Jagdpächter Heiner Sohl schützt die Natur in seinem Revier
Auf frischer Tat ertappt

Jäger sorgen dafür, dass die Waldschäden nicht zu groß werden. Foto: klimkin/Pixabay
  • Jäger sorgen dafür, dass die Waldschäden nicht zu groß werden. Foto: klimkin/Pixabay
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Von Jutta Meyer

Haßloch. Heiner Sohl, Urhasslocher, hat die Begeisterung für die Jägerei bereits mit in die Wiege gelegt bekommen. Sein Vater nahm den kleinen Heiner mit auf die Jagd, der in all den Jahren eine feines Gespür für die Natur entwickelte und früh seinen Jagdschein machte. Auch sein Sohn, der neunzehnjährige Philipp, hat mit vierzehn Jahren den Jagdschein gemacht. „Für unsere Familie hat die Natur in unserem Leben einen hohen Stellenwert. Wir leben naturbewusst, dulden keine Verschwendung zum Beispiel von Lebensmitteln. Jäger sorgen dafür, dass die Waldschäden nicht zu groß werden und, dass zum Beispiel die afrikanische Schweinepest bei uns Einzug hält. Nicht das Abschießen des Wildes steht im Mittelpunkt, sondern die Pflege und Hege der Natur“ , betont Heiner Sohl. Seine Pacht umfasst zirka 940 Hektar, sein Revier ist im Oberwald. In diesem Gebiet sind Schwarzwild, Rehwild, Hasen, Rebhühner, Fasane, Kaninchen und Füchse zu Hause. Täglich durchstreift Heiner Sohl sein Revier, um auch Missstände aufzudecken.

Illegale Müllentsorgung im Wald ist keine Seltenheit

Sein Sohn Philipp rief ihn am Mittwochabend kurz vor Mitternacht vor Fronleichnam an und teilte ihm mit, dass er bei seinem Rundgang eine Schutthalde im Gebiet „Am Dohl“ in der Nähe von den Hügelgräbern entdeckt habe. Heiner Sohl ermahnte seinen Sohn auf ihn zu warten, nicht alleine in Aktion zu treten. Von zwei Seiten fuhren beide in das Waldstück, um den Frevlern den Weg abzuschneiden. Dann sahen sie einen Sprintpritschenwagen auf dem Weg stehen, die Fahrer- und Beifahrertüren waren geöffnet. Heiner Sohl zog sofort den Wagenschlüssel ab und begab sich auf die Suche nach den Missetätern, die er in naher Umgebung in Gras liegen sah.

„Wir sind vom Joggen müde, haben uns zum Ausruhen in das Gras gelegt“, sagten die Ertappten. „Na, wer joggt denn um Mitternacht im Wald“ ging es Heiner Sohl durch den Kopf. Schnell entschlossen rief er die Polizei an, die nach einer Zeit mit zwei Streifenwagen angefahren kamen. „Ich habe große Achtung vor den Polizisten, darunter auch eine Frau. Sie hatten die Situation sofort im Griff. Die Ausrede, dass das Fahrzeug ihnen nicht gehört, dass sie mit dem Schutt nichts zu tun haben, ließen sie nicht gelten, denn dreiviertel der Ladung - Steine mit Farbenhaftung waren bereits abgeladen, der Rest befand sich noch auf dem Wagen, da half kein Leugnen“, berichtet Heiner Sohl. Die drei Täter haben in Bad Dürkheim eine Entsorgungsfirma. Das Geld ist leicht verdient, denn in der Natur wird der Schutt abgeladen, anstatt bei einem Entsorgungsunternehmen, das kostet schließlich Geld. „Die Entsorgung des Unrates in der Natur muss letztlich der Steuerzahler berappen“, meint Heiner Sohl ärgerlich. Die drei Frevler mussten im Beisein von Polizei und dem Jagdpächter den Schutthaufen wieder auf den Pritschenwagen aufladen. In seinem Revier hat er schon mehrere Ablagerungen gefunden:„ Hier wird „Wildschweinjagd“ anders betrieben, Menschen sind die Verursacher,“ betont der leidenschaftliche Nimrod.

Autor:

Laura Braunbach aus Neustadt/Weinstraße

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