Vortrag über Sanierung der Stadtmauer in Jockgrim
Historisches Gemäuer mit langer Tradition

Jockgrim.   In Jockgrim erzählen historische Gemäuer von der über 750-jährigen wechselvollen Geschichte des Ortes. Ein überaus herrliches Motiv für Besucher bietet der Blick vom Tiefgestade auf die alte Stadtmauer, die an die einst befestigte Burg erinnert. Die Stadtmauer blickt inzwischen auf eine traditionsreiche Geschichte zurück. Um 1365 wurde mit dem Bau der Jockgrimer Stadtmauer im Hinterstädtel begonnen. Erste Schäden erlitt die Mauer durch den Pfälzer Bauernaufstand ab 1516, weitere wesentliche Zerstörungen im 17. Jahrhundert während des Dreißigjährigen Krieges (1618 bis 1648), im Pfälzischen Erbfolgekrieg (1688 bis 1697) und im Spanischen Erbfolgekrieg (1701 bis 1714).
1789 beschlagnahmte die Versailler Nationalversammlung alle Güter der Kirche auch die unter französischer Oberhoheit stehenden Gebiete des Hochstifts Speyer. Durch den Verkauf des Kirchenguts sollten Staatsschulden gedeckt und die Revolution gefestigt werden. 1794 wurden die Jockgrimer Bischofsgüter als französisches Nationalgut in Weißenburg versteigert. (Quelle: Chronik der Gemeinde Jockgrim von Dr. Dieter Rasimus , 1992) Die neuen „bürgerlichen“ Eigentümer des Jahres 1794 sind in der Chronik ab Seite 174 aufgeführt. Die Güterkomplexe der einheimischen Käufer wurden schon bald wieder verkauft oder durch vererben aufgeteilt.

Vortrag über Sanierung

2017 wurde der Teil der Jockgrimer Stadtmauer um die Kirche St. Dionysius saniert.  Der verantwortliche Architekt Achim Stadter aus Rheinzabern, die beratende Expertin Dr. Petra, Egloffstein vom Institut für Steinkonservierung in Mainz und der ausführende Handwerksbetrieb „Die Bauwerkstätte“ von Andreas Leitheiser kommen am Freitag, 20. April, um 20 Uhr ins Zehnthaus nach Jockgrim, um über ihre Erfahrungen rund um die Sanierungen zu berichten. Sie werden aufzeigen, wie die Arbeiten durchgeführt wurden. Bei der Sanierung wurden die durch Witterung und Bewuchs gänzlich zerstörten Ziegelsteine im Sichtbereich entfernt und durch neue (alte) Steine ersetzt. Die Wände wurden neu verfugt. Die Rezeptur des Fugenmörtels brachte Petra Egloffstein ein. Sandsteinabdeckungen wurden neu gesetzt und teilweise erneuert. Vor diesen Arbeiten wurde Bewuchs an der Mauer entfernt und eingewachsene Wurzeln freigelegt und beseitigt.  Veranstalter ist das Kuratorium für Kunst und Denkmalpflege e.V.

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