Update Sturmtief Sabine
Feuerwehr und Polizei ziehen erste Bilanz

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  • Foto: Feuerwehr Kaiserslautern
  • hochgeladen von Ralf Vester

Kaiserslautern. Insgesamt kam die Westpfalz einigermaßen glimpflich davon. Größere Schäden durch das Sturmtief Sabine blieben aus, verletzt wurde bislang niemand (Stand: Montag, 10 Uhr).

Insgesamt wurden der Polizei 186 Ereignisse in Zusammenhang mit dem Sturm gemeldet. Allein 162 Mal blockierten umgestürzte Bäume oder abgebrochene Äste die Fahrbahn. 47 Straßen wurden deshalb zeitweise gesperrt bis die Feuerwehr oder die Straßenmeisterei die Straße wieder freigeräumt hatte. Längerfristig gesperrt waren die Bundesstraße 48 zwischen Fischbach und Enkenbach sowie die Landesstraße 503 zwischen Kaiserslautern und Trippstadt.

In der Dresdner Straße fiel eine Tanne auf ein Haus. Es entstand Sachschaden im fünfstelligen Bereich. Verletzte wurde niemand. Neben den Bäumen machten Verkehrsteilnehmern vor allem herunterfallende oder herumwirbelnde Gegenstände zu schaffen. Insgesamt 18 Autos wurden dadurch beschädigt. Ein Dixi-Klo machte sich in der Langenfeldstraße selbständig und beschädigte ein parkendes Auto. In der Logenstraße setzte sich ein Müllcontainer in Bewegung und prallte an einen dort abgestellten Pkw. Der Sachschaden an den Autos dürfte sich auf insgesamt mehrere tausend Euro belaufen.

In der Hussongstraße rollte ein Anhänger durch den starken Wind auf die Straße. Obwohl er eine Strecke von gut zehn Metern zurücklegte, kam es nicht zu einem Schaden. Mehrere Verkehrsschilder oder Absperrungen wurden aus ihren Verankerungen gerissen und umgeweht. Auch hier wurde glücklicherweise nichts beschädigt.

Vorbereitende Maßnahmen durch die Feuerwehr und ILS Kaiserslautern: Die Anzahl der besetzten Arbeitsstellen in der Integrierten Leitstelle wurden auf sechs verdoppelt. Kräfte der Freiwilligen und der Berufsfeuerwehr sowie des Katastrophenschutzes wurden in erhöhte Alarmbereitschaft gesetzt. Weiterhin war ein zusätzlicher Beamter des Führungsdienstes der Feuerwehr Kaiserslautern rufbereit.

Verlauf / eingesetzte Kräfte:
Erste Einsätze durch den Sturm waren am Sonntagabend um 18.00 Uhr zu verzeichnen.Durch die vorbereiteten Maßnahmen konnten alle Einsätze bis ca. 20.30 Uhr mit dem im Dienst befindlichen Personal bewältigt werden.

Im Anschluss wurden sukzessive alle Züge der Freiwilligen Feuerwehr Kaiserslautern Innenstadt alarmiert. Darüber hinaus befanden sich im Laufe der Nacht folgende Züge der Freiwilligen Feuerwehr der Stadtteile Kaiserslautern im Einsatz:Zug Dansenberg, Zug Erfenbach, Zug Erlenbach, Zug Hohenecken, Zug Mölschbach, Zug Morlautern, Zug Siegelbach. Katastrophenschutzkräfte der Stadt verpflegten die Einsatzkräfte in speziell eingerichteten Verpflegungspunkten.

Alle Arbeitsplätze der Integrierten Leitstelle Kaiserslautern wurden besetzt.Am Montagmorgen um 7.00 Uhr fand ein Austausch der Einsatzkräfte statt. Bis jetzt waren ca. 150 Kräfte mit über 30 Fahrzeugen im Einsatz.

Einsatzschwerpunkte:
Straßensperrungen wegen umgestürzter Bäume auf Fahrbahnen, umgestürzte Bäume auf Gebäuden, herabfallende Teile von Baugerüsten, ein Kindergarten wurde infolge eines umgestürzten Baumes geschlossen, während eines Stromausfalles wurde in Mölschbach das Feuerwehrhaus besetzt, um eine Ansprechstelle für die Bevölkerung zu haben, Brandmeldeanlagen, die durch Auswirkungen des Orkans ausgelöst hatten.
 
Einsätze in der Stadt Kaiserslautern: ca. 60
Einsätze im Bereich der Integrierten Leitstelle Kaiserslautern: ca. 170

Bemerkenswert:
Durch die Warnungen im Vorfeld des Orkans blieb die Bevölkerung weitestgehend zu Hause. Im Bereich der Stadt Kaiserslautern kam es zu keinen Personenschäden. ps

Autor:

Ralf Vester aus Kaiserslautern

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