Stadtentwässerung Kaiserslautern schließt Kanalerneuerung in der Königstraße ab
Baumaßnahme im vorgesehenen Zeitrahmen durchgeführt

Bei dem Verfahren wurden vorgefertigte Kunststoff-Rohrstücke in den alten Kanal eingesetzt  Foto: STE
  • Bei dem Verfahren wurden vorgefertigte Kunststoff-Rohrstücke in den alten Kanal eingesetzt Foto: STE
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Kaiserslautern. Seit Ende Mai hatte die Stadtentwässerung den 120 Jahre alten Abwasserkanal zwischen Marienkirche und Humboldtstraße saniert. Nun wurde die Erneuerung des Hauptsammlers in der Königstraße abgeschlossen, die in verschiedenen Bauabschnitten bereits vor der Errichtung des „K in Lautern“ im Jahr 2011 begann.

Nach der Sanierung des Hauptsammlers in der Königstraße vom Pfaffgelände kommend (2017) war in dem aktuellen Abschnitt der Kanal von der Marienkirche bis zur Humboldtstraße für 1,1 Millionen Euro erneuert worden. Als Abschluss der Baumaßnahme wurde die Baugrube vor der Marienkirche durch das Einbringen von sogenanntem Flüssigboden verfüllt. Dieses noch relativ neue Bauverfahren setzt die Stadtentwässerung zunehmend im Innenstadtbereich ein. Das dauert zwar länger, aber die Lärm- und Vibrationsbelastung für das Umfeld sind deutlich geringer.
Für die Bauarbeiten hatte stadteinwärts ein Fahrstreifen gesperrt werden müssen, so dass es während der Bauzeit zu Verkehrsbehinderungen kam. Stadtentwässerungs-Vorstand Jörg Zimmermann räumt ein, dass die Verkehrsteilnehmer trotz Ferienzeit teilweise lange Stauzeiten ertragen mussten. „Viele gaben uns aber positive Rückmeldung auf die eingesetzte Technik, nachdem sie den Einbau der zunächst sonderbar wirkenden Rohrstücke beobachtet hatten.“ Insgesamt 161 neue Rohrstücke hat die Stadtentwässerung in den alten Kanal absenken lassen, die dort zu dem neuen Kanalabschnitt verklebt wurden.
Die Stadtentwässerung hat damit ein Verfahren angewandt, das Zeit und Geld sparte. Bei dem Rohr-in- Rohr-Verfahren wurden vorgefertigte Rohrstücke aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) über eine Baugrube vor der Marienkirche in den alten Kanal eingesetzt. Die Fahrbahndecke musste nicht in großem Stil aufgerissen werden. Dadurch konnte die Bauzeit von zwölf Monaten auf drei Monate verkürzt werden und die Gesamtkosten der Baumaßnahme waren aufgrund der wesentlich geringeren Aushubarbeiten um mindestens ein Drittel geringer als bei offener Bauweise.
Wie Bürgermeisterin Susanne Wimmer-Leonhardt betont, gilt ihr besonderer Dank den von der Baumaßnahme direkt betroffenen Anliegern, insbesondere den Gewerbetreiben. „Einschränkungen waren im täglichen Betrieb leider oft nicht zu verhindern, aber die vor Ort Beteiligten waren stets bereit, gemeinsam eine für alle akzeptable Lösung zu finden. Nur so konnte die Stadtentwässerung die Baumaßnahme glatt und im vorgesehenen Zeitrahmen durchführen.“
Seit 2011 hatte es in der Königstraße und rund um die Einkaufsgalerie immer wieder Kanalbauarbeiten gegeben. Jetzt seien vorerst die Großbaumaßnahmen im Innenstadtbereich abgeschlossen, so Zimmermann. Wobei er ausführt, dass die Stadtentwässerung permanent daran arbeitet, das Kanalnetz zu erneuern. Und es gebe durchaus noch Stellen, an denen der Kanal über 100 Jahre alt sei. ps

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