Techniken sind besonders für Frauen und ältere Menschen geeignet
Aikido im TV-Kirchheimbolanden

 K.Schulte-Hubbert und Patricia Hendricks  Foto: ps

Kirchheimbolanden. Neben Judo und Ju-Jutsu bietet der TVK auch Aikido an. Im Unterschied zu den beiden Kampfsportarten versteht sich Aikido als Kampfkunst. Turniere gibt es nicht. Es geht um das Erlernen der Technik und nicht darum, einen Gegner zu besiegen. Der härteste Gegner ist man sich oft selbst. Wie jede Kampfkunst sind die ersten Schritte besonders schwierig. Neben dem Erlernen der Verteidigungstechnik ist auch die Fallschule wichtig. Zum miteinander Lernen gehören immer mindestens zwei. Ein Angreifer und ein Verteidiger. Ohne realistischen Angriff ist eine Verteidigung nicht möglich. Wenn der Angreifer dann zu Boden geht, sollte er das unbeschadet überstehen. Das will gelernt sein und kostet am Anfang Überwindung. Im Aikido entsteht eine Verbindung zwischen Angreifer und Verteidiger. Der Verteidiger möchte natürlich nicht verletzt werden, er will aber auch nicht den Angreifer mehr als nötig verletzen. Da es kein kompromissloses Gegeneinander gibt, eignen sich die Techniken auch besonders für Frauen und ältere Menschen. Zu Verletzungen kommt es selten. Die Techniken werden nicht brachial gegen den Angreifer durchgesetzt. Kommt man mit einem Griff nicht durch, ändert man die Technik. Dem Angriff auszuweichen und ihn gegen den Angreifer zu wenden, ohne seinen Standpunkt aufzugeben, das ist der Sinn des Aikido. Mit zunehmender Übung kann es gelingen, dieses auch in sein tägliches Leben zu integrieren. Selten ist man mit physischen Angriffen konfrontiert. Auseinandersetzungen finden täglich im Berufsleben, in der Familie, zwischen Nachbarn oder sonst unspektakulär statt. Was nutzt das Wissen, dass man seine Kollegen, seine Kinder oder den Nachbarn verprügeln kann? Es wird unter allen Umständen vermieden. Ausgeglichen dem Gegner zu begegnen, flexibel reagieren und seinen Standpunkt trotzdem nicht aufzugeben, ist auch Aikido. Man lernt es im Dojo. Angreifer werden nicht als Gegner betrachtet, sondern als Partner. Die beste Selbstverteidigung ist die, die man nicht braucht.
Das Know-how wird im TVK durch Lehrer der Aiki-Akademie Mainz und eigene Dan-Träger vermittelt. Uwe Holzmann und Klaus Schulte-Hubbert konnten in den letzten Jahren eine Dan-Prüfung ablegen. Durch Seminare schaut man immer wieder auch nach anderen Stilrichtungen. Im September zum Beispiel das Seminar mit Miles Kessler aus Tel Aviv (Aikido Without Borders). Höhepunkt im Jahr ist das von der Aiki-Akademie organisierte Seminar mit Patricia Hendricks aus San Leandro. Dieses Jahr fand es in Hannover statt. Im nächsten Jahr ist als Austragungsort wieder die Burg Stahleck über Bacharach am Rhein vorgesehen.
Durch den Brand in der NPG-Halle haben die Kampfsportgruppen im TVK vorübergehend ihr Dojo verloren und halten ihren Trainingsbetrieb in verschiedenen Hallen der Umgebung seit den Sommerferien aufrecht. Leider sind Kinder heute durch die Ganztagsschulen örtlich und zeitlich sehr eng getaktet und können Änderungen in Trainingszeiten und Trainingsorten oft nicht mitvollziehen. Bedauerlich, wenn sie wegen der Hallensituation die Angebote des TVK´s nicht mehr nutzen können. ps

Weitere Informationen:
Informationen zum Aikido in Kirchheimbolanden bei Klaus Schulte-Hubbert, Telefon: 06357 989180 oder 0151 15528397

Autor:

Laura Braunbach aus Ludwigshafen

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