht gedüngt wurde. Dazu Bergisch: „Jetzt spielen wir Verbandsliga, und es ist absehbar, dass auf dem Rasen in diesem Zustand kaum Spiele ausgetragen werden können“. Zudem sei das ganze Gelände des Stadions ein „einziges Trauerspiel“. Würden Mitglieder der Alten Herren nicht ab und zu Hand anlegen, sähe es noch viel schlimmer aus. „Die Anlage verfällt mehr und mehr“. Und das, obwohl er dem Bauhof für dessen Arbeit dankbar sei. Aber es müsse mehr getan werden. Daher fordert Bergisch ein gemeinsames Konzept von Stadt, Bauhof und VfR. In diesem Zusammenhang betont Bergisch wieder die eindrucksvollen Zahlen, die er auch schon bei besagter Sitzung im Rathaus dargelegt hat: 520 Sportler werden pro Woche beim VfR in der Westrichhalle und Brühlhalle trainiert, hinzu kommen 45 Reha-Sportler im Jugendzentrum, also insgesamt 565 Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Weitere 180 Sportler trainieren outdoor in den Sparten Tennis, Leichtathletik und Fußball. Das macht insgesamt 745 Sportler. Woche für Woche. Daher unterstrich er die Forderung des Vereins nach einer Multifunktionshalle. Diese sei dringend notwendig, auch, um den VfR als Mehrspartenverein zu erhalten. Und genau das sei erklärtes Ziel des Vorstandes.
Breiten Raum nahm das Thema Corona ein. Nicht nur finanziell habe der Komplettausfall der Fußball-Rückrunde den Verein getroffen. Mit Sorge blickt Bergisch auch auf die kommende Saison. Schnell seien Rücklagen aufgebraucht. Und wie der Trainingsbetrieb weiter geht, das steht ebenfalls noch in den Sternen. Seit Mitte März ruht der gesamte Hallensport, und an der frischen Luft wurde erst seit Ende Mai wieder unter strengen Auflagen trainiert. „Aktuell stehen wir vor großen Herausforderungen“, betont Bergisch. Für Außen- und Hallensport habe der Verein Hygienekonzepte erarbeitet, deren Umsetzung für alle Beteiligten viel Mehrarbeit bedeute. „Es ist noch nicht abzusehen, ob alle Gruppen im Hallensport jetzt wieder starten, nachdem beide Hallen wieder freigegeben sind.“ Steigende Infektionszahlen machten ebenfalls nicht gerade Mut.
Sorgen bereitet Bergisch auch die Situation im Vorstand: „Wir sind alle im Alter zwischen 61 und 68. Fast alle gehen in diesem Alter in Ruhestand und Pension.“ In den VfR-Ruhestand ging an diesem Abend auch Berthold Hoffmann, der nach vielen Jahren als Finanz-Chef nicht mehr zur Verfügung stand. Das Amt wurde nicht wieder besetzt. Daher sagt Bergisch: „Wir haben ein echtes Problem und dadurch auch große Sorgen, wie es in Zukunft weitergehen soll, wenn sich bei den Mitgliedern dieses großen Sportvereins niemand mehr bereit erklärt oder berufen fühlt, ein Ehrenamt als Vorstand zu übernehmen.“ (ps)

Autor:

Anja Stemler aus Kusel-Altenglan

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