Das erwartet harte Derby
Handball: St.Leon/Reilingen setzt sich mit 27:23 (13:11) gegen den TSV Rot durch

Karlsruhe. (bz) Es ist die zwangsläufige Frage, die nach einem Remis im Handball aufkommt. „Wir lagen teilweise mit vier Toren in Führung und haben es nicht geschafft gegen einen Gegner auf Augenhöhe den Sack zuzumachen“, beantwortete Sascha Kuhn die Frage, ob das 26:26 (12:13) seiner HSG St.Leon/Reilingen im Frauen-Drittliga-Duell beim TV Möglingen ein gewonnener oder verlorener Punkt gewesen ist, nicht ganz eindeutig.
„Wir haben zu viele Fehler gemacht, deshalb war der Ausgleich in letzter Sekunde nicht unverdient für Möglingen“, führt Kuhn weiter aus. Ein Sonderlob hatte er für seine Abwehr, insbesondere die Torhüterin parat: „Sina Golla hat uns am Leben gehalten.“ Letztlich überwog die Freude über den einen Zähler, den St.Leon/Reilingen aus der Nähe von Ludwigsburg mitgebracht hat: „Der Punkt tut uns gut, wir bleiben damit weiterhin Sechster.“
Für Martin Schnetz waren die zwei Punkte das wichtigste überhaupt. „Ein Leckerbissen war es nicht gerade, aber das darf man von einem Derby auch nicht erwarten“, zog der Trainer des Männer-Badenligisten HSG St.Leon/Reilingen sein positives Fazit zum 27:23-Sieg gegen den TSV Rot.
Beide Teams kämpften bis zur letzten Sekunde um den Sieg in diesem prestigeträchtigen Duell und obwohl es mitunter nur einen Treffer Unterschied gab, lag die HSG durchgängig in Führung. „Ich hatte nie das Gefühl, dass es kippen könnte“, so Schnetz, der besonders seinen Torhüter lobte, „Daniel Unser hat unzählige Bälle gehalten, aber insgesamt lässt sich festhalten, dass jeder unserer Jungs zu 100 Prozent wollte.“
Sein Trainerkollege bemängelte zu viele liegengelassene Chancen. „Zusätzlich hatten wir einfach einen zu kleinen Kader und wenn man unten steht, landet eben auch jeder Abpraller beim Gegner“, sagte Rots Trainer Sebastian Thome, der schnell den Blick nach vorne auf das ungemein wichtige Heimspiel gegen Stutensee-Weingarten richtete, „das müssen wir gewinnen, egal wie.“
Ohne die beiden etatmäßigen Mittelmänner Philipp Stotz und Dominik Sommer fehlte dem TV Eppelheim die nötige Struktur im Angriff. Das wusste die SG Leutershausen II optimal zu nutzen und feierte mit 35:33 (17:14) ihren ersten Saisonsieg. „Das war eine ärgerliche, absolut vermeidbare Niederlage“, sagte TV-Trainer Robin Erb. Einer der Gründe für die Pleite war das nicht ausreichend schnelle Umschaltverhalten: „Im Rückzug waren wir zu langsam und haben so zu viele Tore über die erste und zweite Welle bekommen, obwohl wir eigentlich darauf vorbereitet waren.“
Immer in Reichweite, aber nie wirklich nah dran an einer Überraschung war die TSG Wiesloch. Die Sieben von Trainer Michael Peitz lieferte dem Tabellenführer SG Pforzheim/Eutingen II dennoch einen harten Kampf. Angeführt von Alexander Sauer (6), Kevin Kleinlagel (4) sowie Jonas Dutzi (4) verkauften sich die Wieslocher sehr teuer in der Goldstadt. Letztlich war gegen die nun mit 11:1-Punkten an der Spitze stehende SG aber nichts zu holen und die Partie endete 29:24 (16:13).
Es ist passiert, die TSG Eintracht Plankstadt hat ihre erste Niederlage kassiert. Verantwortlich dafür war der TSV Amicitia Viernheim, der den Tabellenführer am Samstagabend mit 30:26 bezwingen konnte. Im Spielbericht des Wolfsrudels kam die faire Gratulation an Viernheim zum Ausdruck: „Schlussendlich konnte man sich leider nicht mit leidenschaftlichem Kampf und mannschaftlicher Geschlossenheit gegen die starken Individualisten der Viernheimer durchsetzen und nahm die erste Niederlage der Saison sportlich.“
Somit ist der TV Hardheim 1895 der TSG dicht auf den Fersen nach seinem 27:23-Erfolg über den TV Friedrichsfeld.
Nichts zu holen gab es für die SG Heddesheim bei der HG Oftersheim/Schwetzingen II. Das 31:28 bescherte der HGO ein nun ausgeglichenes Punktekonto (6:6) und sorgte dafür, dass die Löwen punktgleich mit dem Schlusslicht SG Leutershausen II sind. Im Bericht der SG wird der Fokus nach vorne gelegt: „Jetzt gilt es den Schalter schnell umzulegen und sich auf das schwere Derby am kommenden Sonntag gegen den TSV Viernheim vorzubereiten. Es wird sehr schwer, aber ein oder gar zwei Punkte wären in der Abstiegsrunde sicherlich hilfreich. Wir haben nichts zu verlieren, warum also nicht gewinnen?“
In der Gruppe B bleibt der TV Knielingen den Pforzheim/Eutingern auf den Fersen. Beim HSV Hockenheim musste der TV allerdings mehr zittern, als man das im Vorfeld hätte erwarten können. Das Schlusslicht zog sich bei seiner 26:30-Niederlage sehr achtbar aus der Affäre.
Für die Badenliga-Frauen des TSV Rot und der TSG Wiesloch endete das Wochenende jeweils in der Fremde äußerst erfolgreich. Die von Stefanie Busch trainierten Roterinnen belohnten sich nach zuvor drei knappen Niederlagen endlich für ihren großen Aufwand, den sie jede Woche betreiben und fuhren den ersten Saisonsieg ein. Mit 24:22 machte sich der TSV auf die angenehme Heimreise von der HG Saase. Gleichzeitig hat die Busch-Sieben vorerst die Rote Laterne los.
Die Wieslocherinnen feierten in der Gruppe B der Badenliga den vierten Sieg im vierten Spiel. 33:29 hieß es nach 60 Minuten bei der HG Königshofen/Sachsenflur, wonach es zur Pause nicht wirklich aussah. 13:17 lag die Mannschaft von Trainer Frank Gerbershagen zu diesem Zeitpunkt im Hintertreffen. Eine klare Leistungssteigerung im zweiten Abschnitt sowie eine alles überragende Alina Frick (14) machten die Wende möglich.
„In der ersten Halbzeit haben wir es dem Gegner ermöglicht, uns sein Spiel aufzuzwingen“, sagte Gerbershagen, zeigte sich aber begeistert über die zweiten 30 Minuten: „Die waren fantastisch und letztlich hatte unsere Torhüterin Katharina Fiala einen ganz großen Anteil am Sieg.“
Die Badenliga-Frauen der SG Heddesheim brachten aus Oftersheim/Schwetzingen ebenfalls eine Niederlage mit. 30:24 endete das Duell zugunsten der HGO, die frühzeitig die Weichen auf Sieg stellte und sich auf den dritten Platz verbesserte.
Das erwartet klare Ergebnis gab es in der Männer-Verbandsliga zwischen dem TSV Wieblingen und dem TSVG Malsch (44:23). Elf Mehrfach-Torschützen unterstreichen die Wieblinger Überlegenheit.
Enorm prickelnd ging es am Samstagabend in allen drei Partien der Gruppe B der Männer-Verbandsliga zu. Die TG Eggenstein (24:23-Erfolg in Ispringen) und die HSG Walzbachtal (26:25-Sieg gegen die SG Odenheim/Unteröwisheim) feierten ganz knappe Erfolge, die hinterher aber umso süßer schmecken. Für Eggenstein kam erschwerend hinzu, dass es der erste Saisonsieg war und die Erleichterung darüber riesengroß gewesen sein muss. Etwas deutlicher gestaltete der TSV Rintheim sein Heimspiel gegen die HSG Ettlingen (31:25) und setzt sich damit vorerst im oberen Bereich der Tabelle fest.
In der Frauen-Verbandsliga hat die KuSG Leimen zwei wichtige Zähler beim 33:29 gegen den TV Schriesheim eingefahren, ebenso wie die SG Walldorf Astoria in der Parallel-Staffel gegen die TG Pforzheim (25:20).
Ganz wenige Tore gab es in der Partie der Frauen-Landesliga im Bezirk Rhein-Neckar-Tauber zwischen der HSG Bergstraße und der SG Bammental-Mückenloch (16:16). Wenig erfolgreich lief es für die beiden Heidelberger Vertreter in der Männer-Landesliga. Die SG HD-Leimen kassierte beim TV Hemsbach die vierte Niederlage im vierten Spiel (33:23) und der TV Bammental unterlag bei der TG Laudenbach mit 29:22.
Eine denkwürdige Aufholjagd legte die SG Sulzfeld/Bretten in der Männer-Landesliga im Bezirk Alb-Enz-Saal hin. 21:23 lag sie vier Minuten vor Schluss gegen die SG Hambrücken/Weiher zurück. Drei Tore in Serie, das letzte durch Stefan Gottstein wenige Sekunden vor Schlusssirene, bescherte den umjubelnden 24:23-Heimsieg. An der Tabellenspitze bleibt der TSV Knittlingen dank eines souveränen 41:26 gegen die HSG Linkenheim-Hochstetten-Liedolsheim.
In der Parallel-Staffel trennten sich die Spitzenteams Post Südstadt Karlsruhe und TS Durlach 33:33-Unentschieden.
Viele enge Ergebnisse hielt die Frauen-Landesliga bereit. Dabei schrammte der TV Malsch ganz knapp an seinem ersten Saisonsieg vorbei und unterlag der TG Eggenstein mit 20:21 trotz 20:19-Führung vier Minuten vor dem Ende. An der Spitze gab sich die HSG Walzbachtal keinerlei Blöße und schlug die SG Pforzheim/Eutingen mit 31:14.
Hier gibt´s den Überblick zu allen Spielen am vergangenen Wochenende: https://www.badischer-hv.de/spielbetrieb/ergebnisse/ergebnisse-bhv-bw#/schedule?oId=35

Autor:

Badischer Handball-Verband aus Karlsruhe

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